Alder Lake ist schneller, aber nicht immer
Ein typischer Schwachpunkt der E-Serie verglichen zu den X- und T-Modellen ist das Display. Beim Thinkpad E14 Gen3 hat Lenovo dieses Ärgernis weitestgehend eliminiert, für das Thinkpad E14 Gen4 gilt das ebenfalls: Der günstigste der matten 1080p60-Bildschirme nutzt zwar ein TN-Panel bei dunklen 250 Candela pro Quadratmeter, unser Modell aber weist ein IPS-basiertes Display (ein B140HAN04.E von AUO) mit einer Helligkeit von anständigen 342 cd/m² auf.
Schade allerdings: Bei den teureren Geräten verbaut Lenovo mittlerweile 16:10-Panels, die beispielsweise mit 1.920 x 1.200 Pixeln auflösen und daher mehr vertikale Bildpunkte bei gleicher Diagonale aufweisen. Das ist insbesondere bei Texten, etwa im Browser, komfortabler als das 16:9-Format des Thinkpad E14 Gen4. Auch die optionale 1080p- statt 720p-Kamera verwehrt Lenovo dem günstigeren Laptop, eine mechanische Blende gibt es weiterhin.
Neu ist dafür der Prozessor: Das Thinkpad E14 Gen4 in der Intel-Version wird mit der 12th Gen ausgeliefert. Konkret werden bei den europäischen Laptops die Alder Lake U verbaut, die nominell für eine Processor Base Power (PBP) von 15 Watt und eine Maximum Turbo Power (MTB) von 55 Wat ausgelegt sind. Unser Sample verfügt über einen Core i7-1255U mit zwei Performance- und acht Efficiency-Kernen für 10C/12T.
RAM und SSD aufrüstbar
Verglichen mit einem Core i7-1185G (Tiger Lake, 4C/8T) aus dem vergangenen Jahr und dem Ryzen 7 5700U (Lucienne, 8C/16T) aus dem Thinkpad E14 Gen3 schneidet der ADL-Chip passabel ab: Bei Last auf einem oder wenigen Cores kann sich der Core i7-1255U in Front setzen, bei starker Multithreading-Last aber verliert er teils gegen den AMD-Prozessor. Bei Beste Leistung und Ausbalanciert boostet der Alder Lake auf bis zu 55 Watt, bei Energie sparen auf bis zu 30 Watt - unter Dauerlast sind es durchweg 25 Watt.
Wie schon im Vorjahr verlötet Lenovo ein 8-GByte-Package an DDR4-3200-Speicher, ein SO-DIMM-Steckplatz kann überdies mit bis zu 32 GByte bestückt werden. Hinzu kommen zwei M.2-Halterungen für NVMe-SSD, beide für 42-mm-Varianten. Unser Muster ist mit einer SSD vom Union Memory ausgerüstet, Lenovos Eigenmarke. Mit lesend bis zu 3,2 GByte/s und schreibend bis zu 1,7 GByte/s erreicht diese typische Transferraten eines PCIe-Gen3-x4-Modells.
Hinsichtlich der Drahtlosmodule hat Lenovo die 2x2-Antennenkonfiguration mit 160 MHz beibehalten, neben Intels AX201 oder Realteks RTL8852BE gibt es auch eine AMD/Mediatek-Variante namens RZ616 mit Bluetooth 5.2 und Wi-Fi 6E. Der Akku weist erneut 57 Wattstunden auf, die Laufzeit des Thinkpad E14 Gen4 mit Alder Lake U ähnelt der des Thinkpad E14 Gen3 mit Lucienne: Bei 200 cd/m² (entspricht 80 Prozent Helligkeit) erreichen wir mit 7:31 Stunden im PCMark10 Applications samt Microsofts Office 365 rund 20 Minuten weniger. Geladen wird mit einem 65-Watt-USB-C-Netzteil.
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Also ich bin bei der Arbeit von einem T480s (14'') auf ein P15s (15,6'') gewechselt, und...
wenn er bei Lenovo die V-Reihe hat, ist es wahrscheinlichst ein TN ;-)
Kann ich absolut nicht nachvollziehen. Habe hier einen Arbeitsplatz mit einem HP ProBook...
Dankeschön. Das sind brauchbare Aussagen. Beim (wenigen) mobilen Arbeit ist mir der...