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Thunderxstation: Gigabytes Workstation nutzt Linux und ARM-Prozessor

Speziell für Softwareentwickler will Gigabyte seine Thunderxstation verkaufen. Ungewöhnlich: Statt x86-Prozessor nutzt sie eine oder auch zwei ARM-CPUs. Die Linux-Distribution Centos ist vorinstalliert. Nur die Grafikkarte ist nicht für anspruchsvolle Anwendungen ausgelegt.

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Die Thunderxstation sieht unscheinbar aus.
Die Thunderxstation sieht unscheinbar aus. (Bild: PRNewsfoto/Cavium, Inc)

Der Hardwarehersteller Gigabyte hat einen Workstation-Computer vorgestellt, der mit ARM-Prozessoren betrieben wird. Die Thunderxstation nutzt den namensgebenden Thunder-X2-Prozessor. Bis zu zwei dieser Chips steckt Gigabyte in ein traditionelles Tower-Gehäuse, das vier Höheneinheiten hoch ist.

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Der Thunder X2 von Cavium ist ein auf Serverapplikationen ausgelegter ARM-Prozessor in dem Sinne, dass er bis zu 54 Kerne für starkes Multitasking haben kann. Es handelt sich dabei um ARM-64-Kerne, die bereits beim Vorgängermodell zum Einsatz gekommen sind. Jeder Kern kann mit maximal 3 GHz takten und der Chip nutzt 32 MByte geteilten Cache. Gigabytes Workstation nutzt 16 DDR4-Speichermodule. Dazu kommen vier M.2-Slots für Nvme-SSDs. In den dafür vorgesehen Einbaukäfig passen außerdem noch zwei 2,5-Zoll-Laufwerke mit SATA-3-Schnittstelle.

Gigabytes Workstation kann durch den Chip normalerweise auch 100-Gbit-Ethernet verwenden. Gigabyte gibt jedoch zwei Netzwerkkarten von Qlogic mit jeweils maximal 10 GBit Geschwindigkeit an. Das reicht für Onlinevideoschnitt oder Softwareentwicklung mit Cloud-Anbindung aus. Grafisch anspruchsvolle Anwendungen sollten damit aber nicht bearbeitet werden. Die Geforce GT 710 von Nvidia ersetzt lediglich die integrierte Grafikeinheit. Das Referenzmodell dieser Grafikkarte hat zumindest drei Anschlüsse für mehrere Monitore: VGA, DVI und HDMI 1.4.

Linux-Betriebssystem mit vorinstalliertem Entwicklertool

Auf dem Produktbild der Workstation sind vier 3,5-Zoll-Laufwerksschächte zu sehen, wie sie bei Storage-Servern üblich sind - inklusive Schnelleinbaumechanismus. Die Front lässt sich mit einem Schloss und einem Gitter verriegeln. Das Netzteil befindet sich auf der Rückseite und ist für eine Leistung von 1.600 Watt ausgelegt. Auf dem Mainboard befinden sich vier PCIe-x16-Slots für Erweiterungskarten.

Gigabyte positioniert seine Workstation als Entwicklungsmaschine und installiert die Linux-Distribution CentOS 7.4 vor. Darauf sind außerdem verschiedene Tools vorinstalliert, darunter die Compiler gcc und LLVm und die Java-Bibliotheken Openjdk 9.0. Eine spezielle Zielgruppe sind Softwareentwickler für das Mobilbetriebssystem Android, da Smartphones ebenfalls ARM-Prozessoren verwenden.

Die Thunderxstation kann bereits bei Gigabyte bestellt werden. Allerdings gibt der Hersteller keinen Preis an. Üblicherweise werden solche speziellen Produkte nach Kundenwunsch zusammengebaut. Der Preis kann dementsprechend stark variieren.



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jak 23. Mär 2018

Häh? Das wird ziemlich sicherlich auf der ARM Server Platform mit UEFI basieren. Wäre...

Schattenwerk 22. Mär 2018

Naja, eigentlich gerade nicht weil: Genau das ist bei einer Workstation nicht relevant...

George99 22. Mär 2018

Auf gut deutsch: oh, oh, das wird teuer! Nun weiß ich nicht, ob Gigabyte da gleich eine...


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