Tiktok-Übernahme: USA drohen mit Totalverbot chinesischer Apps

Nun stört sich die US-Regierung auch an Apps mit Gesichtserkennung aus China. Am besten sollten gar keine chinesischen Apps genutzt werden.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Der Streit um Tiktok könnte sich auf alle chinesische Apps ausweiten.
Der Streit um Tiktok könnte sich auf alle chinesische Apps ausweiten. (Bild: Oriental Image/Reuters)

Die US-Regierung hat ihre Attacken auf Internet-Apps aus China ausgeweitet. Außenminister Mike Pompeo warf Chinas Regierung am Montag vor, sich in den Besitz von Daten bringen zu wollen, die eine Gesichtserkennung von Millionen von US-Amerikanern ermöglichten. Handelsminister Peter Navarro kündigte an, dass neben der Video-App Tiktok weitere Smartphone-Anwendungen aus China vom heimischen Markt ferngehalten werden sollten.

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"Es ist entscheidend, dass dieses Land keine Apps nutzt, die in China entwickelt sind", sagte Navarro dem Fernsehsender Fox Business Network. Dies gelte für Tiktok und den Chat-Dienst Wechat ebenso wie für weitere Apps.

Die US-Regierung werde alles tun, um die Kommunistische Partei Chinas daran zu hindern, an "Adressen, Namen, Gesundheitsinformationen und Datensätze für die Gesichtserkennung" von US-Bürgern zu gelangen, sagte Pompeo in einem vom US-Außenministerium verbreiteten Interview des Radiosenders WMAL-FM. "Wir werden der Kommunistischen Partei Chinas verbieten, die Informationen zu stehlen - Ihre Informationen, meine, die Ihrer Kinder, wer auch immer Tiktok nutzt." Es gehe US-Präsident Donald Trump nicht darum, irgendeinem Unternehmen zu schaden oder den Zugang zu sozialen Netzwerken zu behindern, sondern allein um den Schutz der nationalen Sicherheit.

Trump hatte Anfang August unter Verweis auf die Datensicherheit Geschäfte von US- Unternehmen mit Tiktok untersagt, den Vollzug der Verfügung allerdings bis Mitte September 2020 ausgesetzt. Wenn sie greifen sollte, würde das wohl das Ende der App in den USA bedeuten.

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Einige Tage später ordnete Trump zudem an, dass Bytedance sich binnen drei Monaten von allen Daten von Nutzern in den Vereinigten Staaten trennen müsse. Auch dürfe Bytedance in den USA danach kein Eigentum mehr besitzen, das für den Betrieb von Tiktok genutzt werde. Tiktok hat die Vorwürfe in einer Klage vom 24. August 2020 gegen die Präsidentenerlasse Trumps zurückgewiesen.

Microsoft und Walmart wollen Tiktok kaufen

Nach Informationen des Senders CNBC vom Montag hat Tiktok einen Bieter für seine Geschäfte in den USA, Australien und Neuseeland gefunden und könnte in dieser Woche eine entsprechende Mitteilung machen. Der Verkaufspreis könnte zwischen 20 und 30 Milliarden US-Dollar liegen.

Aktuell verhandelt der Software-Konzern Microsoft über den Kauf des Tiktok-Geschäfts in den USA, Kanada, Australien und Neuseeland. Die Supermarkt-Kette Walmart will dabei auch im Boot sein. Zugleich ist laut Medienberichten auch eine Gruppe von Startup-Investoren zusammen mit dem Software-Konzern Oracle im Rennen.

Allerdings könnte der Tiktok-Verkauf von Export-Einschränkungen der chinesischen Regierung erschwert werden. Den neuen Regeln gemäß dürfen unter anderem "Push-Service-Technologie für personalisierte Informationen auf Basis von Datenanalyse" und "KI-basierte interaktive Schnittstellentechnologie" nur mit einer Erlaubnis der Regierung ins Ausland verkauft werden.

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Christian72D 01. Sep 2020

Wenn das so bleibt, und Trump noch so lange an der Macht, wird TT halt in den USA...

lincoln33T 01. Sep 2020

Die Amis machen das schon richtig. Die Kommunisten in China erlauben ja auch nur Ihre...

alphaorb 01. Sep 2020

https://t3n.de/news/weit-mehr-nur-clipboard-diese-1296179/

ixiion 01. Sep 2020

Das entsperren mit Fingerabdruck oder Kennwortmuster war ja soo unpraktisch...



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