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Wir verwalten den Mangel - und leiden

Das Schicksal schlägt im Brettspiel kaum weniger gnadenlos zu als in der Computerspiel-Vorlage. Das ständige Nachschauen von Regeln macht den Überlebenskampf aber noch qualvoller, als er ohnehin schon ist - oft hat man das Gefühl, den Mangel bürokratisch zu verwalten, statt instinktiv auf Überlebenschancen zu reagieren. Zwar sind die Basisregeln jeder Spielphase im sogenannten Skript zusammengefasst, verteilen sich dort aber recht unübersichtlich auf graue Kästen. Dass das Handbuch keinen Stichwort-Index besitzt, ist kaum nachvollziehbar, würde es doch das Nachschlagen erheblich erleichtern.

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Ein Teil der Regeln ist auch nicht im Skript abgelegt, sondern steht auf den Spielkarten. Die kommen immer dann zum Einsatz, wenn der Zufall eine Rolle spielt: So gibt es Karten für Fundsachen in der Basis, die nach und nach aufgedeckt werden, aber auch für Begegnungen in der Plünderphase, für nächtliche Überfälle, Besucher und Erzählaktionen. Nicht zu vergessen die Ereigniskarten und Schicksalskarten, die täglich gezogen werden.

  • In der Mitte: die Hausruine, in der die Zivilisten wohnen. Außenrum: Karten für Plünderorte, Etappenziele, Besucher, Schicksalswendungen und mehr (Bild: Achim Fehrenbach)
  • Das Ressourcen-Lager und Karten von Zivilisten. Die schwarzen Punkte auf den blauen und grünen Markern zeigen, wie Hunger und Erschöpfung ihre Handlungsfähigkeit einschränken. (Bild: Achim Fehrenbach)
  • Bei jedem nächtlichen Plünderzug werden Erkundungskarten gezogen. Das Plündern endet, wenn die Karten aufgebraucht sind - oder der Plünderer tot ist. (Bild: Achim Fehrenbach)
  • In freigeräumten Zimmern des Hauses lassen sich zum Beispiel Betten oder eine Metallwerkstatt aufstellen. (Bild: Achim Fehrenbach)
  • Fast 2.000 Textabschnitte für hohen Wiederspielwert: das Skript (Bild: Achim Fehrenbach)
  • Das Tagebuch beschreibt Spielaufbau und -ablauf. (Bild: Achim Fehrenbach)
  • Arica ist gerade auf einem Raubzug. (Bild: Achim Fehrenbach)
  • Jede Figur hat bestimmte Talente und Bedürfnisse. (Bild: Achim Fehrenbach)
  • Würfeln spielt bei This War of Mine: Das Brettspiel eine wichtige Rolle. (Bild: Achim Fehrenbach)
Jede Figur hat bestimmte Talente und Bedürfnisse. (Bild: Achim Fehrenbach)

Fazit

This War of Mine: Das Brettspiel (Galakta) wird durch Asmodee in Deutschland vertrieben und hat eine Altersempfehlung ab 18 Jahren. Der Preis beträgt je nach Händler zwischen 55 und 85 Euro.

In dem Spiel treffen Spieler Entscheidungen über Leben und Tod. Beim ersten Durchspielen entfalten die zahllosen Regeln und das ständige Würfeln die gewünschte Wirkung: Man hofft und bangt, das Schicksal möge sich gnädig erweisen. Schon beim zweiten Spielen allerdings kann nerven, dass wirklich jedes Spieldetail geregelt ist - die Macher raten nicht ohne Grund dazu, die Regeln eher als lockere Leitlinie für eine Rollenspielerfahrung zu nutzen. Trotz der teils überbordenden Regelbürokratie gelingt es dem Brettspiel aber ausgezeichnet, das Grundgefühl des Computerspiels wiederzugeben: Krieg ist schrecklich und unkontrollierbar.

 This War of Mine: Das Brettspiel: Die Bürokratie des Grauens
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plutoniumsulfat 01. Mär 2018

Die wissen das schon sehr gut. Aber warum was ändern? Die können absolute...

chamberlander 01. Mär 2018

Ich besitze die PC-Version schon lange und habe fast alle verschiedenen Kampagnen...


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