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Intels i9 ist chancenlos

Wir testen die Threadripper v3 auf einem Asus Zenith II Extreme (TRX40, Firmware v0601) sowie einem MSI Creator TRX40 (Firmware v112N1), die bisherigen Threadripper auf einem Asus Zenith Extreme (X399, Firmware v2001), den Ryzen 9 3950X auf einem Asus Crosshair VIII Hero (X570, Firmware v1105) und die Intel-Chips auf einem Asus Prime X299 Deluxe (Firmware v2002). Wir verwenden 32 GByte DDR4-Speicher von G.Skill, das Bild liefert eine Geforce RTX 2080 Super Founder's Edition. Als Netzteil kommt ein Seasonic Prime TX mit 1000 Watt zum Einsatz. Unser Windows 10 v1909 liegt auf einer WD Black SN750, unser Ubuntu-Linux 19.10 auf einer Samsung 970 Evo Plus.

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Beginnen wir mit einem der zumindest unter Windows 10 wichtigsten Punkte: Der Threadripper 2990WX wird vom Scheduler und von Software wie dem x265-Encoder als Chip mit vier NUMA-Nodes erkannt, was die Performance in einigen Fällen drastisch reduziert. Ein Threadripper 1950X ist dann trotz nur der Hälfte der Kerne schneller. Beim neuen Threadripper 3970X und Threadripper 3960X hingegen handelt es sich um Single-NUMA-Node-Designs, daher treten keine derartigen Leistungseinbrüche mehr auf.

Dort, wo alle Cores rechnen, schlägt der Threadripper 3970X den Threadripper 2990X bereits um satte 40 bis 50 Prozent, etwa in Blender, im Luxmark oder in y-Cruncher. Allerdings nutzen längst nicht alle Anwendungen die 32 Kerne und 64 Threads aus, beispielsweise die Unreal Engine 4 beim Erstellen der Lichtinformationen in der Infiltrator-Demo. Selbiges gilt für unsere AV1- und H.265-Encoding-Messungen, aber auch Adobe Premiere und Adobe Lightroom sowie 7-Zip. Hier steigt der Abstand auf teils 60 bis 70 Prozent, teils halbiert sich gar die Berechnungsdauer, weil der Windows-Scheduler nicht dazwischenfunkt.

  • RTX 2080 Super, 32 GB DDR4, Seasonic TX-1000, Win10 v1909, GF 441.20 (Bild: Golem.de)
  • RTX 2080 Super, 32 GB DDR4, Seasonic TX-1000, Win10 v1909, GF 441.20 (Bild: Golem.de)
  • RTX 2080 Super, 32 GB DDR4, Seasonic TX-1000, Win10 v1909, GF 441.20 (Bild: Golem.de)
  • RTX 2080 Super, 32 GB DDR4, Seasonic TX-1000, Win10 v1909, GF 441.20 (Bild: Golem.de)
  • RTX 2080 Super, 32 GB DDR4, Seasonic TX-1000, Win10 v1909, GF 441.20 (Bild: Golem.de)
  • RTX 2080 Super, 32 GB DDR4, Seasonic TX-1000, Win10 v1909, GF 441.20 (Bild: Golem.de)
  • RTX 2080 Super, 32 GB DDR4, Seasonic TX-1000, Win10 v1909, GF 441.20 (Bild: Golem.de)
  • RTX 2080 Super, 32 GB DDR4, Seasonic TX-1000, Win10 v1909, GF 441.20 (Bild: Golem.de)
  • RTX 2080 Super, 32 GB DDR4, Seasonic TX-1000, Win10 v1909, GF 441.20 (Bild: Golem.de)
  • RTX 2080 Super, 32 GB DDR4, Seasonic TX-1000, Win10 v1909, GF 441.20 (Bild: Golem.de)
  • RTX 2080 Super, 32 GB DDR4, Seasonic TX-1000, Win10 v1909, GF 441.20 (Bild: Golem.de)
  • RTX 2080 Super, 32 GB DDR4, Seasonic TX-1000, Win10 v1909, GF 441.20 (Bild: Golem.de)
  • RTX 2080 Super, 32 GB DDR4, Seasonic TX-1000, Win10 v1909, GF 441.20 (Bild: Golem.de)
  • Threadripper 3970X (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Threadripper 3970X (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Threadripper 3970X (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Die Threadripper v3 nutzen fünf Chiplets. (Bild: AMD)
  • Ein I/O-Die wird mit vier CPU-Dies kombiniert. (Bild: AMD)
  • Diese Topology hilft unter Windows 10. (Bild: AMD)
  • Blockdiagramm der sTRX4-Plattform  (Bild: AMD)
RTX 2080 Super, 32 GB DDR4, Seasonic TX-1000, Win10 v1909, GF 441.20 (Bild: Golem.de)

