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Tim Höttges: Telekom wird bis Jahresende noch 900.000 FTTH-Zugänge bauen

Eine große Anzahl von FTTH -Zugängen ist bei der Telekom im Bau. Rund eine Million Anschlüsse migriert das Unternehmen zudem von ADSL auf VDSL .
/ Achim Sawall
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Telekom-Chef Tim Höttges am 10. November 2022 (Bild: Deutsche Telekom / Screenshot: Golem.de)
Telekom-Chef Tim Höttges am 10. November 2022 Bild: Deutsche Telekom / Screenshot: Golem.de

Man sei "momentan auf dem Weg, die 2 Millionen zu erreichen" . Das sagte Deutsche-Telekom-Chef Tim Höttges(öffnet im neuen Fenster) am 10. November 2022 im Gespräch mit Golem.de zum Glasfaserausbau mit FTTH (Fiber To The Home).

Laut einem Experten ist es fraglich, ob die Telekom ihr selbstgestecktes Ziel, in diesem Jahr 2 Millionen neue Anschlüsse zu errichten, noch erreichen kann. Doch das Unternehmen erklärte mehrfach, dies sei kein Problem.

"Wir haben aktuell als Homes Passed 4,5 Millionen Haushalte. Letztes Jahr waren es 3,4 Millionen" , erklärte Höttges. Damit kommt die Telekom rein rechnerisch auf 1,1 Millionen Anschlüsse, die bisher im laufenden Jahr gebaut wurden, in den knapp 8 Wochen bis Jahresende sind damit 900.000 Zugänge fertigzustellen. "Wie Sie wissen, sind natürlich sehr viele schon im Bau, die werden dann zum Jahresende eingeschaltet werden. Und wir werden zum Jahresende 2 Millionen mehr haben als zum Jahresende 2021" , sagte Höttges.

Telekom: ADSL wird VDSL

Auch im teilweise kupferbasierten Netz gibt es Fortschritte. Finanzchef Christian P. Illek erklärte: "Um rund 566.000 stieg die Zahl der Supervectoring-Anschlüsse gegenüber dem Stand zum Ende des dritten Quartals 2021 auf jetzt 1,65 Millionen. Das ist ein Zuwachs von 52 Prozent zum Stichtag 30. September 2022." Die Telekom habe 1,6 Millionen Kunden bei Super Vectoring.

Rund 700.000 Anschlüsse migrierte die Telekom von ADSL auf VDSL. "Das bedeutet eine bessere Kundenerfahrung und ist für Kunden kostenlos. Im vierten Quartal ist geplant, rund 300.000 weitere Anschlüsse von ADSL auf VDSL umzustellen" , erklärte Illek. Diese große Umstellung hat die Telekom bisher noch nicht breit(öffnet im neuen Fenster) bekannt gegeben. Viele Kunden könnten damit eine höhere Datenrate buchen.

Die Gegenstelle des ADSL-Modems steht in der Vermittlungsstelle. Bei VDSL und Vectoring rückt die Gegenstelle in den Verteilerkasten im MFG (Multifunktionsgehäuse) an der Straße. Dadurch verkürzt sich die Kupferstrecke leicht. "Durch die Umschaltung kann zunehmend Technik in den Vermittlungsstellen abgeschaltet werden, was zur Energieeinsparung beiträgt. Bei VDSL werden die Daten zudem über ein breiteres Frequenzband von 17 MHz, statt 2,2 MHz bei ADSL verteilt" , erklärte die Telekom in ihrem Hilfeforum.


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