• IT-Karriere:
  • Services:

Tim Cook: Apple macht die iPhone-Drosselung abschaltbar

Apple gibt dem öffentlichen Druck nach und wird die iPhone-Drosselung abschaltbar machen. Als einziger Hersteller von Smartphones hat Apple keine Lösung dafür, dass ein iPhone mit einem älteren Akku dann auch mal unvermittelt ausgehen kann.

Artikel veröffentlicht am ,
Apple-Chef Tim Cook hat iOS-Update mit abschaltbarer Prozessordrosselung angekündigt
Apple-Chef Tim Cook hat iOS-Update mit abschaltbarer Prozessordrosselung angekündigt (Bild: AFP/Getty Images)

Apple lenkt ein und will mit dem nächsten iOS-Update dem Kunden die Wahl überlassen, ob der Prozessor im iPhone künstlich gedrosselt wird. Das gab Apple-Chef Tim Cook im Interview mit dem US-Fernsehsender ABC bekannt. Bisher wollte Apple seine Kunden mit einem künftigen iOS-Update lediglich informieren, wenn das iPhone gedrosselt wird. Eine Deaktivierung der Drosselung war nicht geplant. Derzeit wird erwartet, dass das betreffende iOS-Update im März 2018 erscheinen könnte.

Cook rät zur iPhone-Drosselung

Stellenmarkt
  1. Deutsche Rentenversicherung Bund, Berlin
  2. über duerenhoff GmbH, Deggendorf

Cook empfiehlt allerdings, die iPhone-Drosselung nicht abzuschalten. Wenn der Prozessor im iPhone nicht gedrosselt werde, steige die Gefahr, dass sich das Smartphone unvermittelt abschalte. Diese Probleme sollen bei extremen Temperaturen und älteren Akkus auftreten. Die großen Smartphone-Hersteller aus dem Android-Lager gaben an, dass sie ihre Geräte nicht drosselten, nur weil der Akku etwas älter ist. Es ist nicht bekannt, dass sich deswegen ältere Android-Geräte einfach abschalteten.

Apple begründete die iPhone-Drosselung damit, dass so ungewünschte Geräteneustarts verhindert werden sollten. Es bleibt allerdings unklar, warum dies nur durch eine Drosselung der Prozessorleistung gelöst werden können soll. Apple hatte über ein Jahr lang geheim gehalten, dass verkaufte Geräte künstlich verlangsamt würden, wenn der Hersteller einen zu alten Akku bemerke. Nach welchen Kriterien Apple einen Akku als zu alt klassifiziert, ist weiterhin nicht bekannt.

Sammelklagen gegen Apple

Erst durch Ergebnisse von Geekbench wurde das Vorgehen Apples aufgedeckt. Und erst als die Beweislage eindeutig war, räumte Apple ein, die iPhone-Drosselung schon länger durchzuführen. Nachdem erste Sammelklagen in den USA eingereicht worden waren, reagierte Apple mit einer Entschuldigung. Eine künstliche Drosselung der Prozessorgeschwindigkeit wurde 2016 beim iPhone 6, iPhone 6s und iPhone SE eingeführt. Mittlerweile ist sie auch für das iPhone 7 aktiviert worden.

In den USA wurden bereits mehrere Sammelklagen eingereicht. Allein eine Sammelklage fordert von Apple eine Rekordsumme von 999 Milliarden US-Dollar. Begründet wird die Summe damit, dass iPhone-Besitzer von Apple bewusst getäuscht worden seien, und Kunden daher neue Modelle gekauft hätten, ohne dass dies notwendig gewesen wäre.

Justiz in Frankreich ermittelt gegen Apple

In Frankreich laufen Ermittlungen gegen Apple wegen des Verdachts der Täuschung und der geplanten Veralterung von Geräten. Dort gilt seit 2015 ein Gesetz gegen geplante Obsoleszenz. Unter geplanter Obsoleszenz wird verstanden, dass Unternehmen die Betriebsdauer von Produkten gezielt verringern, ohne dies bekanntzumachen. Das Gesetz sieht eine Höchststrafe von zwei Jahren Freiheitsstrafe und bis zu 300.000 Euro Geldstrafe und fünf Prozent des Jahresumsatzes des Unternehmens vor. Apple sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt, dass die Verlangsamung älterer Geräte dazu gedacht gewesen sei, Apple-Kunden zum Kauf eines neuen Modells zu bewegen.

