Time-Critical Communication: Ericsson will mit Software 1 ms Latenz zusichern

Zusammen mit der Deutschen Telekom hat Ericsson Versuche gestartet, um die Latenz für Gamer zu senken. Die Software kommt als Update für 5G-Netze.

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Time-Critical Communication soll Latenz in Cloud-Games senken.
Time-Critical Communication soll Latenz in Cloud-Games senken. (Bild: Ericsson)

Ericsson will mit der Software Time-Critical Communication die Latenzzeiten in 5G-Netzen auf bis zu 1 ms senken. Das gab der schwedische Mobilfunkausrüster am 25. Oktober 2021 bekannt. Die Software könne als Update in bestehende Netze eingespielt werden.

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Erst kürzlich hat Ericsson mit der Deutschen Telekom und auch mit Telstra in Australien die L4S-Technologie (Low Latency Low Loss Scalable Throughput) bei der Reduzierung von Verzögerungen in einem interaktiven Cloud-Spiel demonstriert. L4S ist eine der neuen Funktionen in der Toolbox Time-Critical Communication. Zusammen mit dem taiwanischen Hersteller Mediatek sei bewiesen worden, dass 5G im mmWave-Band im Uplink und im Downlink eine Latenzzeit von 1 ms bieten könne.

Alex Choi, Senior Vice President Technology Strategy & Innovation bei der Deutschen Telekom, sagte, gemeinsam mit Ericsson habe man die "Vorteile der gemanagten Latenz mit der L4S-Technologie über 5G demonstriert. Wir werden gemeinsam die Einführung von L4S weiter vorantreiben."

Ericsson will proprietären Anteil herunterspielen

Time-Critical Communication kombiniert den von 3GPP spezifizierten URLLC-Standard (Ultra Reliable Low Latency Communication) mit proprietärer Ericsson-Technik, um die Latenzzeiten auf 50 ms bis 1 ms zu verringern. Ein Sprecher von Ericsson in Schweden erklärte Golem.de auf Nachfrage, die Software sei im Prinzip auch in Netzbereichen anderer Ausrüster nutzbar, was in der Branche Multi-Vendor genannt wird. Aber Ericsson bevorzuge den Einsatz als Single Vendor. Diese Formulierung wird immer dann genutzt, wenn es um die Nutzung proprietärer Anteile geht oder komplexe Integration vermieden werden soll.

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Es handelt sich offenbar um eine Orchestration-Software, die eine Parametrisierung entlang der Strecke 5G gNodeB, Transmission über Millimeterwelle oder mobile Backhaul zum 5G Core und Cloud-Service nach den Parametern Bandbreite und Latenz vornimmt. Dennoch hängen Bandbreite und Latenz von den realen Bedingungen im Radio Access Network ab, hier kann keine Software die Naturgesetze aufheben.

Laut den Angaben wird die volle Funktionalität von URLLC (Ultra-Reliable Low Latency Communication) aus dem Release 16 (3GPP) eingesetzt, was die Grundvoraussetzung für Air-I/F Reliability darstellt. Von Huawei gibt es mit Assurance eine ähnliche Lösung.

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schnachriten 26. Okt 2021

Die ganze Aktion ist natürlich stark PR geprägt: Je niedriger die Zahl, desto besser...

M.P. 26. Okt 2021

300 ms Ping sind auch bis zu 1 ms (wenn man das "bis zu" als Optimalfall sieht)

Jounathaen 26. Okt 2021

Die Formulierung muss ich mir merken! So schön diplomatisch hab ich "Ihr sollt aber nur...

Allandor 26. Okt 2021

Besonders wenn man seinen "Desktop" in der Cloud hat ist das schon eher interessant, denn...



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