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Tiger Lake H35: Intels Notebook-Quadcores laufen mit 5 GHz

CES 2021
Lückenbüßer, bis die Octacores kommen: Mit hochtaktenden 10-nm-Vierkernern will Intel die Ryzen-APUs in Schach halten.
/ Marc Sauter
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Tiger Lake H (Bild: Intel)
Tiger Lake H Bild: Intel

Intel hat die Tiger Lake H35 vorgestellt: Dahinter verbergen sich 10-nm-Quadcore-Prozessoren für Laptops, die für 35 Watt thermische Verlustleistung ausgelegt sind. Intel geht sogar so weit, gleich von einer neuen Klasse zu sprechen – schnelle Notebooks mit 14 Zoll, die auch über dedizierte Grafikeinheiten verfügen.

Entsprechende Modelle gibt es bereits, allerdings sind Laptops wie das Asus Zephyrus G14 (Test) mit einem 35-Watt-Renoir-Chip von AMD ausgestattet. Die Tiger Lake H35 sind die Intel-Pendants dazu, wobei sie sich technisch nicht von den bisherigen Tiger Lake Y/U für Ultrabooks unterscheiden; selbst das zugrunde liegende Stepping ist identisch.

Während Chips wie der Core i7-1185G7 (Test) jedoch nominell für 15 Watt ausgelegt sind und sich per cTPD auf 28 Watt einstellen lassen, treten die TGL-H35 direkt mit 35 Watt an. Wie üblich ist diese thermische Verlustleitung gleichbedeutend mit dem sogenannten PL1, also dem Power-Limit für längere Last, kurzfristig (PL2) dürfen die Chips deutlich mehr nutzen.

Spezifikationen von Tiger Lake H35
Kerne Basis Turbo L3-Cache iGPU Speicher TDP
Core i7-11390H 4 + SMT 2,9 / 3,4 GHz 5,0 GHz 12 MByte Iris Xe (96 EUs @ 1,40 GHz) LPDDR4X-4266 / DDR4-3200 28-35 Watt
Core i7-11375H 4 + SMT 3,0 / 3,3 GHz 5,0 GHz 12 MByte Iris Xe (96 EUs @ 1,35 GHz) LPDDR4X-4266 / DDR4-3200 28-35 Watt
Core i7-11370H 4 + SMT 3,0 / 3,3 GHz 4,8 GHz 8 MByte Iris Xe (96 EUs @ 1,35 GHz) LPDDR4X-4266 / DDR4-3200 28-35 Watt
Core i7-11320H 4 + SMT 2,5 / 3,2 GHz 4,5 GHz 8 MByte Iris Xe (96 EUs @ 1,35 GHz) LPDDR4X-4266 / DDR4-3200 28-35 Watt
Core i7-11300H 4 + SMT 2,6 / 3,1 GHz 4,4 GHz 8 MByte Iris Xe (80 EUs @ 1,30 GHz) LPDDR4X-4266 / DDR4-3200 28-35 Watt

Verglichen zu AMDs Ryzen 4000HS sieht Intel die Tiger Lake H35 wie den Core i7-11375H bei Singlethread-Workloads deutlich in Front, auf Multithreading-Vergleiche verzichtet der Hersteller aber, da die 10th Gen alias Comet Lake H und Renoir alias Ryzen 4000HS mit acht statt vier über doppelt so viele Kerne verfügen.

Ohnehin stellen die Tiger Lake H35 einen Lückenbüßer dar, weil Intel aufgrund der 10-nm-Fertigung hinter dem Zeitplan ist: Erst im zweiten Quartal 2021 sollen die Tiger Lake H45 erscheinen, hier gibt es dann acht Kerne mit bis zu 5 GHz und auch 20 PCIe-Gen4-Lanes. Die positioniert Intel gegen AMD Ryzen 5000H (Cezanne), welche bereits die Zen-3-Technik nutzen, also 20 Prozent flotter sein dürften als die AMD Ryzen 4000H.


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