Thinkpad: Bastler verkauft SSD-Adapter für Expresscard-Anschlüsse

Der Bastler Alex West will dem Expresscard-Slot älterer Notebooks wieder einen Sinn geben: Er entwickelt einen passenden Adapter, der Platz für eine M.2-SSD hat. Er will sein Produkt unter der Marke Thinkmods als Zubehör für Lenovo-Thinkpads verkaufen, finanziert die Herstellung allerdings vorerst auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo(öffnet im neuen Fenster) .
Der Adapter ist kompatibel mit kurzen SSDs im Format M.2 2242. Das müssen NVMe-SSDs sein, da das genutzte Interface anscheinend kein SATA erkennt. Allerdings unterstützt der Expresscard-Slot selbst maximal SATA 3 und damit etwa 500 MByte/s im Lesen und Schreiben. Die maximale Kapazität gibt West mit 2 TByte an - beispielsweise, wenn eine Sabrant-Rocket-SSD genutzt wird. Interessant: auf der eingesteckten SSD soll auch ein Betriebssystem installiert und gebootet werden können. Auf dem Controller ist ein USB-Flash-Chip mit vorinstalliertem Clover-Bootloader verbaut.
Thinkmods soll mehr werden
Außerdem ist der Adapter Hot-Swap-fähig, kann also im Betrieb ausgesteckt und beispielsweise durch einen zweiten Adapter ersetzt werden. Die Montage der SSD funktioniert im Prinzip wie bei einem M.2-Slot auf einem Mainboard. Das Laufwerk wird in den Slot eingeschoben und auf der anderen Seite mit einer kleinen Schraube fixiert, so dass sie nicht herausrutscht. Der Adapter ist auf einer Seite offen. Der Prototyp stammt aus einem 3D-Drucker.
Derzeit hat West 1.900 Euro für sein Projekt eingenommen. Es wird also umgesetzt. Der Adapter kostet 32 Euro pro Stück. Die Auslieferung soll im Juni 2020 anlaufen. Später will West auch eine längere 54-mm-Version anbieten. Die Idee der Thinkmods soll sich um Zubehör für Thinkpads drehen. Weitere Ideen von West sind ein Drahtlosadapter für Logitech-Zubehör oder Schraubensets für verbreitete Thinkpad-Modelle. Die Artikel sollen später über den eigenen Thinkmods-Onlineshop(öffnet im neuen Fenster) verkauft werden.