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Tim Sweeney: Weiter Streit um den Epic Games Store

Der Chef von Epic Games diskutiert mit der Community über seinen neuen Store. Unter anderem will Tim Sweeney keine Exklusivspiele mehr anbieten – falls Konkurrent Steam seine Provisionen senkt.
/ Peter Steinlechner
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Launcher des Epic Games Store (Bild: Epic Games)
Launcher des Epic Games Store Bild: Epic Games

Eines kann man Tim Sweeney von Epic Games, nicht vorwerfen: Anders als die meisten anderen Chefs großer Firmen sucht er immer wieder den direkten Kundenkontakt. Jetzt hat er dabei auf Twitter eine Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) zum Thema der umstrittenen Exklusivspiele im Epic Games Store gemacht: "Wenn Steam für alle Entwickler und Publisher einen Umsatzanteil von 88 Prozent ohne größere Einschränkungen festschreibt, würde Epic sich von Exklusivspielen verabschieden und darüber nachdenken, unsere eigenen Spiele auf Steam zu stellen."

Hintergrund: Während der Anbieter eines Spiels im Epic Games Store bei jedem Verkauf 88 Prozent vom Umsatzerlös bekommt, sind es bei Steam abhängig vom Umsatz lediglich 70 bis 80 Prozent – die allermeisten kleinen und mittleren Entwicklerstudios erhalten nur den niedrigeren Anteil. Sweeny bezeichnet die 30 Prozent Provision von Steam als "enormen Aufschlag" .

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In dem Thread gibt der Chef von Epic Games einen Einblick in seine Kalkulation: Demnach setzen sich die 12 Prozent, die sein Unternehmen als Provision verlangt, aus 2,5 bis 3,5 Prozent für den Zahlungsdienstleister, 1 bis 1,5 Prozent für den Kundendienst und 1 Prozent für das Content Delivery Network zusammen – macht maximal sechs Prozent, als Anteil für Epic bleiben also ebenfalls sechs Prozent (Sweeney selbst nennt 5 Prozent, aber die Differenz dürfte primär eine Folge von Rundungen sein).

Diese Zahlen decken sich ziemlich genau mit denen, die andere Branchenteilnehmer auf Vorträgen oder unter der Hand für vergleichbare Fälle nennen. Mit den verbliebenen 5 oder 6 Prozent muss Epic Games noch weitere Kosten und seine Mitarbeiter bezahlen, der tatsächliche Gewinn dürfte also niedriger ausfallen.

Valve als Betreiber von Steam hat sich an den Diskussionen um die PC-Downloadplattformen bislang nicht öffentlich beteiligt. Das Unternehmen dürfte allerdings genau verfolgen, wie sich der Markt entwickelt. Epic Games hatte in den vergangenen Monaten einige große Spiele exklusiv in sein Angebot aufgenommen, darunter Anno 1800, Metro Exodus und The Division 2.

Außerdem gibt es in dem Store regelmäßig recht hochkarätige Spiele, die kostenlos heruntergeladen werden können. Das ist derzeit etwa Transistor – allerdings sind dafür eine Anmeldung und die Installation des Launchers von Epic nötig.


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