Thinktiny: Mini-Spielekonsole sieht aus wie winziges Thinkpad

Der Bastler Paul Klinger hat sich eine Miniaturversion eines Thinkpads gebaut. Seine Kreation trägt den Namen Thinktiny(öffnet im neuen Fenster) und ist kein vollfunktionsfähiges Notebook, sondern ein Mikrocontroller in einem Gehäuse aus dem 3D-Drucker. Auf dem Flashspeicher des Chips sind fünf Spiele vorinstalliert, die Klinger über ein selbstprogrammiertes Textmenü auswählt. Bedient wird das Gerät mit einem kleinen Fünf-Wege-Schalter, der den Trackpoint echter Thinkpads imitiert. Die Tastatur und das winzige Touchpad sind Fassade und nicht funktional.
In einem Youtube-Video(öffnet im neuen Fenster) stellt Klinger sein Projekt vor, das er für andere Bastler auf Github zur Verfügung stellt. Darunter sind auch die Stl-Dateien für das 3D-gedruckte Chassis. Auf einem selbst entwickelten Mainboard ist der Mikrocontroller angebracht, ein Attiny1614-SSFR. Auf dem Chip sind ein 8-Bit-Mikroprozessor mit 20 MHz Taktfrequenz, 16 KByte ROM und 2 KByte SRAM vorinstalliert. Diese limitierten Ressourcen sind eine zusätzliche Herausforderung beim Programmieren eines möglichst effizienten Programms, das auf dem Chip gespeichert und ausgeführt wird.
Anleitung zum Nachbauen auf Github
Das OLED-Display ist ein SSD1306, das 128 x 64 Pixel weiß darstellen kann. Der damit verbundene Controller ist allerdings zu groß für das Projekt, so dass Klinger die Platine abgeschnitten hat. Beide Boards hat er schließlich einem 300-mAh-Akku verbunden. Geladen wird das kleine Gerät über einen Micro-USB-Anschluss, der auf der Joystick-Platine vorinstalliert ist. Auch eine kleine Status-LED hat der Bastler verlötet.
Auf Github stellt Klinger die benötigten Dateien und eine kleine Anleitung zur Verfügung. Im Verzeichnis liegt auch der in C++ geschriebene Code bereit, den er für seine Projekte nutzt. Neben dem Thinktiny ist das beispielsweise auch der Tiny-PC(öffnet im neuen Fenster) , der wie ein winziger Desktop-PC mit Mini-Lüftern, Monitor und RGB-Beleuchtung aussieht.