Thinkpad: Gnome bekommt Privacy-Screen für Linux

Auf einigen Laptops wie Thinkpads lässt sich der Blickwinkel des Displays per Knopfdruck verkleinern. Nun soll es das auch für Linux geben.

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Einige Thinkpads unterstützen künftig auch unter Linux den sogenannten Privacy Screen.
Einige Thinkpads unterstützen künftig auch unter Linux den sogenannten Privacy Screen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Der Linux-Entwickler und langjährige Red-Hat-Angestellte Hans de Goede hat Patches zur Aufnahme in den Linux-Kernel vorgeschlagen, die einen sogenannten Privacy Screen umsetzen. Dabei handelt es sich um eine Funktion verschiedener Laptops, die es ermöglicht, den Blickwinkel der genutzten Displays künstlich zu reduzieren, damit in öffentlichen Situationen der Inhalt nicht ohne Weiteres von Fremden eingesehen werden kann.

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Derartige Technik lässt sich bisher noch nicht unter Linux nutzen, sondern nur unter Windows, was sich mithilfe der Patches nun ändern soll. Die von de Goede bereitgestellten Änderungen am Kernel stammen bereits vom August letzten Jahres und innerhalb der Community herrschte wohl auch Einigkeit über deren Aufbau. Was aber bisher noch fehlte, war eine User-Space-Implementierung, ohne die eine Aufnahme in den Grafikteil des Linux-Kernels nicht möglich ist.

Mit der Umsetzung in Gnomes Mutter sowie dazugehörigen Diensten und Optionen der freien Desktopumgebung stehen nun auch diese bereit. Konkret wird eine kleine Displaynotiz angezeigt, wenn die Funktion über die speziellen Hardware-Tasten aktiviert wird. Darüber hinaus lässt sich das Verhalten auch über das Einstellungsmenü steuern.

Die Kernel-Patches selbst umfassen neben der Schnittstelle selbst eine grundlegenden Abstraktion der Hardware-Funktionen, spezielle Hardware-Treiber zur Nutzung und Aktivierung per ACPI zunächst für Thinkpads sowie letztlich auch Erweiterungen für Intels Grafiktreiber. Wann die nun bereitgestellten Patches stabil in den Linux-Kernel sowie in Gnome eingepflegt werden, ist derzeit noch nicht absehbar. Bekannt ist ebenso wenig, ob künftig auch andere Linux-Desktopumgebungen ihren Code anpassen, um die Privacy-Screen-Funktion umzusetzen.

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