Tim Sweeney: Chef von Epic Games fordert offenere Spieleplattformen
Tim Sweeney, Chef und einer der Gründer des Entwicklerstudios Epic Games, hat sich in seiner Eröffnungsrede auf der Tagung Dice Summit in Las Vegas zur Spielebranche geäußert. Unter anderem hat er dabei laut dem Magazin Venture Beat(öffnet im neuen Fenster) eine Abkehr von geschlossenen Ökosystemen angeregt. Die Kundschaft würde sich heute in sozialen Netzwerken wie Discord oder Tiktok zum gemeinsamen Spielen verabreden und das dann unabhängig von der Plattform machen wollen.
Tatsächlich gilt Epic Games bei derartigem Crossplay als Trendsetter: In seinem Actionspiel werden die Teilnehmer seit Herbst 2019 tatsächlich unabhängig davon, ob sie auf einem PC oder dem Smartphone antreten, über das Matchmaking zusammengeführt – entscheidend ist allein das Können. Das System wurde anfangs kritisiert, inzwischen gilt es als mehr oder weniger etabliert.
In seiner Rede hat Sweeney zudem Android als "fake-offen" bezeichnet. Für sein Unternehmen sei es inzwischen kaum noch möglich, ein Spiel wie Fortnite ohne den Google Play Store zum Kunden auszuliefern.
Sobald man versuche, ein Programm anders (gemeint ist Sideloading) zum Download anzubieten, werde der Kunde mit "furchteinflößenden" Pop-ups vor Malware und Viren erschreckt – auch wenn keine Gefahr drohe.
Sweeney fordert mehr Offenheit von den Plattform- und Betriebssystembetreibern. Der Epic-Chef hat sich zu diesem Thema schon öfter geäußert, etwa im Zusammenhang mit Univesal Windows Platform (UWP). Allerdings zieht er bei diesem Thema auch den Zorn der Community auf sich, weil er mit Exklusivangeboten in seinem Epic Games Store selbst versucht, ein geschlossenes Ökosystem aufzubauen.
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Lootboxen und Pay-to-Win hat Sweeney in seiner Rede eine Absage erteilt. Er habe etwa nach der Übernahme des Entwicklerstudios Psyonix mit darauf gedrängt, dass der Verkauf entsprechender Extras im Auto-Actionspiel Rocket League eingestellt werde.
Außerdem hat sich Sweeney in der Rede zum Thema Politik in Spielen geäußert und sich speziell dazu dann auch noch mal auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) erklärt. "Wenn sich ein Spiel mit Politik befasst, sollte das aus dem Herzen der Kreativen kommen und nicht von Marketingabteilungen, die versuchen, aus einem kontroversen Thema künstlich Kapital zu schlagen" , schreibt Sweeney.



