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This War of Mine: Das Brettspiel:
Die Bürokratie des Grauens

Das Brettspiel zum Computerspiel This War of Mine ist ein erbarmungsloser Überlebenskampf. Spieler leiden aber auch aus anderen Gründen.
/ Achim Fehrenbach
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Arica ist gerade auf einem Raubzug. (Bild: Achim Fehrenbach)
Arica ist gerade auf einem Raubzug. Bild: Achim Fehrenbach

Ein Computerspiel, das nachhaltig verstört, kommt aufs Brett: This War of Mine ist ein erbarmungsloser Überlebenskampf, der uns mit unvorhersehbaren Zwischenfällen, Kontrollverlust, äußerst knappen Ressourcen und moralischen Dilemmas konfrontiert. Viele sehen in dem Antikriegsspiel der polnischen 11 Bit Studios sogar eines der besten, wenn nicht das beste Game des Jahres 2014 . Spieler schlüpfen in die Rolle von Bürgerkriegsopfern, deren einziges Ziel das Überleben ist. Mit der Adaption als Brettspiel haben sich die Macher von Galakta also einiges vorgenommen. Wir haben Probe gespielt und festgestellt, dass sie dabei auf Zufall gesetzt, aber nicht alles dem Zufall überlassen haben.

Damit Fans das Computerspiel auf dem Brett noch wiedererkennen, ist es wichtig, das Grundgefühl des Spiels aufs Brett zu übertragen. Die Adaption Doom: Das Brettspiel etwa funktioniert vor allem deshalb hervorragend, weil sie das digitale Monstergemetzel in kurzweilige Würfelgefechte übersetzt. Ein Brettspiel wie Xcom hat es noch etwas leichter, weil sowohl Vorlage als auch Adaption rundenbasiert sind. Bei This War of Mine ist das Grundgefühl des Spielers, in einer Abwärtsspirale zu stecken und Schicksalsschlägen nur mit Mühe zu trotzen. Die Macher müssen also Kontrollverlust erzeugen.

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