Abo
  • Services:
Anzeige
Die Weltzeituhr am Berliner Alexanderplatz
Die Weltzeituhr am Berliner Alexanderplatz (Bild: Flickr.com Abbilder - CC-BY 2.0)

Timesyncd: Systemd soll Googles Zeitserver nicht mehr verwenden

Die Weltzeituhr am Berliner Alexanderplatz
Die Weltzeituhr am Berliner Alexanderplatz (Bild: Flickr.com Abbilder - CC-BY 2.0)

Ein Google-Entwickler bittet darum, dass Systemd die Zeitserver des Unternehmens nicht weiter standardmäßig verwendet. Systemd-Maintainer Poettering möchte dem aber vorerst nicht nachkommen, da dies nur Testzwecken diene und es keine wirklichen Alternativen gäbe.

Anzeige

In einem Bugreport an Systemd schreibt der Google-Entwickler Perry Lorier, dass die Zeitserver des Unternehmens kein öffentlicher Dienst seien und zudem die übermittelte Uhrzeit nicht standardisiert sei. Beides könnte zu Problemen führen, weshalb Systemd nicht standardmäßig auf die Server zugreifen solle, so Lorier. Der Systemd-Projektleiter Lennart Poettering möchte dieser Bitte aber vorerst nicht nachkommen.

Das ist einerseits auf Google selbst zurückzuführen, das die Verwendung seines Dienstes nicht explizit verbiete, meint Poettering. Vielmehr werde lediglich darauf verwiesen, dass die Benutzung der Zeitserver keine gute Wahl für externe Nutzer sei. Zum Testen der Funktion des Systemd-Werkzeugs Timesyncd reiche das aber vollkommen aus, findet der Red-Hat-Angestellte.

Linux-Distributionen ändern die Option

Darüber hinaus sollte die Vorauswahl im Upstream-Code aber auch kaum nennenswerte Auswirkungen haben, immerhin nutzten fast alle Distributionen ihre eigenen NTP-Pools, auf die dann auch Timesyncd zugreife. Einen eigenen sogenannten Vendor-Pool für Systemd aufzusetzen, um dem Problem mit Google zu entgehen, lehnt Poettering aber ebenfalls ab.

Systemd sei schließlich kein Anbieter eines Produkts wie die Distributionen oder auch Hardwarehersteller. Demzufolge könne sich Systemd nicht um einem Vendor-Pool bemühen. Poettering zeigt sich aber anderen möglichen Lösungen des Problems gegenüber offen.

Poettering bringt eigene Lösungsvorschläge

So habe er einerseits kein Problem damit, das Configure-Skript mit einer auffälligen Warnung zu versehen, falls kein Standard-NTP-Server zum Zeitpunkt der Ausführung gesetzt worden ist. Wird diese Warnung ignoriert, sind die Betroffenen dann schlicht auf sich allein gestellt.

Andererseits werde sich der Maintainer aber auch nicht gegen einen Austausch des bisherigen Standards im Code stellen. Voraussetzung dafür sei aber eine Menge von Servern, die offen erreichbar seien, keine Registrierung als Anbieter oder Produkt erforderten und besser seien als die schlechten Server von Google. Wie erwähnt dürfe der NTP-Pool aber eben nicht genutzt werden.

Nachdem Poettering den Bugreport geschlossen hatte, ist dieser durch Ubuntu-Entwickler Martin Pitt wieder geöffnet worden. Letzterer ist an einem brauchbaren Kompromiss interessiert, wonach künftig einfach keine Zeitserver mehr voreingestellt sind. Dazu müsste Systemd seine Testinfrastruktur nur etwas anpassen. Ob die Entwickler dies umsetzen, ist aber noch nicht klar.


eye home zur Startseite
ichbinsmalwieder 05. Jul 2015

Eben deswegen sollen sie ja weg von Googles Zeitservern.

SelfEsteem 03. Jul 2015

Es macht dann einen Unterschied, wenn man keine Alternative hat. Die hat man jedoch...

mnementh 03. Jul 2015

Um den Vergleich zu richten: Google hat an die Server das Schild gepappt: "Benutzung auf...

katzenpisse 02. Jul 2015

Er hat eine Uhrzeit, aber halt die falsche ;)

Märchenfee 01. Jul 2015

Es ist eine berechtigte Bitte. Ein Timeserver ist schnell selbst und kostengünstig...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt
  2. über Hanseatisches Personalkontor Rottweil, Gottmadingen (bei Singen am Htwl.)
  3. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  4. über HRM CONSULTING GmbH, Konstanz (Home-Office)


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. The Big Bang Theory, The Vampire Diaries, True Detective)
  2. (u. a. The Revenant, Batman v Superman, James Bond Spectre, Legend of Tarzan)
  3. 24,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Service

    Telekom verspricht kürzeres Warten auf Techniker

  2. BVG

    Fast alle U-Bahnhöfe mit offenem WLAN

  3. Android-Apps

    Rechtemissbrauch ermöglicht unsichtbare Tastaturmitschnitte

  4. Electro Fluidic Technology

    Schnelles E-Paper-Display für Video-Anwendungen

  5. Heiko Maas

    "Kein Wunder, dass Facebook seine Vorgaben geheim hält"

  6. Virtual Reality

    Oculus Rift unterstützt offiziell Roomscale-VR

  7. FTP-Client

    Filezilla bekommt ein Master Password

  8. Künstliche Intelligenz

    Apple arbeitet offenbar an eigenem AI-Prozessor

  9. Die Woche im Video

    Verbogen, abgehoben und tiefergelegt

  10. ZTE

    Chinas großes 5G-Testprojekt läuft weiter



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
XPS 13 (9365) im Test: Dells Convertible zeigt alte Stärken und neue Schwächen
XPS 13 (9365) im Test
Dells Convertible zeigt alte Stärken und neue Schwächen
  1. Prozessor Intel wird Thunderbolt 3 in CPUs integrieren
  2. Schnittstelle Intel pflegt endlich Linux-Treiber für Thunderbolt
  3. Atom C2000 & Kaby Lake Updates beheben Defekt respektive fehlendes HDCP 2.2

Calliope Mini im Test: Neuland lernt programmieren
Calliope Mini im Test
Neuland lernt programmieren
  1. Arduino Cinque RISC-V-Prozessor und ESP32 auf einem Board vereint
  2. MKRFOX1200 Neues Arduino-Board erscheint mit kostenlosem Datentarif
  3. Creoqode 2048 Tragbare Spielekonsole zum Basteln erhältlich

Tado im Langzeittest: Am Ende der Heizperiode
Tado im Langzeittest
Am Ende der Heizperiode
  1. Speedport Smart Telekom bringt Smart-Home-Funktionen auf den Speedport
  2. Tapdo Das Smart Home mit Fingerabdrücken steuern
  3. Mehr Möbel als Gadget Eine Holzfernbedienung für das Smart Home

  1. Re: Wofür ist das BVG-WiFi gut?

    chithanh | 00:05

  2. Re: 1400W... für welche Hardware?

    Ach | 00:03

  3. Re: Erster!!!

    JarJarThomas | 28.05. 23:50

  4. Re: Sicherheit von öffentlichen wlans

    fuddel18 | 28.05. 23:48

  5. Re: Unangenehme Beiträge hervorheben statt zu...

    mnementh | 28.05. 23:42


  1. 12:31

  2. 12:15

  3. 11:33

  4. 10:35

  5. 12:54

  6. 12:41

  7. 11:44

  8. 11:10


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel