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ThinQ: LG fährt voll auf künstliche Intelligenz ab

Mit ThinQ setzt LG alles auf die KI-Karte: Die selbst entwickelte Plattform soll dank neuem Alpha-9-Prozessor in alle OLED-TVs des Jahres 2018 kommen, sämtliche Haushaltsgeräte des letzten Jahres sollen ebenfalls die KI nachgeliefert bekommen. Das Thema Fernseher hat der Hersteller nur angeschnitten.

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LGs KI-Plattform DeepThinQ bekommt auf der CES 2018 einen prominenten Platz.
LGs KI-Plattform DeepThinQ bekommt auf der CES 2018 einen prominenten Platz. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

LG hat auf der Elektronikmesse CES 2018 in Las Vegas seine KI-Technologie ThinQ und die dazugehörige Plattform DeepThinQ offiziell vorgestellt. Dank ThinQ sollen fast alle Geräte von LG miteinander kommunizieren und sich teilweise gegenseitig steuern können.

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Größtes Potenzial sieht der südkoreanische Hersteller dabei offenbar bei den Haushaltsgeräten, die den überwiegenden Teil der Pressekonferenz eingenommen haben. Da sämtliche 2017 erschienenen Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen, Klimaanlagen, Luftaufbereiter, Kühlschränke oder auch Öfen WLAN-fähig sind, sollen sie im Laufe des Jahres 2018 ThinQ-fähig werden.

  • LG will mit seiner ThinQ-KI-Plattform seine Geräte nahtloser in den Alltag der Nutzer einbauen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unter anderem eine Reihe von Haushaltsgeräten sollen miteinander kommunizieren können und automatisch Einstellungen vornehmen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Gesteuert werden können die Geräte unter anderem über den Haushaltsroboter Cloi. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wenn Cloi denn will: Während der Pressekonferenz verweigerte der Roboter die Zusammenarbeit. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
LG will mit seiner ThinQ-KI-Plattform seine Geräte nahtloser in den Alltag der Nutzer einbauen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Als mögliches Einsatzgebiet für KI-gesteuerte Anwendungen sieht LG unter anderem das Wäschewaschen: So kann die LG-Waschmaschine beispielsweise anhand der Termine des Nutzers bestimmte Waschprogrammeinstellungen wählen. Geht der User beispielsweise ins Fitnessstudio, kann die Maschine automatisch ein Sport-Waschprogramm wählen.

Waschmaschine programmiert sich selbst

Auch anhand von Wetterbedingungen und der Luftqualität kann eine LG-Waschmaschine mit ThinQ-Unterstützung passende Programme aussuchen. Gleichzeitig bereitet die Waschmaschine das Programm des Trockners vor - ein Beispiel dafür, dass die Geräte auch untereinander kommunizieren.

Mit dem Instaview-ThinQ-Kühlschrank lassen sich dank Smart-Tag-Funktion einfach die Ablaufdaten von Lebensmitteln auf dem eingebauten Bildschirm verfolgen. Anhand der vorhandenen Lebensmittel kann das Gerät Rezepte vorschlagen und den Ofen entsprechend programmieren.

Geräte warten sich eigenständig

Über die KI soll auch der Service der Geräte geregelt werden. So sollen Haushaltsgeräte bei kaputten Teilen automatisch den Kundendienst benachrichtigen können, um das Teil auszutauschen oder zu reparieren. Das soll auch bei zu erwartenden Defekten passieren, die noch gar nicht eingetreten sind. Dazu werden automatisch Daten an das Servicezentrum übermittelt - ob Nutzer das ausschalten können, ist nicht bekannt, aber wahrscheinlich.

Mit seinen Geräten kommunizieren kann der Nutzer unter anderem über Spracheingabe. In der Pressekonferenz sollte dies über den kleinen Roboter Cloi erfolgen. Cloi war allerdings etwas zickig und hat nach zwei Sprachbefehlen jegliche Zusammenarbeit verweigert. Geräte wie der Kühlschrank sind allerdings so ausgelegt, dass sie auch ohne Spracheingabe über den Touchscreen bedient werden können.

Fernseher hat LG auch noch

Das Thema Fernseher hat LG nur kurz erwähnt: Die im Jahr 2018 vorgestellten OLED-Modelle sollen den neuen Alpha-9-Prozessor haben, der ein besseres Bild bieten soll. Inwieweit wie bei Samsung die KI dabei eine Rolle spielen wird, blieb unklar. Die Fernseher sollen als Hub für Smart-Home-Geräte dienen und haben den Google Assistant eingebaut. Als Modelle hat LG den W8, G8, E8, C8 und B8 angekündigt, ohne irgendwelche Daten zu nennen.



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