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Der Turm schwingt

2021 soll, so ist der Plan, der Multi zertifiziert sein. Dann erst darf überhaupt eingestiegen werden - bisher dürfen nur Sensoren und Gewichte mit dem Multi fahren. Bis dahin bleibt den Thyssen-Krupp-Ingenieuren noch einige Zeit, um in ihrem Turm den Multi, aber auch andere Aufzüge zu testen. Von den zwölf Schächten sind neun einzig dafür gedacht. Sie sind mit Ankerschienen ausgestattet, an die die jeweilige Aufzugtechnik anmontiert werden kann.

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Aktuell werden derzeit neben dem Multi noch die kommende Ausbaustufe des Zwei-Kabinen-Aufzugs Twin sowie ein weiterer Aufzug getestet. Auf dem Plan steht zudem ein Schnellläufer. Das ist ein Fahrstuhl, der aufwärts mit einer Geschwindigkeit von 15 Metern pro Sekunde fahren soll. Das ist schon ordentlich: In dem Panoramaaufzug, der uns mit 8 Metern pro Sekunde in weniger als einer Minute auf die Aussichtsplattform gebracht hat, bekamen wir schon ordentlich Druck auf die Ohren.

Getestet wird aber nicht nur die Fahrt nach oben. In einem weiteren Schacht, über den auch die Motoren für neue Aufzugsysteme in den Maschinenraum transportiert werden, testen die Thyssen-Krupp-Ingenieure Bremssysteme: Aus einer Höhe von 100 Metern lassen sie bis zu 40 Tonnen Gewicht fallen, um sie zum Halten zu bringen - und das möglichst sanft, sagt Fetzer. "Es ist gar nicht die Herausforderung, einen möglichst kurzen Bremsweg zu haben, sondern den Bremsweg so zu haben, dass er für die Personen, die sich im Fahrkorb befinden, sehr angenehm ist."

Schließlich bietet der Turm noch die Möglichkeit zu testen, wie sich Aufzüge verhalten, wenn der Turm im Sturm schwankt. Dafür müssen Fetzer und seine Kollegen aber nicht auf schlechtes Wetter warten. Sie erzeugen die Schwingungen einfach selbst, und das paradoxerweise genau mit dem System, das die Schwingungen ausgleichen soll.

Wie viele hohe Gebäude hat auch der 246 Meter hohe Aufzugsturm einen Schwingungstilger. Der besteht aus insgesamt 240 Tonnen schweren Betonelementen, die an Stahlseilen hängen und die Schwingungen des Turms ausgleichen, indem sie die Energie in Zylinder, sogenannte Dämpfungstöpfe, leiten. Die sind mit einer Flüssigkeit gefüllt, die die eingeleitete Energie absorbiert.

Zusätzlich ist der Schwingungsdämpfer noch mit zwei Linearmotoren ausgestattet, die die Betongewichte in der x- und der y-Richtung beschleunigen. "Sprich: Wenn wir keinen Sturm haben und etwas testen wollen, können wir den Turm aktiv anregen", sagt Fetzer. Das sei einzigartig.

Wer den Ausblick selbst genießen will: Die Aussichtsplattform - die übrigens auf Anregung der Gemeinde Rottweil eingebaut wurde - ist jeweils freitags, an Wochenenden und Feiertagen für Besucher geöffnet. Bei schönem Wetter ist es ratsam, eine Karte vorzubestellen, denn der Blick in die Ferne ist beliebt. Seit Eröffnung im Oktober 2017 waren schon über 200.000 Besucher dort.

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plutoniumsulfat 19. Mär 2019

Die Kabine hängt doch an einer Drehscheibe. Ich denke mal, es dürfte hier kniffliger...

nehana 19. Mär 2019

Genau. Das Ding ist so brutal teuer, dass es ohnehin nur für sehr wenige Luxus-Hochhäuser...

chefin 18. Mär 2019

Aktuell beim Prototypen ist es so, das nur zwei seitliche Schächte existieren. In Zukunft...

chefin 18. Mär 2019

Nein, Paternoster haben ihre Kabinen zu einer Kette zusammengebaut. Eher wie ein...

Anonymer Nutzer 18. Mär 2019

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