• IT-Karriere:
  • Services:

Thunderbolt: Thunderstrike 2 lässt sich aus der Ferne installieren

Die Thunderbolt-Schnittstelle lässt sich nach wie vor nutzen, um Schädlinge zu übertragen. Die Entdecker der Schwachstelle haben eine neue Variante ihres Angriffs Thunderstrike entwickelt. Er lässt sich jetzt auch aus der Ferne starten.

Artikel veröffentlicht am ,
Thunderstrike 2 nutzt die Thunderbolt-Schnittstelle zur Verbreitung von Schadsoftware.
Thunderstrike 2 nutzt die Thunderbolt-Schnittstelle zur Verbreitung von Schadsoftware. (Bild: Andreas Donath)

Thunderstrike 2 nennen die IT-Sicherheitsforscher Trammell Hudson und Xeno Kovah ihren neuen selbst entwickelten Wurm. Hudson hatte bereits auf dem 31C3 seinen Angriff namens Thunderstrike beschrieben. Mit dem Nachfolger können die beiden Forscher die Uefi-Firmware von Macs jetzt auch aus der Ferne infizieren. Aus der Firmware kann Thunderstrike 2 über die Thunderbolt-Schnittstelle auf Peripheriegeräte und anschließend auf weitere Geräte übertragen werden. Abgesehen davon, dass der Benutzer einen solchen Angriff kaum bemerkt, sind auch Virenscanner weitgehend nutzlos. Und infizierte Geräte lassen sich auch kaum säubern.

Stellenmarkt
  1. Prodatic-EDV-Konzepte GmbH, Wermelskirchen
  2. Lidl Digital, Neckarsulm

Thunderstrike 2 lasse sich auch deshalb ausnutzen, weil Apple nur eine von fünf gemeldeten Schwachstellen komplett geschlossen hat, sagten Hudson und Kovah zu Wired. Eine weitere sei nur teilweise geschlossen, drei seien noch vollkommen offen. Über diese noch offenen Sicherheitslücken gelang es den Forschern, die Uefi-Firmware von mehreren Macs zu infizieren. Ihr Angriffe funktionieren auch über Phishing Mails oder manipulierte Webseiten. Weitere Details wollen sie auf der bevorstehenden Hackerkonferenz Black Hat 2015 in Las Vegas preisgeben.

Schwachstelle: Option ROMs

Die beiden Experten plädieren ohnehin dafür, die sogenannten Option-ROMs aus sämtlichen Geräten zu entfernen. Über sie lässt sich Malware von Gerät zu Gerät übertragen. Option ROMs gehen auf eine Technik aus dem Jahr 1981 zurück. Diese Firmware stellt Funktionen einer Hardware zur Verfügung, die auch ohne Betriebssystem genutzt werden können, etwa für das Booten über das Netzwerk in Ethernet-Adaptern.

Folgerichtig nutzten die beiden IT-Sicherheitsforscher Apples eigenen Thunderbolt-to-Gigabit-Ethernet-Adapter, um ihren Wurm von Gerät zu Gerät zu übertragen. Infektionen seien aber auch über SSDs oder RAID-Adapter möglich, so die Forscher. So ließen sich auch Rechner infizieren, die nicht direkt am Netzwerk angeschlossen sind, also über den sogenannten Airgap. Befürchtungen bezüglich Thunderbolt gibt es schon lange, da die Schnittstelle dank PCI Express einen sehr direkten Zugriff auf Systeme erlaubt.

Alternativ ließe sich der Zugang zu den Option-ROMs per Passwort oder eine Manipulation anhand von Verschlüsselungstechniken und Checksummen schützen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 229,99€ + Versand (Vergleichspreis ca. 300€)
  2. 399€ (Vergleichspreis 419€)
  3. (u. a. LG OLED77CX6LA 77 Zoll OLED für 2.899€, LG 43UP75009LF 43 Zoll LCD für 399€)

JouMxyzptlk 04. Aug 2015

So einfach wie auf einem Schreibtisch ist das nicht. Da habe ich direkt (selbst) Zugriff...


Folgen Sie uns
       


Outriders angespielt

Im Video stellt Golem.de das von People Can Fly entwickelte Actionspiel Outriders vor.

Outriders angespielt Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /