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Time Machine in Sierra: Apple repariert Backups weiter durch Löschung alter Backups

Es ist ein alter Fehler von Time Machine, den wir jetzt erstmals selbst erleben durften. Auch in MacOS 10.12 alias Sierra werden Backups komplett gelöscht, wenn diese einen Defekt vorweisen. Die Lösung ist allerdings einfach und von Apple schon länger so vorgesehen: zwei Backups.

Artikel veröffentlicht am ,
Time Maschine verlangt nach einem zuverlässigeren Backup.
Time Maschine verlangt nach einem zuverlässigeren Backup. (Bild: Screenshot Golem.de)

Apples Backupsystem Time Machine hat einen Fehler, dessen Reparatur das Löschen aller alten Backups des betroffenen Sets beinhaltet. Wir haben den bekannten Fehler kürzlich selbst erlebt und ihn im Detail beobachtet. Und zwar nicht in einer alten MacOS-Version, sondern mit dem aktuellen Sierra (10.12.3). Der alte Fehler taucht wohl wieder verstärkt auf, zumindest hat es den Anschein. Wir wissen allerdings auch von 10.11er-Versionen, die betroffen sind. Der Fehler selbst existiert vermutlich seit OS X 10.7.

  • Das Backup ist nicht defekt, es muss laut Apple nur zuverlässiger werden.  Screenshot: Golem.de)
  • Nach der Bestätigung bietet nur noch ein Backup Daten bis zum Juni 2016 zurück. (Screenshot: Golem.de)
  • Nach etwa zwei Stunden hat das Backup bereits einige Daten gesichert. Alle alten Backups wurden gelöscht. (Screenshot: Golem.de)
Das Backup ist nicht defekt, es muss laut Apple nur zuverlässiger werden. Screenshot: Golem.de)
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Apple selbst nennt das Problem nicht einen Fehler. Es wird verharmlosend von einer notwendigen Verbesserung der Zuverlässigkeit gesprochen und die Backups werden fortan ausgesetzt, bis der Verbesserungsprozess gestartet wurde. Die Warnung sollte der Nutzer also nicht einfach ignorieren.

Verbesserung durch Löschung

Wie kritisch der Fehler ist, zeigt sich an der weiteren Beschreibung. Zur Zuverlässigkeitsverbesserung muss ein komplett neues Backup-Set erzeugt und gleichzeitig alle alten Backups des betroffenen Sets gelöscht werden. Wer Pech hat, verliert damit Monate, wenn nicht Jahre seines Backups. Empfehlenswert ist das Vorgehen nicht.

Die Meldung ist zwar eindeutig, allerdings sollte Apple das defekte Backup einfach liegen lassen und parallel ein neues erzeugen. Ein kaputtes Backup per Empfehlung einfach zu löschen, ist eine ungewöhnliche Backup-Strategie und zeugt von mangelndem Problembewusstsein. Es gibt im Netz zwar Reparaturtipps, doch Apple empfiehlt einen Neuanfang. Da es in unserem Fall nur das zur Redundanz erzeugte Sekundärbackup betraf, haben wir das einfach gemacht.

Nach einem Vorfall problematisch ist die mitunter enorme Zeit, die ohne Backup überbrückt werden muss. Apple behauptet seit Jahren, dass dies einige Stunden dauern kann. Apple versucht die Anwender vermutlich zu beruhigen. Vor allem per WLAN können je nach Daten unserer Erfahrung nach mehrere Tage vergehen, bis Time Machine wieder ein vollständig neu aufgebautes Set hat. In der ersten Stunde gelang es dem System nur, etwas mehr als 100 MByte von insgesamt 400 GByte per WLAN zu sichern. In der zweiten waren es dann plötzlich 8 GByte. Solche Geschwindigkeiten sind allerdings zu erwarten und hängen stark von den eigenen Dateien ab.

Verkürzen lässt sich das mit einem lokalen Datenträger-Backup oder mit einem Ethernet-Adapter. Allerdings reicht beispielsweise die Akkukapazität des Macbooks in aller Regel nicht für das Erstellen eines Backups. Es braucht also ein Dock für ein schnelles, unterbrechungsfrei durchgeführtes Backup.

Time-Machine-Backup überdenken!

Um das Problem zu umgehen, empfehlen wir grundsätzlich eine Backup-Strategie, die bei Macs mit verlöteten SSDs ohnehin angebracht ist: das Erstellen von zwei Backups. So wird auch das Redundanzelement des nicht entnehmbaren Datenträgers ausgeglichen. Apple sieht das Erstellen mehrerer Backups schon länger vor und erlaubt das Einrichten unterschiedlicher Sets. Auch Warnungen gibt es separat, falls mal einzelne Backups nicht regelmäßig aktualisiert werden können. Das alleine genügt allerdings nicht. Sollte der Fehler zwei Mal auftreten, was bei Backups über ein WLAN durchaus passieren kann, sind alte Backups trotzdem weg.

Idealerweise sichert der Anwender also das Backup durch ein weiteres Backup, das Time Machine nicht sehen und damit auch nicht beschädigen kann. Mindestens sollte der Anwender neben dem Netzwerk-Backup aber ein discbasiertes lokales Backup per USB, Thunderbolt oder Firewire verwenden. Verbindungsabbrüche sind dort weniger häufig ein Problem, da ein Anwender schon aktiv den Datenträger während eines laufenden Backups entfernen muss.

Der Fehler tritt zugegebenermaßen sehr selten auf. Wir haben ihn bisher nur drei Mal beobachtet. Wer allerdings auf das Problem trifft, fühlt sich mitunter überfordert und begeht vorschnell einen Fehler. Apples Reparaturstrategie ist jedenfalls für ein Backup ungeeignet und der Anwender sollte sich dessen bewusst werden, dass Time Machine alleine nicht ausreicht.



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micxer 18. Feb 2017

Ich hab mein TimeMachine Share auf einem ZFS (FreeNAS). Leider macht macOS das Backup...

eXXogene 16. Feb 2017

Aka file history ab Windows 8 verliert auch gerne mal seine Einstellungen oder zeigt...

hotzenplotz 15. Feb 2017

Auf keine Fall nochmals Timemachine, bzw. dasselbe Backup Programm. Timemachine für die...

sniner 15. Feb 2017

Naja, wenn das FS auf der Platte wo das TM-Backup liegt Snapshots könnte, wäre das schon...

sniner 15. Feb 2017

Das wage ich mal leise zu bezweifeln. Ich habe Mac OS X von 10.2 bis 10.5 mitgemacht und...


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