US-Senator wartet auf Antworten

In den USA muss Apple bis zum 23. Januar 2018 die Fragen von Senator John Thune beantworten, der im US-Handelsausschuss sitzt. Es ist nicht bekannt, ob Apple bereits geantwortet hat. Unter anderem will Thune wissen, wie Apple mit Kundenbeschwerden zu einem langsamen iPhone umgegangen sei. Außerdem erkundigt er sich, ob Kunden, die den Akku im iPhone aufgrund der Drosselung ausgetauscht und den vollen Preis bezahlt hatten, nachträglich ein Rabatt angeboten wurde. Apple reduzierte den Preis für den Akkutausch kürzlich von 90 auf 30 Euro - sofern der Akkutausch mit der reduzierten Prozessorleistung in Zusammenhang steht. Dabei obliegt Apple die Entscheidung darüber, ob der Rabatt gewährt wird oder nicht. Der reduzierte Preis soll aber nur bis zum Dezember 2018 gelten.

Thune geht in dem Brief auf die Kritik ein, dass Apple weiterhin Geld für den Akkutausch verlange. Einige Kunden hätten kritisiert, dass kein kostenloser Akkutausch von Apple angeboten worden sei. Zudem äußert er sich zur Kritik vieler Kunden, die eine mangelnde Transparenz Apples in der Angelegenheit beklagen. Er will außerdem wissen, ob Apple seine Kunden informiert habe, dass das betreffende Softwareupdate den Prozessor verlangsame.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-67%) 9,99€
  2. 37,49€
  3. (-43%) 15,99€
  4. 3,99€

Bapu65 26. Jan 2018

Nicht nur die Betteriegeschichte nervt: Habe ein IPhone 6 aber weil in einem Land gekauft...

Wurschtsalat 25. Jan 2018

Und noch ein Nachtrag: Dass Apple das Ganze gemacht hat, um Leute zum Neukauf zu bewegen...

metal1ty 22. Jan 2018

Frauentausch 2.0 ? Dann ist dies die falsche Plattform.

hhf1 21. Jan 2018

Ich habe noch ein LG G4. Mich stört es nicht, wenn der Akku mal schwächelt. Durch die...

Marius428 21. Jan 2018

Dann ist es aber offensichtlich, dass es kaputt ist. Dann können Sie es reparieren lassen...


Folgen Sie uns
       


Razer Blade Stealth 13 - Test

Dass ein Gaming-Notebook kompakt sein kann und auch als Arbeitsnotebook fürs Schreiben taugt, haben wir eher weniger erwartet. Das Razer Blade Stealth 13 zeigt, dass dies trotzdem möglich ist.

Razer Blade Stealth 13 - Test Video aufrufen
Holo-Monitor angeschaut: Looking Glass' 8K-Monitor erzeugt Holo-Bild
Holo-Monitor angeschaut
Looking Glass' 8K-Monitor erzeugt Holo-Bild

CES 2020 Mit seinem neuen 8K-Monitor hat Looking Glass Factory eine Möglichkeit geschaffen, ohne zusätzliche Hardware 3D-Material zu betrachten. Die holographische Projektion wird in einem Glaskubus erzeugt und sieht beeindruckend realistisch aus.
Von Tobias Költzsch und Martin Wolf

  1. UHD Alliance Fernseher mit Filmmaker-Modus kommen noch 2020
  2. Concept One ausprobiert Oneplus lässt die Kameras verschwinden
  3. Alienware Concept Ufo im Hands on Die Switch für Erwachsene

Europäische Netzpolitik: Die Rückkehr des Axel Voss
Europäische Netzpolitik
Die Rückkehr des Axel Voss

Elektronische Beweismittel, Nutzertracking, Terrorinhalte: In der EU stehen in diesem Jahr wichtige netzpolitische Entscheidungen an. Auch Axel Voss will wieder mitmischen. Und wird Ursula von der Leyen mit dem "Digitale-Dienste-Gesetz" wieder zu "Zensursula"?
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Mitgliederentscheid Netzpolitikerin Esken wird SPD-Chefin
  2. Nach schwerer Krankheit FDP-Netzpolitiker Jimmy Schulz gestorben

Fitnesstracker im Test: Aldi sportlich abgeschlagen hinter Honor und Mi Band 4
Fitnesstracker im Test
Aldi sportlich abgeschlagen hinter Honor und Mi Band 4

Alle kosten um die 30 Euro, haben ähnliche Funktionen - trotzdem gibt es bei aktuellen Fitnesstrackern von Aldi, Honor und Xiaomi spürbare Unterschiede. Als größte Stärke des Geräts von Aldi empfanden wir kurioserweise eine technische Schwäche.
Von Peter Steinlechner

  1. Wearable Acer und Vatikan präsentieren smarten Rosenkranz
  2. Apple Watch Series 5 im Test Endlich richtungsweisend
  3. Suunto 5 Sportuhr mit schlauem Akku vorgestellt

    •  /