Thüringen: 1.500 Jobs in neuer Batteriefabrik
Der chinesische Batteriehersteller CATL wird Europas größtes Batteriezellenwerk in Arnstadt bei Erfurt noch dieses Jahr in Betrieb nehmen. Thüringens Energie- und Umweltministerin Anja Siegesmund und Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee übergaben am Montag die dafür nötige Teilgenehmigung(öffnet im neuen Fenster) .
"Wir sind im Endspurt" , sagte CATL-Europapräsident Matthias Zentgraf bei der Übergabe. Laut CATL sollen bis Jahresende 1.500 Arbeitsplätze in der Region entstehen. Bisher beschäftigt das Werk 500 Mitarbeiter, darunter 200 Fachkräfte aus dem Stammwerk in Ningde in China.
Nach eigenen Angaben investierte CATL 1,8 Milliarden Euro in das Werk, in dem EV-Batterien für Elektroautos hergestellt werden sollen. Die Europazentrale von CATL befindet sich in den ehemaligen Gebäuden der mittlerweile insolventen Solarworld AG.
Technologiestandort Ostdeutschland
Thüringens SPD-Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee erhofft sich von der Investitionsentscheidung eine Signalwirkung für den Industriestandort Ostdeutschland. Auch der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Carsten Schneider, lobte die Batteriefabrik gegenüber der dpa als herausragendes Projekt.
Das Batteriewerk von CATL steht in einer Reihe mit weiteren Neuansiedlungen in ostdeutschen Bundesländern. Im März 2022 eröffnete das Tesla-Werk in Grünheide bei Berlin , nachdem es Streitigkeiten um die Baugenehmigungen gab. Intel baut eine Mega-Fab bei Magdeburg in Sachsen-Anhalt . Der Chiphersteller plant dafür Investitionen in Höhe von 17 Milliarden Euro ein. In der Fertigungsanlage sollen mindestens 3.000 dauerhafte Arbeitsplätze entstehen.
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