Abo
  • Services:
Anzeige
Das angegriffene iPad lässt keinen Login mehr zu.
Das angegriffene iPad lässt keinen Login mehr zu. (Bild: PacketSled/Youtube/Screenshot: Golem.de)

Timeserver-Spoofing: iPads lassen sich aus der Ferne per WLAN angreifen

Das angegriffene iPad lässt keinen Login mehr zu.
Das angegriffene iPad lässt keinen Login mehr zu. (Bild: PacketSled/Youtube/Screenshot: Golem.de)

Ein Datumsfehler in iOS kann über einen modifizierten WLAN-Hotspot automatisch erzeugt werden. Betroffene iPads überhitzen nach Angaben von Sicherheitsforschern und könnten kaputtgehen. Apple hat bereits reagiert.

Angreifer können laut einem Bericht von Krebs on Security mit einem modifizierten WLAN-Hotspot das Datum von iPads zurücksetzen und so die Tablets zerstören. Das hört sich bekannt an: Apples mobiles Betriebssystem hatte im Februar schon einmal ein Problem mit der Datumseinstellung, allerdings nur beim manuellen Zurückdrehen des Datums auf den 1. Januar 1970. Danach blieb das iPhone bei einem Neustart in einer Bootschleife hängen und ließ sich nur mit großem Aufwand wieder funktionstüchtig machen. Diesen Fehler behob Apple in iOS 9.3, indem sich das Datum jetzt nicht mehr so weit zurückstellen lässt. Doch offenbar reichte die damalige Fehlerbehebung noch nicht aus.

Sicherheitsforscher von Packetsled und Critical Assets haben herausgefunden, wie ein iPad auch per WLAN angegriffen werden kann - ohne, dass der Nutzer darauf Einfluss hat. Die Lücke teilten sie Apple mit und warteten mit der Veröffentlichung, bis iOS 9.3.1 erschien. Das Update soll die Lücke schließen und gegen diesen Angriffsversuch immun machen.

Anzeige

Mit einem Raspberry Pi wurde ein WLAN-Accesspoint gebaut, der eine SSID aussendete, die dem iPad bekannt und vertraut war, und mit der ein automatischer Verbindungsversuch unternommen wurde. Da iPads und andere iOS-Geräte versuchen, mit einem NTP-Server Kontakt aufzunehmen, um ihre Uhr zu synchronisieren, nutzten die Sicherheitsforscher diese Möglichkeit, um mit einem eigenen NTP-Server unter dem Namen time.apple.com dem Gerät ein falsches Datum unterzuschieben - den 1. Januar 1970.

Das iPad konnte anschließend keine Webseiten mehr aufrufen, so dass die Forscher einen Reboot ausführten. Danach erhitzte sich das iPad ihren Angaben nach innerhalb von 15 bis 20 Minuten auf 54 Grad, ließ keinen Login mehr zu und schaltete sich irgendwann ab. Ein erneuter Startversuch blieb erfolglos. Apple teilte den Sicherheitsexperten hingegen mit, dass sich das Gerät über iTunes wieder in Gang setzen ließe. Betroffen sind alle 64-Bit-Geräte.

Die hohe Prozessorlast führten sie auf die zahlreichen fehlschlagenden Ver- und Entschlüsselungsversuche zurück, die alle scheitern müssten, weil die Zertifikate im Rahmen des zurückgesetzten Datums nicht mehr gültig seien. iPhones lassen sich mit dem Trick ihrer Einschätzung nach eher nicht überlisten, weil diese versuchten, über das Mobilfunknetzwerk ihre Uhr zu synchronisieren.

Apple hat den Angaben der Forscher zufolge die Lücke in iOS 9.3.1 geschlossen, auch wenn das Unternehmen in den Release Notes davon nichts erwähnte.


eye home zur Startseite
al-bundy 14. Apr 2016

Stimmt, du bist raus. Ob fein, sei dahingestellt.

al-bundy 14. Apr 2016

Na klar kann man das. Man kann es aber auch lassen. LOLOLOL

Tyler Durden 14. Apr 2016

jetzt mal von z.b. 105 Bahnhöfen abgesehen https://www.golem.de/news/deutsche-bahn-30...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Continental AG, Ingolstadt
  2. Carmeq GmbH, Wolfsburg/Berlin
  3. Schwarz Business IT GmbH & Co. KG, Neckarsulm
  4. FTI Touristik GmbH, München


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Playstation 4 + Spiel + 2 Controller 269,00€)
  2. 383,14€ - 30€ MSI-Cashback
  3. 44,00€ für 1 Modul oder 88,00€ für 2 Module)

Folgen Sie uns
       


  1. Betrugsverdacht

    Amazon Deutschland sperrt willkürlich Marketplace-Händler

  2. Take 2

    GTA 5 bringt weiter Geld in die Kassen

  3. 50 MBit/s

    Bundesland erreicht kompletten Internetausbau ohne Zuschüsse

  4. Microsoft

    Lautloses Surface Pro hält länger durch und bekommt LTE

  5. Matebook X

    Huawei stellt erstes Notebook vor

  6. Smart Home

    Nest bringt Thermostat Ende 2017 nach Deutschland

  7. Biometrie

    Iris-Scanner des Galaxy S8 kann einfach manipuliert werden

  8. Bundesnetzagentur

    Drillisch bekommt eigene Vorwahl zugeteilt

  9. Neuland erforschen

    Deutsches Internet-Institut entsteht in Berlin

  10. Squad

    Valve heuert Entwickler des Kerbal Space Program an



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
3D-Druck bei der Bahn: Mal eben einen Kleiderhaken für 80 Euro drucken
3D-Druck bei der Bahn
Mal eben einen Kleiderhaken für 80 Euro drucken
  1. Bahnchef Richard Lutz Künftig "kein Ticket mehr für die Bahn" notwendig
  2. Flatrate Öffentliches Fahrradleihen kostet 50 Euro im Jahr
  3. Nextbike Berlins neues Fahrradverleihsystem startet

Google I/O: Google verzückt die Entwickler
Google I/O
Google verzückt die Entwickler
  1. Neue Version im Hands On Android TV bekommt eine vernünftige Kanalübersicht
  2. Play Store Google nimmt sich Apps mit schlechten Bewertungen vor
  3. Daydream Standalone-Headsets auf Preisniveau von Vive und Oculus Rift

Panasonic Lumix GH5 im Test: Die Kamera, auf die wir gewartet haben
Panasonic Lumix GH5 im Test
Die Kamera, auf die wir gewartet haben
  1. Die Woche im Video Scharfes Video, spartanisches Windows, spaßige Switch

  1. Re: Von EWE Tel enttäuscht.

    Aralender | 03:33

  2. Re: Wieso könnten Händler-Shops überhaupt...

    amagol | 03:04

  3. Re: "falsche" Gegend, "falsche" Adresse

    plutoniumsulfat | 02:01

  4. Re: LTE nachrüsten

    southy | 01:39

  5. Re: Geisteswissenschaften vs. Realität/Intelligenz

    Biteemee | 01:26


  1. 16:58

  2. 16:10

  3. 15:22

  4. 14:59

  5. 14:30

  6. 14:20

  7. 13:36

  8. 13:20


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel