Tim Höttges: Telekom-Chef ruft nach staatlicher Glasfaser-Nutzung
Der Deutsche-Telekom-Vorstandsvorsitzende Tim Höttges hat die schwache Nachfrage nach Glasfaser beklagt und eine staatliche Nutzung gefordert. "Mangelnder Glasfaserausbau wird vielerorts beklagt. Aber wenn die Glasfaser da liegt, buchen die Leute die Tarife nur sehr verhalten" , sagte er am 13. November 2025(öffnet im neuen Fenster) .
Die gesamte Branche habe das Problem der verhaltenen Nachfrage, betonte er. "Helfen würde es uns etwa, wenn der Staat als Nutzer Glasfaser verbindlich verwenden würde. Aber auch als Gesetzgeber könnte uns der Staat unter die Arme greifen: zum Beispiel indem Vollausbau in Mehrfamilienhäusern per Gesetz ermöglicht würde. Oder indem Genehmigungen schneller kommen" , so Höttges.
Tatsächlich erhalten Haushalte in Mehrfamilienhäusern häufig keine Glasfaser-Verkabelung im Gebäudeinneren, weil Hauseigentümer einen rechtlich umstrittenen Vertrag mit einem TV-Kabelnetzbetreiber haben. Der Ruf nach einem staatlichen Eingriff bei der Nachfrage von Höttges verwundert. Der Topmanager ist bekannt für seine Wutreden gegen jede staatliche Regulierung . Ein bisheriger Höhepunkt: "Was Europa braucht, ist ein Doge" , sagte er am 3. März 2025 auf einer Podiumsdiskussion auf dem Branchengipfel des Mobile World Congress in Barcelona.
Relativ starke Steigerung auf niedriger Grundlage
Die Zahl der neuen Kunden, die einen FTTH-Anschluss nutzen, konnte die Telekom im dritten Quartal 2025 um 155.000 erhöhen – ein Quartalsrekord. Finanzchef Christian P. Illek erklärte: "Der Anteil der Kunden, die einen durchgehenden Glasfaser-Anschluss nutzen, stieg dadurch auf 16,1 Prozent per Ende September 2025 gegenüber 14,6 Prozent ein Jahr zuvor. Der Bestand an Kunden, die einen durchgehenden FTTH-Anschluss nutzen, erhöhte sich im Jahresvergleich um 41 Prozent auf 1,9 Millionen."
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