128 Threads sollten es sein

Wir testen den Threadripper 3990X auf einem Asus Zenith II Extreme und den Core i9-10980XE auf einem Asus Prime X299 Deluxe. Wir verwenden mindestens 64 GByte DDR4-Speicher von G.Skill, das Bild liefert eine Geforce RTX 2080 Super Founder's Edition. Als Netzteil kommt ein Seasonic Prime TX mit 1000 Watt zum Einsatz. Unser Windows 10 v1909 liegt auf einer Western Digital Black SN750, unser Ubuntu-Linux 19.10 auf einer Samsung 970 Evo Plus.

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Für unsere Messungen haben wir den Benchmark-Parcours um diverse Anwendungen erweitert und vorhandene aktualisiert, weshalb alle Resultate nur einige wenige Tage alt sind. Während des Tests stießen wir auf allerhand Software, die mit den 128 Threads des Threadripper 3990X nicht zurechtkam und erst gepatcht werden musste. Hintergrund ist, dass Windows 10 auf Processor Groups setzt, wobei eine maximal 64 Threads umfasst.

Hat ein System oder ein Prozessor mehr logische Kerne, müssen Anwendungen entsprechend angepasst werden. So nutzt erst Blender 2.81a den Threadripper 3990X vollständig aus, nicht aber Blender 2.80, und auch POV-Ray 3.7 benötigte Code von AMD, um korrekt zu laufen. Bei der Unreal Engine half das Update auf 4.24.2, um den Chip auszulasten. Ältere, nicht optimierte Software wie Luxmark 3.1 oder SpecWPC 3.02 skaliert nicht mit den 128 Threads des Prozessors und wird langsamer, im Falle von wPrime und y-Cruncher kam es zu Fehlern und Abstürzen.

  • RTX 2080 Super, 64 GB DDR4, Seasonic TX-1000, Win10 v1909, GF 441.87 (Bild: Golem.de)
  • RTX 2080 Super, 64 GB DDR4, Seasonic TX-1000, Win10 v1909, GF 441.87 (Bild: Golem.de)
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  • RTX 2080 Super, 64 GB DDR4, Seasonic TX-1000, Win10 v1909, GF 441.87 (Bild: Golem.de)
  • RTX 2080 Super, 64 GB DDR4, Seasonic TX-1000, Win10 v1909, GF 441.87 (Bild: Golem.de)
  • RX 580, 96 GB DDR4, Seasonic TX-1000, Ubuntu-Linux (Bild: Golem.de)
  • RX 580, 96 GB DDR4, Seasonic TX-1000, Ubuntu-Linux (Bild: Golem.de)
  • RTX 2080 Super, 64 GB DDR4, Seasonic TX-1000, Win10 v1909, GF 441.87 (Bild: Golem.de)
  • Der 3990X besteht aus einem zentralen I/O-Die und acht CPU-Chiplets. (Bild: Nico Ernst/Golem.de)
  • Wie alle Threadripper v3 ist die CPU für den Sockel sTRX4 ausgelegt. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Die Verpackung ist aufwendig gestaltet ... (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • ... und edel in Szene gesetzt. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Der 3990X läuft in bisherigen TRX40-Platinen. (Bild: AMD)
RTX 2080 Super, 64 GB DDR4, Seasonic TX-1000, Win10 v1909, GF 441.87 (Bild: Golem.de)

Einige Anwendungen wie Agisofts Metashape profitieren von 128 Threads, der Zugewinn an Leistung ist aber gering und nur dann tatsächlich messbar, wenn auf die vorhandene GPU-Beschleunigung verzichtet wird. Auch konnten wir nicht alle von AMD intern angefertigten Messungen von AMD nachvollziehen: Die Konvertierung von 8K-Red-Raw zu 1080p60-HEVC etwa legte mit 64 Kernen nicht zu, egal ob wir das Video mit Adobe Premiere Pro oder mit Davinci Resolve von einem Codec zum anderen umwandelten.

Besser klappte der AV1-Codec (unter Linux), allerdings mussten wir hierzu zwei Streams parallel encodieren. Bei 24 oder 32 Kernen reichen hierfür 64 GByte RAM, weil 72 PPCS zum Einsatz kommen - bei 64 Cores sind es hingegen 138 PPCS, was rund 100 GByte RAM erfordert. Dadurch stellt sich auch eine nichtlineare Skalierung ein, denn der Threadripper 3990X ist beim Encoding doppelt so schnell wie der Threadripper 3970X, was aufgrund des geringeren Taktes eigentlich nicht sein kann. Ein ähnliches Phänomen zeigt sich beim Simulieren von Neuronen und Synapsen per Digicortex.

Prinzipiell eignet sich der 64-kernige Threadripper 3990X am besten zum Rendering, etwa mit Ray- oder Pathtracing. Anwendungen wie Blender, Cinema 4D, Corona, Keyshot und V-Ray zeigen einen Leistungszuwachs von gut 40 bis teils über 60 Prozent verglichen mit dem 32-kernigen Threadripper 3970X. Um das in Relation zu setzen: Ein 10-kerniger Core i7-6950X kostete vor vier Jahren knapp 2.000 Euro, der doppelt so teure Threadripper 3990X berechnet die BWM27-Szene in Blender heute in einem Siebtel der Zeit.

Allerdings zeigen unsere internen Messwerte, dass ein Epyc 7702P bei Berechnungen wie CFD (Computational Fluid Dynamics, numerische Strömungsmechanik) oder NAMD (Nanoscale Molecular Dynamics) aufgrund der acht DDR4-Kanäle für mehr Speicherbandbreite besser abschneidet. Dieser 64-kernige Chip für Sockel SP3 kostet allerdings wenigstens 5.000 Euro, zudem ist der RAM teuer.

Noch ein Wort zu den Temperaturen: Im offenen Testaufbau reichte unser Noctua NH-U14S mit zwei hochdrehenden 140-mm-Lüftern gerade noch aus, im Gehäuse sollte es dann eine 280-mm-AiO-Wasserkühlung sein.

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 Threadripper 3990X im Test: AMDs 64-kerniger HammerVerfügbarkeit und Fazit 
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Theoretiker 17. Feb 2020

Die Latenzen werden ja kaschiert, wenn mehr Threads abwechselnd warten. So ist es am...

mifritscher 14. Feb 2020

Intel macht nur 5 GHz, weil es der einzige Weg ist zumindest bei der Single Thread...

Copper 14. Feb 2020

Dank AMD braucht der geneigte Gamer heute nur mehr einen CoreIVielgeld statt einem...

plastikschaufel 11. Feb 2020

Nicht lieber noch was warten? Soooooooo weit dürften die nächsten Karten doch auch nicht...

Ach 10. Feb 2020

Ok, schön :]. Denke spätestens jetzt sind alle wesentlichen Details ausreichend...


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