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Die Daten flackern über den Röhrenbildschirm

Nach einigen Sekunden beginnt der Upload: Die zuvor statischen Streifen beginnen zu tanzen, gleichzeitig piept die Data Link im passenden Rhythmus dazu. Mehrere Geburtstage, eine Telefonnummer, eine Zeitänderung und ein Eintrag in der To-do-Liste werden in ungefähr 20 Sekunden übertragen - für Mitte der 1990er Jahre sicherlich gut, angesichts der wenigen übertragenen Bytes nach heutigen Maßstäben jedoch kriechend langsam. Im Alltag sind Übertragungszeiten von 15 bis 25 Sekunden aber absolut brauchbar, finden wir.

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Erreicht die Übertragung 100 Prozent, piept die Uhr einmal lange. Ein Blick auf das Display verrät uns: Data OK, die Einträge wurden also alle korrekt übertragen. In unseren Tests verläuft die Synchronisation zwischen PC und Uhr unproblematisch: Wir haben Dutzende Male Daten übertragen und selten eine Fehlermeldung erhalten. Dafür muss die Data Link aber auch in korrektem Abstand und Winkel vor den Bildschirm gehalten werden. Schalten wir uns nach der Übertragung durch die Menüs der Data Link, können wir uns die übertragenen Geburtstage und Termine anschauen oder Einträge in unserer To-do-Liste abarbeiten.

Die Uhr gibt uns - wie eine moderne Smartwatch - dabei auch die Möglichkeit, mit den Einträgen zu interagieren, wenngleich auch auf eine an heutigen Maßstäben gemessen beschränkte Art und Weise. Neben der Möglichkeit, die zweite Zeitzone abzurufen und die Zeiten sogar auszutauschen, können wir auch direkt über das Hauptmenü den nächsten Kalendereintrag aufrufen. Dazu genügt ein Druck auf die Taste rechts oben.

  • Bill Gates während der Präsentation am 21. Juni 1994. (Bild: Reuters)
  • Auf den ersten Blick wirkt die Data Link von Timex wie eine herkömmliche Digitaluhr aus den 1990er Jahren. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Schriftzug von Microsoft und der Lichtsensor verraten aber, dass in der Uhr mehr steckt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Über eine Software, hier im Hintergrund zu sehen, können Nutzer Termine, Telefonnummern und andere Daten auf die Uhr spielen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Übertragung erfolgt drahtlos über einen Röhrenmonitor. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Uhr werden verschiedenen Informationen dargestellt: Die kleine Hand erinnert uns an einen bevorstehenden Geburtstag. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Rückseite der Data Link (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Data Link und ihre Nachfolger sind von verschiedenen Astronauten und Kosmonauten im All getragen worden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Auf der Uhr werden verschiedenen Informationen dargestellt: Die kleine Hand erinnert uns an einen bevorstehenden Geburtstag. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Im Terminmenü können wir unsere Verabredungen durchschalten und über die Set-Taste unten rechts an der Uhr auch direkt löschen - ein langer Druck genügt. Das gleiche Prinzip funktioniert im To-do-Menü. Auch gespeicherte Telefonnummern können wir direkt auf der Uhr löschen. Das einzige, was wir nirgends machen können, ist neue Einträge anlegen - das funktioniert nur über die PC-Anwendung.

An unsere überspielten Verabredungen werden wir je nach eingestelltem Alarm zuverlässig erinnert. In das Dot-Matrix-Display im unteren Drittel der Data Link passen acht Zeichen, wir können allerdings auch längere Texte aufspielen. Diese werden dann als Laufband angezeigt. Umlaute beherrscht die Data Link nicht, diese werden einfach als entsprechende Vokale angezeigt.

Im Alltag immer noch praktisch

Im Alltag ist die Data Link mit ihren Funktionen immer noch erstaunlich hilfreich. Besonders die Terminplanung finden wir praktisch: Alle Informationen sind für uns auf einen Blick sichtbar. Als alte Pebble-Fans mögen wir zudem, dass die Data Link komplett mit Buttons bedient wird. Das ist aber natürlich nur dem Umstand geschuldet, dass es 1994 noch nicht die Möglichkeit gab, eine derartige Uhr mit Touchscreen bezahlbar auf den Markt zu bringen.

Nicht nur wir finden die Data Link hilfreich, auch die Nasa tat es: Die verschiedenen Modelle der Uhr wurden im All eingesetzt, sowohl bei Space-Shuttle-Missionen als auch von verschiedenen Teams der ISS. Noch bis Ende der 2000er Jahre kam die Data Link 150 zum Einsatz, die mithilfe des Notebook-Adapters programmiert wurde.

Auch im Dunkeln lässt sich die Data Link übrigens gut erkennen: Sie hat das von Timex Anfang der 1990er Jahre entwickelte Beleuchtungssystem Indiglo eingebaut, das für eine blaue, gleichmäßige Ausleuchtung des Displays sorgt. Der Vergleich mit aktuellen Timex-Digitaluhren zeigt aber, wie sehr der Hersteller das System in den letzten 25 Jahren weiterentwickelt hat: Bei der Data Link ist die Beleuchtung merklich dunkler als bei aktuellen Uhren.

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EdRoxter 28. Jun 2019

Korrekt - hierzu ist es auch sehr praktisch, dass man bei einigen Banken die...

PSmith 27. Jun 2019

Einfach mal hier nachschauen: http://feryance.com/timex-datalink/

lgo 27. Jun 2019

Naja, meines auch - aber wie gesagt: _wenn_ die Services abgeschaltet werden... was ja...

Kondratieff 26. Jun 2019

+1

sampleman 19. Jun 2019

Ich hatte die Data-Link-Uhr auch, sie konnte zum Beispiel solche Sachen wie einen in 14...


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