Thinkpad T14s (AMD) im Test: Lenovos kleines Schwarzes kann noch immer überzeugen

Sechs Kerne und die beste Tastatur: Durch AMDs Renoir gehört das Thinkpad T14s zu Lenovos besten Geräten - trotz verlötetem RAM.

Ein Test von und veröffentlicht am
Das Thinkpad T14s ist leicht und kompakt.
Das Thinkpad T14s ist leicht und kompakt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Wenn es um Lenovo-Thinkpads geht, dann werden Veränderungen kleingeschrieben. Statt riesigen Trackpads bleiben der typische rote Trackpoint und große dedizierte Maustasten erhalten. Statt eines fast randlosen 3:2-Panels bleibt das Notebook dem matten 16:9-Display treu. Statt wie einige andere Hersteller möglichst flache Tastaturen zu bauen, ist der Anschlag von Thinkpad-Tasten noch immer recht lang. All das sind Dinge, die Thinkpad-Enthusiasten seit jeher schätzen oder in einigen Fällen bemängeln.

Inhalt:
  1. Thinkpad T14s (AMD) im Test: Lenovos kleines Schwarzes kann noch immer überzeugen
  2. Die beste Tastatur. Punkt.
  3. SSD verschraubt, RAM nicht
  4. Verfügbarkeit und Fazit

Aber auch an den schlichten schwarzen Business-Notebooks geht der Fortschritt nicht spurlos vorbei. Das beweist das Thinkpad T14s mit AMDs Renoir-APU, das Teil einer neuen Serie ist. Lenovo hat es geschafft, ein kompakteres Thinkpad zu bauen, das nicht mehr so schwer und klobig wirkt. Die AMD-APU ist zudem ein echter Vorteil, wenn es um leistungsintensivere Anwendungen geht. Wir schauen, ob sich das Notebook in dieser Konfiguration lohnt, vor allem mit Hinblick auf die Alternative mit Intels bald erscheinendem Tiger Lake alias 11th Gen Core.

Allerdings sind weniger austauschbare Komponenten auch ein Rückschritt, der sicherlich einige Thinkpad-Stammkunden verschrecken wird.

CPUAMD Ryzen 5 4650U (6C/12T @ 19 Watt)
RAM16 GByte DDR4-3200 (verlötet)
MassenspeicherSamsung PM981 (NVMe-SSD/256 GByte/gesteckt)
GPUAMD Radeon RX Vega 6 (integriert)
Ports2x USB-A (3.2 Gen1), 2x USB-C (3.2 Gen2), 1x HDMI 2.0a, 1x Micro-SD-Kartenleser, 1x Lenovo-Dock-Anschluss, 1x Smartcard, 1x Kensington-Öse
Display14 Zoll IPS (entspiegelt, 1.920 x 1.080 Pixel, 353 cd/m²)
Maße1,61 cm x 32,9 cm x 22,6 cm, 1,26 kg
Akku 57 Wattstunden (geschraubt)
Preisrund 1.400 Euro (Testkonfiguration)
Lenovo Thinkpad T14s (Testkonfiguration)

Schauen wir uns das Gerät von außen an, können wir erneut die gute Verarbeitungsqualität preisen, für die die Serie bekannt ist. Das Gehäuse ist mit einer gummierten mattschwarzen Schicht überzogen. Hier wackelt und knarzt nichts. Auch ist das Gewicht mit 1,26 kg für die Serie recht gut. Schauen wir uns dagegen das beliebte und etwas preiswertere Thinkpad T490 mit etwa 1,5 kg aus dem Vorjahr an, ist der Unterschied noch einmal merklicher. Dabei sind die Abmessungen mit 1,61 cm x 32,9 cm x 22,6 cm nahezu identisch. Lediglich die Dicke von 1,61 zu 1,8 cm macht sich bemerkbar - daher auch der Zusatz s für "slim" im Produktnamen.

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Einen kleinen Verbesserungspunkt sehen wir beim Displayformat. Hier sind die Displayränder gerade an der unteren, linken und rechten Seite des Panels doch recht dick. Das können andere Hersteller noch immer besser. Ein Plus wäre zudem gewesen, hier ein 3:2-Panel zu verbauen. Schließlich geben sich die Lenovo-Notebooks als gute Arbeitsgeräte für IT-Spezialisten. Und die sehen mehr vertikale Anzeigefläche sicherlich gern. Gut ist: Das Panel lässt sich um 180 Grad auch flach auf den Tisch platzieren - ein typisches Merkmal für diese Serie, was hier nicht missachtet wurde.

  • Das Notebook lässt sich leicht aufschrauben. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • SSD und WLAN-Modul sind verschraubt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der RAM ist verlötetet und unter der silberfarbenen Abschirmung versteckt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Akku misst 57 Wattstunden. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Antennen für ein LTE-Modul sind bereits verlegt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Lenovo Thinkpad T14s (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lenovo Thinkpad T14s (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Tastatur und das Trackpad sind wieder exzellent. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch ein Fingerabdrucksensor ist vorhanden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Anschlüsse auf der linken Seite (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Anschlüsse auf der rechten Seite (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Webcam mit Slider (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lenovo Thinkpad T14s (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lenovo Thinkpad T14s (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Scharnier ist um 180 Grad klappbar.  (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • SRGB-Farbabdeckung ist in Ordnung. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Delta-E-Werte sind sehr gut. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Gute Akkulaufzeit (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Schnelle Samsung-SSD (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Lenovo Thinkpad T14s (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

An an der Displayhelligkeit wenig auszusetzen. Das matte 14-Zoll-IPS-Panel mit Full-HD-Auflösung leuchtet mit maximal 374 cd/m². Über neun Felder gemessen sind es 353 cd/m². Das ist für hell ausgeleuchtete Büroräume ausreichend. Die von Lenovo versprochenen 400 Nits erreicht das Panel allerdings nicht, was auch schon auf vorherige Thinkpads teilweise zutreffend war. An sonnigen Tagen im Freien kommt das Display an seine Grenzen. Auch eignet sich das Gerät eher weniger für Profis, die mit Bildbearbeitung zu tun haben. Das Gerät deckt in unseren Messungen 98,2 Prozent des SRGB-Farbraumes ab und eignet sich daher eher für einfachere Büroarbeiten und den Medienkonsum. Die Farbgenauigkeit Delta E von durchschnittlich 0,12 ist sehr gut.

ThinkPad T14s (AMD)

Versteckte Stromsparmechanismen

Übrigens schaltet sich das Display im Akkubetrieb sichtbar dunkler. Was zunächst wie ein Fehler aussieht, ist allerdings eine gewollte Einstellung namens Vari-Bright im Radeon-Grafiktreiber des AMD-SoC - zu finden unter dem Reiter Display. Die sogenannten Radeon Settings Lite erreichen wir allerdings nur über eine Wortsuche im Windows-Startmenü, statt wie gewohnt per Rechtsklick und Kontextmenü. Das verwirrt die Nutzerschaft unnötig und ist daher etwas unverständlich.

  • Das Notebook lässt sich leicht aufschrauben. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • SSD und WLAN-Modul sind verschraubt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der RAM ist verlötetet und unter der silberfarbenen Abschirmung versteckt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Akku misst 57 Wattstunden. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Antennen für ein LTE-Modul sind bereits verlegt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Lenovo Thinkpad T14s (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lenovo Thinkpad T14s (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Tastatur und das Trackpad sind wieder exzellent. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch ein Fingerabdrucksensor ist vorhanden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Anschlüsse auf der linken Seite (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Anschlüsse auf der rechten Seite (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Webcam mit Slider (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lenovo Thinkpad T14s (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lenovo Thinkpad T14s (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Scharnier ist um 180 Grad klappbar.  (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • SRGB-Farbabdeckung ist in Ordnung. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Delta-E-Werte sind sehr gut. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Gute Akkulaufzeit (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Schnelle Samsung-SSD (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Lenovo Thinkpad T14s (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Wie beim gleich großen und gleich dicken T490 sind auch beim T14s genügend Anschlüsse für die meisten Anwendungsfälle vorhanden. An der linken Seite finden wir einen USB-A-Port (3.2 Gen1) und zwei USB-C-Buchsen (3.2 Gen2). Einer der beiden USB-C-Ports ist im proprietären Dock-Anschluss des Herstellers versteckt, kann aber auch ohne Dock genutzt werden. An der linken Seite ist zudem HDMI 2.0a verbaut. Ein zweiter USB-A-Port (3.2 Gen1) ist an der rechten Seite des Chassis zu finden. Daneben ist ein Smartcard-Leser vorhanden. Ein Einschub für Micro-SD-Karten ist etwas versteckt an der Rückseite des Gerätes verbaut, zusammen mit einem hier nicht funktionsfähigen SIM-Kartenslot. Ein Ethernet-Port wird eingespart. Der ist beim etwas dickeren T14 ohne S-Zusatz vorhanden. Bei unserem Testmuster wird das per Adapter erreicht, der an den Dock-Port des Gerätes passt und im Lenovo-Shop 20 Euro extra kostet.

Wie bei fast jeden Thinkpad: Die Tastatur und das Trackpad gehören zu den größten Vorteilen der Serie.

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Die beste Tastatur. Punkt. 
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gstuebner 08. Okt 2020

Was ich in den Testberichten zu Notebooks immer vermisse ist ein Hinweis auf das Akku...

SirCatFish 29. Sep 2020

Ich bin da eher beim TE, und es geht auch net um ne Hand voll Notebooks, sondern um...

Beardsmear 28. Sep 2020

Das ist zu kurz gedacht. Das schöne an Thinkpads ist die überdurchschnittlich lange...

nohoschi 24. Sep 2020

Bei den älteren Modellen (X220) stecken im unteren Rahmen zwei Mikrofone und offenbar...

nohoschi 24. Sep 2020

Das ist nämlich der wichtigstes Teil, bei dem AMD bzw. eben auch Lenovo bei der alten...



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