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Threefold: Die Idee vom dezentralen Peer-to-Peer-Internet

Wie mit Blockchain, autonomem Ressourcenmanagement und verteilter Infrastruktur ein gerechteres Internet entstehen soll.

Artikel von Boris Mayer veröffentlicht am
Gleichheit, Autonomie und Nachhaltigkeit - das sind die Grundsätze, auf denen Threefolds Internet aufbauen soll.
Gleichheit, Autonomie und Nachhaltigkeit - das sind die Grundsätze, auf denen Threefolds Internet aufbauen soll. (Bild: Publicdomainpictures.net)

Was auf den ersten Blick wie ein typisches Startup mit jeder Menge Buzzwords in der Beschreibung aussieht, erweist sich bei näherem Hinsehen als etwas ganz anderes. Auf der Webseite von Threefold ist zunächst einmal von "Liebe für unseren Planeten und die Menschheit" die Rede, bevor dann die drei Säulen aufgezählt werden, auf denen das neue Internet basieren soll: Gleichheit, Autonomie und Nachhaltigkeit.

Inhalt:
  1. Threefold: Die Idee vom dezentralen Peer-to-Peer-Internet
  2. Redundanz und Selbstheilung

Erreicht werden soll diese revolutionäre Weltverbesserung mit Blockchain und Cryptocurrency, konkret einer eigenen Währung namens Threefold Token. Skepsis ist also durchaus angebracht. Tatsächlich sind bei näherer Betrachtung keine Profitversprechungen zu finden, vielmehr herrscht in den zur Verfügung stehenden Materialien ein angenehm ruhiger, unaufgeregter Tonfall.

Was es zu revolutionieren gibt

Die Kritikpunkte, an denen das Projekt ansetzt, sind einerseits die Tatsache, dass mehr als 80 Prozent der Infrastruktur des Internets weniger als 20 Firmen gehören, und zum anderen der sternförmig zentralisierte Aufbau von Diensten im Internet. Letzterer bedeutet, dass die Daten, die von einem Nutzer gesendet werden, oft Ländergrenzen, Kontinente und Ozeane überqueren, dann einen etwas anderen Weg zurücknehmen, um schließlich bei einem Empfänger zu landen, der vielleicht physisch nur wenige hundert Meter vom Sender entfernt ist. Schaut man auf die weltweite Verteilung von Datencentern, fällt auf, dass sie auf den Kontinenten Afrika oder Südamerika kaum zu finden sind.

Der dritte Kritikpunkt ist etwas komplexer. Er beschäftigt sich mit dem virtuellen Abbild des Nutzers im Internet. Man könnte sagen, dass dieses virtuelle Abbild einer Person im Internet aus allen Social-Media-Profilen, Foren-Accounts und Konten bei Shoppingsites zusammengenommen besteht, aber einen realen Hintergrund hat dies nicht. Zumindest technisch gesehen ist jedes einzelne dieser Benutzerkonten ein eigenständiges digitales Abbild des Internet-Users, in denen sich zwar oft die gleichen Informationen wiederholen, kein Profil jedoch wirklich alle Daten enthält. Weshalb dies aber schlecht ist, und warum ein mehr oder weniger komplettes Profil bei Threefold daran etwas ändern sollte - die anderen Profile sind deshalb ja nicht weg -, wird nicht erklärt.

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Jedenfalls will Threefold an all diesen Punkten ansetzen und das Internet neu erfinden. Das soll aber eben nicht als eine weitere Version der Giganten geschehen, die die meisten Dienste im Internet betreiben, sondern praktisch als Inkubator für die Technologie in den Händen aller.

Die Hardware

Für das Threeefold-Internet sollen keine neuen Kabel verlegt werden, stattdessen hat das Projekt die Idee verteilter Server innerhalb eines P2P-Netzes entwickelt, das auf dem etablierten Internet aufsetzt. Die Anforderungen an die Server sind gering. Auf ihnen muss Linux laufen, darauf kommt eine spezielle Software. Damit kann fast jeder Computer theoretisch ein Threefold-Node sein.

Das Besondere daran im Vergleich zu bisherigen rechenzentrumsgebundenen Maschinen ist, dass jeder solch eine Box zu Hause, im Büro oder an einem beliebigen Platz mit Internetanschluss betreiben kann. Diese Boxen zusammengenommen bilden das P2P-Netzwerk des neuen Internets - eine zentrale Stelle wie ein Rechenzentrum gehört nicht zum Plan.

Die Software

Die Idee von Threefold ist, einen autonomen virtuellen Administrator zu entwickeln, der das Netz am Laufen halten soll. Viel mehr ist darüber noch nicht zu erfahren. Wer sich vor 20 Jahren einmal interessehalber das Gnutella-Protokoll angeschaut hat, weiß, dass es gar nicht so kompliziert ist, ein dezentrales P2P-Netzwerk zu betreiben und auch zumindest halbwegs im Verbund zu halten. Der schwierige Teil ist es, Daten konsistent online zu halten und nicht einen Katalog von Dateiinformationen zu erzeugen, die irgendwann einmal auf einem obskuren Host verfügbar waren.

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Redundanz und Selbstheilung 
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kautschuk 04. Jul 2020 / Themenstart

Schaut hierzu auch mal RCHAIN an. Unheimlich interessante Blockchain mit revolutionärem...

BoMbY 02. Jul 2020 / Themenstart

Das einzige wofür das gut ist, ist wirklich Bullshit-Bingo ...

xUser 02. Jul 2020 / Themenstart

Blockchain heißt ja nicht Kryptowährung. Letzteres ist was für Anarchos und hat keinen...

Panzrom 02. Jul 2020 / Themenstart

Klingt sehr nach IPFS / Filecoin. IPFS ist ein P2P Protokoll und Netzwerk in dem jede...

ashahaghdsa 02. Jul 2020 / Themenstart

Das stimmt schon. So lange man aber PoW nutzt, ist jede andere Betrachtung egal. Bitcoin...

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