Abo
  • Services:

Thunderxstation: Gigabytes Workstation nutzt Linux und ARM-Prozessor

Speziell für Softwareentwickler will Gigabyte seine Thunderxstation verkaufen. Ungewöhnlich: Statt x86-Prozessor nutzt sie eine oder auch zwei ARM-CPUs. Die Linux-Distribution Centos ist vorinstalliert. Nur die Grafikkarte ist nicht für anspruchsvolle Anwendungen ausgelegt.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Thunderxstation sieht unscheinbar aus.
Die Thunderxstation sieht unscheinbar aus. (Bild: PRNewsfoto/Cavium, Inc)

Der Hardwarehersteller Gigabyte hat einen Workstation-Computer vorgestellt, der mit ARM-Prozessoren betrieben wird. Die Thunderxstation nutzt den namensgebenden Thunder-X2-Prozessor. Bis zu zwei dieser Chips steckt Gigabyte in ein traditionelles Tower-Gehäuse, das vier Höheneinheiten hoch ist.

Stellenmarkt
  1. diconium digital solutions GmbH, Berlin, Hamburg, Karlsruhe, Stuttgart
  2. Stadtwerke München GmbH, München

Der Thunder X2 von Cavium ist ein auf Serverapplikationen ausgelegter ARM-Prozessor in dem Sinne, dass er bis zu 54 Kerne für starkes Multitasking haben kann. Es handelt sich dabei um ARM-64-Kerne, die bereits beim Vorgängermodell zum Einsatz gekommen sind. Jeder Kern kann mit maximal 3 GHz takten und der Chip nutzt 32 MByte geteilten Cache. Gigabytes Workstation nutzt 16 DDR4-Speichermodule. Dazu kommen vier M.2-Slots für Nvme-SSDs. In den dafür vorgesehen Einbaukäfig passen außerdem noch zwei 2,5-Zoll-Laufwerke mit SATA-3-Schnittstelle.

Gigabytes Workstation kann durch den Chip normalerweise auch 100-Gbit-Ethernet verwenden. Gigabyte gibt jedoch zwei Netzwerkkarten von Qlogic mit jeweils maximal 10 GBit Geschwindigkeit an. Das reicht für Onlinevideoschnitt oder Softwareentwicklung mit Cloud-Anbindung aus. Grafisch anspruchsvolle Anwendungen sollten damit aber nicht bearbeitet werden. Die Geforce GT 710 von Nvidia ersetzt lediglich die integrierte Grafikeinheit. Das Referenzmodell dieser Grafikkarte hat zumindest drei Anschlüsse für mehrere Monitore: VGA, DVI und HDMI 1.4.

Linux-Betriebssystem mit vorinstalliertem Entwicklertool

Auf dem Produktbild der Workstation sind vier 3,5-Zoll-Laufwerksschächte zu sehen, wie sie bei Storage-Servern üblich sind - inklusive Schnelleinbaumechanismus. Die Front lässt sich mit einem Schloss und einem Gitter verriegeln. Das Netzteil befindet sich auf der Rückseite und ist für eine Leistung von 1.600 Watt ausgelegt. Auf dem Mainboard befinden sich vier PCIe-x16-Slots für Erweiterungskarten.

Gigabyte positioniert seine Workstation als Entwicklungsmaschine und installiert die Linux-Distribution CentOS 7.4 vor. Darauf sind außerdem verschiedene Tools vorinstalliert, darunter die Compiler gcc und LLVm und die Java-Bibliotheken Openjdk 9.0. Eine spezielle Zielgruppe sind Softwareentwickler für das Mobilbetriebssystem Android, da Smartphones ebenfalls ARM-Prozessoren verwenden.

Die Thunderxstation kann bereits bei Gigabyte bestellt werden. Allerdings gibt der Hersteller keinen Preis an. Üblicherweise werden solche speziellen Produkte nach Kundenwunsch zusammengebaut. Der Preis kann dementsprechend stark variieren.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. und Vive Pro vorbestellbar

jak 23. Mär 2018 / Themenstart

Häh? Das wird ziemlich sicherlich auf der ARM Server Platform mit UEFI basieren. Wäre...

Schattenwerk 22. Mär 2018 / Themenstart

Naja, eigentlich gerade nicht weil: Genau das ist bei einer Workstation nicht relevant...

George99 22. Mär 2018 / Themenstart

Auf gut deutsch: oh, oh, das wird teuer! Nun weiß ich nicht, ob Gigabyte da gleich eine...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Cryorig Taku - Test

Das Cryorig Taku ist ein ungewöhnliches Desktop-Gehäuse, bei dem die Montage leider fummelig ausfällt.

Cryorig Taku - Test Video aufrufen
Datenverkauf bei Kommunen: Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen
Datenverkauf bei Kommunen
Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen

Der Städte- und Gemeindebund hat vorgeschlagen, Kommunen sollten ihre Daten verkaufen. Wie man es auch dreht und wendet: Es bleibt eine schlechte Idee.
Ein IMHO von Michael Peters und Walter Palmetshofer

  1. Gerichtsurteil Kein Recht auf anonyme IFG-Anfrage in Rheinland-Pfalz
  2. CDLA Linux Foundation veröffentlicht Open-Data-Lizenzen
  3. Deutscher Wetterdienst Wetterdaten sind jetzt Open Data

Virgin Galactic: Spaceship Two fliegt wieder - trotz tödlicher Unfälle
Virgin Galactic
Spaceship Two fliegt wieder - trotz tödlicher Unfälle

Die Entwicklung des Raketenflugzeugs für Touristenflüge in den Weltraum hat schon vier Menschenleben gekostet. Vergangenen Donnerstag hat Virgin Galactic die Tests mit Raketentriebwerk wieder aufgenommen.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer


    Far Cry 5 im Test: Schöne Welt voller Spinner
    Far Cry 5 im Test
    Schöne Welt voller Spinner

    Der Messias von Montana trägt Pornobrille und hat eine Privatarmee - aber nicht mit uns gerechnet: In Far Cry 5 kämpfen wir auf Bergwiesen und in Bauernhöfen gegen seine Anhänger. Das macht dank einiger Serienänderungen zwar Spaß, dennoch verschenkt das Actionspiel von Ubisoft viel Potenzial.
    Von Peter Steinlechner

    1. Far Cry 5 Offenbar Denuvo 5 und zwei weitere Schutzsysteme geknackt
    2. Ubisoft Far Cry 5 schafft Serienrekord und Spieler werfen Schaufeln
    3. Ubisoft Far Cry 5 erlaubt Kartenbau mit Fremdinhalten

      •  /