Thyssen Krupp: Fahrstuhl bekommt Transrapid-Antrieb

Thyssen Krupp kappt das Seil: Der Aufzug der Zukunft kommt ohne aus. Er bekommt einen eigenen Antrieb, mit dem er auch seitwärts fahren kann - und rasend schnell.

Artikel veröffentlicht am ,
Aufzugsystem Multi: 15 bis 30 Sekunden Wartezeit
Aufzugsystem Multi: 15 bis 30 Sekunden Wartezeit (Bild: Thyssen Krupp)

Nicht nur auf- und abwärts, sondern auch seitwärts kann sich ein neuartiger Fahrstuhl bewegen: Der deutsche Konzern Thyssen Krupp hat einen Lift entwickelt, der ohne Seil auskommt. Das eröffnet neue Möglichkeiten in der Gebäudetechnik.

Stellenmarkt
  1. Principal Data Engineer (m/f/d)
    über experteer GmbH, München
  2. Release Manager Digital Services (m/w/d)
    ALDI International Services GmbH & Co. oHG, Mülheim an der Ruhr
Detailsuche

Der Aufzug, der die Bezeichnung Multi trägt, wird nicht mehr an einem Seil hängen. Thyssen Krupp will ihn mit einem Linearantrieb ausstatten. Der Aufzug kann sich dann mit eigener Kraft im Schacht bewegen. Das hat einige Vorteile. So können sich in einem Schacht beispielsweise mehrere Fahrstühle unabhängig voneinander bewegen.

Damit sie sich dabei nicht in die Quere kommen, können sie ausweichen: Der losgelöste Fahrstuhl kann sich nämlich nicht nur senkrecht, sondern auch waagerecht bewegen. Der Architekt kann in ein Gebäude also auch seitlich verlaufende Schächte einbauen, die eine Kabine befahren kann. Das ermöglicht auch neue Baukonzepte - etwa Häuser mit seitlichen Auslegern.

Weniger Fahrstuhl, mehr Platz

Außerdem lasse sich auf diese Weise gleichzeitig die Beförderungskapazität in einem Schacht erhöhen und der Platzbedarf des Aufzugs in einem Gebäude verringern, erklärt Thyssen Krupp. Durch den geringeren Platzbedarf wiederum vergrößere sich die Nutz- oder Wohnfläche eines Gebäudes. Es stünden dadurch bis zu 25 Prozent mehr Fläche zur Verfügung.

  • Der Fahrstuhl ohne Seil - Planung in einer Cave (Bild: Thyssen Krupp)
  • In einem umlaufenden Schacht können mehrere Kabinen unterwegs sein. (Bild: Thyssen Krupp)
  • Der Testturm in Rottweil wird das erste Gebäude mit dem neuen Aufzug. Es soll 2016 fertig sein. (Bild: Thyssen Krupp)
Der Fahrstuhl ohne Seil - Planung in einer Cave (Bild: Thyssen Krupp)
Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Den Antrieb hat der Konzern nicht für den Fahrstuhl neu entwickelt: Er ist vom Transrapid übernommen, der Magnetschwebebahn, an der Thyssen Krupp beteiligt ist. Bei einem solchen Linearmotor wird im Fahrweg ein elektromagnetisches Feld erzeugt, das die Strecke entlangwandert und das Fahrzeug - ein Zug oder eine Liftkabine - mit sich zieht.

Ein Fahrstuhl für sehr hohe Gebäude

Der Aufzug soll bis zu 18 Kilometer pro Stunde schnell sein. Die Bewohner eines Hauses sollen dadurch nur 15 bis 30 Sekunden auf den Aufzug warten müssen. Das System sei besonders gut geeignet für Gebäude ab einer Höhe von 300 Metern, sagt der Hersteller.

Der erste Transrapid-Aufzug soll im übernächsten Jahr verkehren. Erster Einsatzort wird ein Hochhaus in Rottweil bei Freiburg in Baden-Württemberg. Das Gebäude soll Ende 2016 fertiggestellt werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Neuro-Chef 28. Dez 2014

Bleibt zu hoffen, dass man bei diesem Fahrstuhlschacht auf die Magma-Füllung mit der...

Neuro-Chef 28. Dez 2014

(ich hasse es, alte Tabs aufzuräumen ;-)

freddypad 05. Dez 2014

Ich hab nen recht großen Tiefkühler. Wenn ich da die Superfrost Funktion einschalte und...

Ach 02. Dez 2014

Hmm, dem Mehrverbrauch könnte man begegnen, indem man den Magneten so anordnet, dass er...

Alashazz 02. Dez 2014

mit dem (Auf)Zug?.. .:D



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bundestagswahl
Bitte nicht in Jamaika landen!

Ampel oder Jamaika: Grüne und FDP müssen sich nach der Bundestagswahl für eine der beiden Koalitionsoptionen entscheiden. Das sollte ihnen leichtfallen.
Ein IMHO von Friedhelm Greis

Bundestagswahl: Bitte nicht in Jamaika landen!
Artikel
  1. Chrome: Google soll Probleme mit Inkognito-Modus ignoriert haben
    Chrome
    Google soll Probleme mit Inkognito-Modus ignoriert haben

    Google verfolgt Chrome-Nutzer angeblich auch im Inkognito-Modus. Gerichtsdokumente zeigen, dass Google die Probleme offenbar bewusst waren.

  2. Bluetooth-Lautsprecher LSPX-S3 im Test: Sonys Glaskolben-Lampe rockt
    Bluetooth-Lautsprecher LSPX-S3 im Test
    Sonys Glaskolben-Lampe rockt

    Sonys neuer Bluetooth-Lautsprecher unterstützt Musik mit stimmungsvoller Beleuchtung - ein ungewöhnliches Gerät mit nur wenigen Schwächen.
    Ein Test von Ingo Pakalski

  3. Aufbauspiel: Anno 1800 macht die Fußgängerzonen schön
    Aufbauspiel
    Anno 1800 macht die Fußgängerzonen schön

    Kanalsysteme und Seen: Eine kommende Erweiterung für Anno 1800 hübscht die Städte auf. Spielerische Auswirkungen hat der Kaufinhalt nicht.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • 7 Tage Samsung-Angebote bei Amazon (u. a. SSDs, Monitore, TVs) • Samsung G5 32" Curved WQHD 144Hz 265€ • Räumungsverkauf bei MediaMarkt • Nur noch heute: Black Week bei NBB • Acer Nitro 23,8" FHD 165Hz 184,90€ • Alternate (u. a. Cooler Master Gaming-Headset 59,90€) [Werbung]
    •  /