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Tim Höttges: Telekom bereitet sich auf Bewerbung für KI-Gigafactory vor

Telekom-Chef Tim Höttges verhandelt um massive Subventionen und staatliche Energierabatte. Es geht um das Aufteilen öffentlicher Fördergelder.
/ Achim Sawall
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Deutsche-Telekom-Chef Tim Höttges auf der DigitalX 2026 in Köln (Bild: Deutsche Telekom)
Deutsche-Telekom-Chef Tim Höttges auf der DigitalX 2026 in Köln Bild: Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom wird sich wohl an der Ausschreibung der EU für eine KI-Gigafactory beteiligen. "Wir arbeiten daran, eine Milliardeninvestition zu machen im Rahmen der europäischen Ausschreibung für eine Gigafactory", sagte(öffnet im neuen Fenster) Konzernchef Tim Höttges am 8. September 2026 auf der Telekom-Hausmesse DigitalX in Köln. Die Telekom wäre bei passenden Rahmenbedingungen bereit, in Deutschland die Infrastruktur bereitzustellen.

Damit sind EU-Subventionen und garantierte Energiepreise gemeint. Die immensen Investitionsrisiken und Infrastrukturkosten sollen über Subventionen, Steuererleichterungen und staatlich garantierte Rabatte auf die Allgemeinheit abgewälzt werden. Die Profite aus der KI-Wertschöpfung verbleiben hingegen privat bei den Aktionären der Telekom.

Es werde "intensivst an dieser Ausschreibung und an dieser Bewerbung" gearbeitet, betonte Höttges. Die Bewerbungsfrist laufe am 12. November 2026 ab.

Höttges: "KI ist das größte Geschenk"

Höttges nannte KI "das größte Geschenk". Deutschland und Europa könnten so Softwarenachteile aufholen, die Produktivität erhöhen, Arbeitsabläufe neu organisieren und Kosten reduzieren. Menschen seien dabei weiterhin wichtig. "Ich bin der größte Optimist für KI, der hier auf dieser Messe herumläuft – das ist nicht nur Managementgelaber", sagte er.

75.000 bis 100.000 KI-Beschleuniger

Die Planung der EU sieht bis zu fünf solcher Rechenzentren in Europa vor und fördert bis zu 35 Prozent der geschätzten Kosten in Höhe von drei bis fünf Milliarden Euro. Die Investitionen beziffert die EU-Kommission auf drei bis fünf Milliarden Euro pro Rechenzentrum. Experten gehen allerdings von einem höheren Investitionsbedarf aus. Die EU fordert den Einsatz von mindestens 75.000 bis 100.000 KI-Beschleunigern wie Nvidia H100/B200 pro Standort in der Ausbaustufe.

Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung ist festgehalten, dass Deutschland Standort für mindestens eines der geplanten KI-Zentren sein soll.

"Digitale Souveränität heißt nicht Deutschtum, sondern: Kontrolle über Daten, Prozesse und die Nutzung von Technologien. Das müssen wir wieder in die Hand bekommen", betonte Höttges weiter.


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