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Software mit Retro-Charme

Da die Data Link - anders als moderne Smartwatches - natürlich keine Internetanbindung hat, um Daten direkt herunterzuladen, müssen wir alle Informationen per Hand eingeben und auf die Uhr spielen. Dafür stehen uns in der Software verschiedene Kategorien zur Verfügung: Kontakte, Geburtstage, To-do-Listen und Kalendereinträge können wir in Tabellen eintragen. Ebenfalls über das Windows-Programm lassen sich die verschiedenen Alarme sowie die Uhrzeit einstellen - samt zweiter Zeitzone, die wir nach eigenem Gusto wählen und benennen können. Pfiffig: Halten wir den Bedienungsknopf unten links an der Uhr gedrückt, wird uns direkt die zweite Uhrzeit angezeigt; halten wir den Knopf länger gedrückt, können wir sie gegen die Hauptzeit austauschen.

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Ebenfalls in der Software vorhanden sind Einstellungen zu den Pieptönen sowie - hört, hört! - Apps. Für die Data-Link-Uhren gab es eine Reihe von kleinen Hilfsprogrammen, wie etwa einen Golf-Zähler oder kleine Spiele. Für unser Modell stehen aber leider weder Apps noch alternative Piepsignale zur Verfügung: Wir besitzen die Data Link 50, auf der wir 50 Telefonnummern speichern können - Platz für Apps ist da nicht mehr. Diese passten erst ab der Data Link 150 mit entsprechend 150 möglichen Nummern auf die Uhr. Piepsen tut unser Modell dennoch, allerdings ähnlich unspektakulär wie eine herkömmliche Digitaluhr.

  • Bill Gates während der Präsentation am 21. Juni 1994. (Bild: Reuters)
  • Auf den ersten Blick wirkt die Data Link von Timex wie eine herkömmliche Digitaluhr aus den 1990er Jahren. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Schriftzug von Microsoft und der Lichtsensor verraten aber, dass in der Uhr mehr steckt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Über eine Software, hier im Hintergrund zu sehen, können Nutzer Termine, Telefonnummern und andere Daten auf die Uhr spielen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Übertragung erfolgt drahtlos über einen Röhrenmonitor. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Uhr werden verschiedenen Informationen dargestellt: Die kleine Hand erinnert uns an einen bevorstehenden Geburtstag. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Rückseite der Data Link (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Data Link und ihre Nachfolger sind von verschiedenen Astronauten und Kosmonauten im All getragen worden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Über eine Software, hier im Hintergrund zu sehen, können Nutzer Termine, Telefonnummern und andere Daten auf die Uhr spielen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Bei den eingegebenen Geburtstagen und Terminen können wir einstellen, für welchen Zeitraum die Daten bei der Übertragung zur Uhr synchronisiert werden sollen - also beispielsweise alle Termine in den nächsten vier Wochen. Bei jedem Menüpunkt können wir auch einstellen, dass keine neuen Daten übertragen werden sollen. Das ist praktisch, wenn wir nur eine Einzelheit ergänzen wollen und bei der Synchronisation nicht wieder alle Daten komplett übertragen möchten.

Für die Termine können wir auch einstellen, wann wir an sie per Alarmton erinnert werden wollen: Bis zu 30 Minuten vorher sind möglich, ebenso wie gar keine Benachrichtigung. An Geburtstage werden wir nicht durch ein Tonsignal erinnert, sondern mithilfe eines kleinen Symbols auf dem Ziffernblatt. Ist innerhalb von sieben Tagen ein Geburtstag fällig, wird eine kleine Hand mit einem Knoten um den Zeigefinger angezeigt. Am Datum eines Geburtstags blinkt dieses Symbol den ganzen Tag, was sich nicht abschalten lässt.

Nachdem wir alle Daten im PC-Programm eingetragen haben, wird es spannend - es geht an die Übertragung. Bei der ersten Einrichtung des Synchronisationsprogramms werden wir gefragt, ob wir einen CRT-Bildschirm (mit Bildröhre) oder ein Notebook verwenden. Für Laptops gibt es einen eigenen Adapter, der die Daten per LED übertragen kann. Das liegt an dem Umstand, dass die Uhr die Übertragung nicht erkennt, wenn Flüssigkristallbildschirme verwendet werden, was - soweit wir es verstanden haben - mit der Bildrate und den Scanlines zu tun hat. Technische Daten zur Übertragung sind eher spärlich vorhanden. Der Notebook-Adapter ist leider nur noch sehr schwer zu bekommen.

Uhr piepst bei korrektem Abstand

Bevor wir die Synchronisierung am PC starten, müssen wir die Data Link in den COMM-Modus versetzen, der sich am Ende der per Knopf durchschaltbaren Menükette befindet. Ist die Data Link im COMM-Modus, ist der Lichtsensor aktiviert und die Uhr kann Daten empfangen. Starten wir die Übertragung auf dem PC, erscheint ein schwarzer Bildschirm mit einigen unbeweglichen weißen Querstreifen. Halten wir die Uhr in ungefähr 30 cm Abstand vor diesen Testbildschirm, beginnt sie im Idealfall zu piepsen: Dann wissen wir, dass die Uhr die Signale erkennt.

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 Timex Data Link im Retro-Test: Bill Gates' Astronauten-SmartwatchDie Daten flackern über den Röhrenbildschirm 
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EdRoxter 28. Jun 2019

Korrekt - hierzu ist es auch sehr praktisch, dass man bei einigen Banken die...

PSmith 27. Jun 2019

Einfach mal hier nachschauen: http://feryance.com/timex-datalink/

lgo 27. Jun 2019

Naja, meines auch - aber wie gesagt: _wenn_ die Services abgeschaltet werden... was ja...

Kondratieff 26. Jun 2019

+1

sampleman 19. Jun 2019

Ich hatte die Data-Link-Uhr auch, sie konnte zum Beispiel solche Sachen wie einen in 14...


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