Zwischen dem 32-kernigen Threadripper 3970X und dem 24-kernigen Threadripper 3960X fällt die Differenz zumindest im Mittel relativ gering aus. Ein Drittel mehr Cores resultieren im besten Fall in gut einem Viertel mehr Leistung, oft aber beträgt die Differenz keine zehn Prozent. Intels neuer Core i9-10980XE ist im direkten Duell chancenlos, was bei 18 Kernen ein wenig verwundert. Einzig bei Adobe-Software hält er mit, hier dürften schlicht entsprechende Optimierungen den Ausschlag zugunsten des 10980XE geben. Selbst der 3.300 Euro teure Xeon W-3175X (Test) mit 28 Cores macht unseren früheren Benchmarks zufolge übrigens keinen Stich gegen den Threadripper 3970X.

Unter Linux sind die Resultate noch eindeutiger als unter Windows 10: Hier schlägt bereits der 16-kernige Ryzen 9 3950X den 18-kernigen Core i9-10980XE durchweg, egal ob Compiling, Encoding oder Rendering, die beiden Threadripper v3 sind außer Reichweite. Um deren System überhaupt mit Linux starten zu können, mussten wir Boot-Option mce=off in der Kernel-Kommandozeile nutzen. Damit wird die Behandlung sogenannter Machine Check Exceptions deaktiviert - Probleme mit dem System konnten wir trotz der Option allerdings nicht feststellen.

SVT-AV1 (DCI-4K 10b)x265 (DCI-4K 10b)Blender v2.80 (Classroom)GCC Compiling (Qt 5.12)
Threadripper 3970X112 sec135 sec122 sec141 sec
Threadripper 3960X121 sec142 sec156 sec149 sec
Ryzen 9 3950X165 sec164 sec241 sec188 sec
Core i9-10980XE167 sec185 sec273 sec213 sec
Core i9-7980XE180 sec197 sec277 sec224 sec
Linux-Performance von Threadripper v3

Hinsichtlich der Leistungsaufnahme haben uns die Threadripper v3 positiv überrascht: Die komplette Plattform benötigt mit knapp 400 Watt unter CPU-Last kaum mehr als das System mit dem Threadripper 2990WX. Zwar haben die neuen Prozessoren nominell ein höheres Power-Budget, reizen diese aber nicht aus und der TRX40-Chip ist ebenfalls sparsamer als der X399. Damit weiter zum Resümee.

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 Fünf Chiplets auf TR4+Verfügbarkeit und Fazit 
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FreiGeistler 03. Dez 2019

Windows Hintergrundprozesse. Windows 8/10 hat eine Flut von über 100 zusätzlichwn gebracht.

ms (Golem.de) 28. Nov 2019

Wenn es unter Dauerlast mehr als 95W beim 9900K sind, dann liegt es am Mainboard und...

Copper 28. Nov 2019

Zudem sind Intels CPU-Designs auch relativ stark mit dem Fertigungsprozess verbandelt...

Copper 28. Nov 2019

Der Ringbus hat tatsächlich prinzipbedingt etwas geringere Latenzen als AMDs IF, der das...

Copper 28. Nov 2019

Numbercruncher für FEA?


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