Times New Arial: Times New Roman und Arial bilden neue Schriftart

Hamburger Designer entwickeln den Font, der aus beliebigen Teilen der beiden Systemschriftarten besteht und sich dynamisch ändern kann.

Artikel veröffentlicht am ,
Times New Arial hat Eigenschaften beider bekannter Systemschriftarten.
Times New Arial hat Eigenschaften beider bekannter Systemschriftarten. (Bild: Liebermann Kiepe Reddemann)

Das Hamburger Designstudio Liebermann Kiepe Reddemann hat eine variable Schriftart entwickelt, die aus zwei der verbreitetsten Fonts besteht: Times New Arial verbindet die Serifenschrift Times New Roman mit der serifenlosen Schrift Arial. Beide gehören zu den Systemfonts, die seit langer Zeit zum Standardinventar von Betriebssystemen und Software gehören. Die Designer und Entwickler stellen eine Vorschauversion zur Verfügung. Dort können Anwender sehen, wie sich die Schrift mit unterschiedlichen Parametern ändert.

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Schon seitdem 1998 die Layoutsprache CSS2 für Webseiten eingeführt wurde, gibt es variable Schriftarten, die ihre Form anhand festgelegter Parameter variabel verändern können. Das kann die Strichdicke, Kursivität oder der Zeichenabstand sein. Times New Arial verfolgt einen etwas anderen Ansatz und führt drei Parameter ein: die Kursivität und den prozentualen Anteil jeder der beiden Systemfonts am Ergebnis. Eine Schrift mit hohem Anteil an Times New Roman wird die typischen Serifen und variable Strichdicke bei Buchstaben aufweisen, während ein hoher Anteil an Arial homogene Zeichen ohne zusätzliche Verzierungen und Kurven produziert.

Eine Schriftart für Künstler

Das Designstudio arbeitet laut dem Grafikermagazin It's nice that seit 2018 an variablen Schriftarten. Die Hamburger scheinen auffällige und exzentrische Webauftritte zu bevorzugen, was auch die recht ungewöhnliche Herstellerseite zeigt. Times New Arial könnte für künstlerische Projekte verwendet werden, die einem Layout Ausdruck verleihen und hervorstechen wollen. Der Wandlungseffekt zwischen den beiden Fonts könnte etwa durch das Bewegen des Mauscursors ausgelöst werden, was eine Art wandelbaren Text erzeugt.

"Wir glauben, dass wir noch immer am Anfang der Forschung stehen und sind zuversichtlich, dass noch viel mehr kommen wird", sagt der Mitgründer des Studios, David Liebermann. Interessant: Im Seitenquelltext der Times-New-Arial-Vorschau ist ein Hinweis versteckt, der auch über einen simplen Klick eingesehen werden kann: "Wir stehen dem Teilen dieser Schriftart mit Bildungsprojekten oder Kollaborationen offen gegenüber", schreiben die Entwickler. Interessenten sollten dazu mit ihnen in Kontakt treten.

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TrollNo1 29. Apr 2020

Es gibt endlich mal eine neue Schriftart. Freu dich gefälligst!

unbekannt. 28. Apr 2020

Nicht nur um einiges schöner, sondern auch Open Source und bei Latex sogar schon Standard.

pool 28. Apr 2020

zwischen Font, Schrift und Schriftart?

IchBIN 28. Apr 2020

Nein, Times New Roman und Arial sind *nur* auf Windows-Betriebssystemen im...

Lapje 28. Apr 2020

Und mir ist Arial immer noch lieber als der ganze Web-Font-Quatsch, der teilweise...



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