Tim Cook: Apple traf geheime Absprache mit chinesischer Regierung

Tim Cook soll 2016 in China für Apple lobbyiert haben - der Deal soll 275 Milliarden US-Dollar wert sein. Öffentlich gemacht wurde die Absprache nicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Apple-Chef Tim Cook
Apple-Chef Tim Cook (Bild: Mario Tama/Getty Images)

Das US-Unternehmen Apple soll auf Betreiben seines CEO Tim Cook im Jahr 2016 eine auf fünf Jahre angelegte geheime Absprache mit der chinesischen Regierung getroffen haben. Wie Apple Insider unter Berufung auf The Information berichtet, soll Tim Cook persönlich für Apple lobbyiert haben.

Stellenmarkt
  1. Incident Handler (w/m/d) für den Bereich CERT-Bund, Vorfallsbearbeitung und Verbindungsstelle ... (m/w/d)
    Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Bonn
  2. IT- Systemadministrator (m/w/d)
    Armaturenfabrik Franz Schneider GmbH + Co. KG, Nordheim
Detailsuche

2016 trat die chinesische Regierung gegenüber Apple misstrauisch auf, weshalb das Unternehmen offenbar versuchte, sie von einer Zusammenarbeit zu überzeugen. Apple sah China als einen der stärksten Wachstumsmärkte weltweit, entsprechend interessiert war man an einem Deal.

Tim Cook soll die Vereinbarung 2016 persönlich unterzeichnet haben. Apple versprach China Investitionen, die Regierung hingegen sah daraufhin offenbar von regulatorischen Maßnahmen ab. Unter anderem soll Apple Investitionen in die Wirtschaft und in die technologische Infrastruktur versprochen haben sowie die Ausbildung von Arbeitskräften. Insgesamt soll das auf fünf Jahre ausgelegte Abkommen einen Wert von 275 Milliarden US-Dollar gehabt haben.

Apple hat Investitionen versprochen

Apple soll unter anderem versprochen haben, die Anzahl der chinesischen Zulieferer für seine Produkte zu erhöhen. Apple lässt in der VR China unter anderem vom taiwanischen Unternehmen Foxconn seine Geräte fertigen. Auch eine engere Zusammenarbeit mit chinesischen Unternehmen sei Teil der Abmachung gewesen. Bei allen Aktionen war Apple verpflichtet, sich an die chinesischen Gesetze und Regulatorien zu halten.

Golem Akademie
  1. PowerShell Praxisworkshop: virtueller Vier-Tage-Workshop
    21.–24. Februar 2022, virtuell
  2. Scrum Product Owner: Vorbereitung auf den PSPO I (Scrum.org): virtueller Zwei-Tage-Workshop
    3.–4. März 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Bislang war von der Absprache nichts bekannt gewesen, sowohl Apple als auch die chinesische Regierung haben sie geheim gehalten. Apple wollte durch die Geheimhaltung wahrscheinlich den Eindruck vermeiden, dass sich das Unternehmen der chinesischen Regierung anbiedere.

Die Aufgaben der chinesischen Regierung werden in der Absprache recht vage beschrieben: China solle "die notwendige Unterstützung und Hilfe" geben. Falls keine der beiden Parteien widersprochen hat, sollte sich das Abkommen automatisch um ein Jahr bis Mai 2022 verlängert haben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Fold 08. Dez 2021 / Themenstart

Ansiedelung von großen Unternehmen sind seit jeher verbunden mit politischen Absprachen...

Trollversteher 08. Dez 2021 / Themenstart

Ach was, neulich erst eine Doku über Chinas gruseligen wachsenden Einfluß in der...

Trollversteher 08. Dez 2021 / Themenstart

Ja, leider - das kritisiere ich schon länger an *allen* US Tech-Unternehmen, denn Google...

Trollversteher 08. Dez 2021 / Themenstart

Ach so, ich hatte das umgekehrt verstanden, ich dachte Du verteidigst China hier... Das...

Trollversteher 08. Dez 2021 / Themenstart

Das stimmt natürlich, ist allerdings wieder ein anderer "Schnack". Das bestreite ich nicht.

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Radeon RX 6500 XT im Test
Die Flaschenhals-Grafikkarte

Knapp bemessen: Die Radeon RX 6500 XT taugt zwar für 1080p-Gaming, aber nur wenn bei den Grafikeinstellungen sehr genau hingeschaut wird.
Ein Test von Marc Sauter

Radeon RX 6500 XT im Test: Die Flaschenhals-Grafikkarte
Artikel
  1. Activision Blizzard: Was passiert mit Call of Duty, Diablo und Xbox Game Pass?
    Activision Blizzard
    Was passiert mit Call of Duty, Diablo und Xbox Game Pass?

    Playstation als Verlierer und Exklusivspiele für den Xbox Game Pass: Golem.de über die bislang größte Übernahme durch Microsoft.
    Eine Analyse von Peter Steinlechner

  2. Autonome Schifffahrt: Mitsubishi lässt Fähre in Japan autonom fahren
    Autonome Schifffahrt
    Mitsubishi lässt Fähre in Japan autonom fahren

    Nach gut einem halben Jahr Training ist in Japan erstmals ein Schiff vollautonom gefahren.

  3. Corona-Warn-App: Jede geteilte Warnung kostete 100 Euro
    Corona-Warn-App
    Jede geteilte Warnung kostete 100 Euro

    Die Bundesregierung hat für die Corona-Warn-App bisher mehr als 130 Millionen Euro ausgegeben. Derzeit gibt es besonders viele rote Warnungen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG OLED 55" 120Hz 999€ • MindStar (u.a. NZXT WaKü 129€, GTX 1660 499€) • Seagate Firecuda 530 1TB inkl. Kühlkörper + 20€ PSN-Guthaben 189,90€ • Sony Pulse 3D Wireless PS5 Headset 79,99€ • Samsung 16GB DDR5-4800 199€ • Huawei MateBook 16,1" 16GB 512GB SSD 709€ [Werbung]
    •  /