Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Thinkcentre M715 Tiny: Lenovos Minirechner mit AMD-APUs und 32-GByte-RAM-Option

Erfolg für AMD: Lenovo bringt seine Minirechner-Serie Thinkcentre Tiny auch mit AMD-Prozessoren auf den Markt. Zur Auswahl stehen Dual- und Quadcore-Systeme und wie gehabt eine gute Aufrüstbarkeit und Einsatzflexibilität trotz kleinem Gehäuse.
/ Andreas Sebayang
33 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Lenovos Tiny-Rechner mit AMD-APU (Bild: Lenovo)
Lenovos Tiny-Rechner mit AMD-APU Bild: Lenovo

Lenovo bringt mit dem M715 Tiny (PDF-Übersicht)(öffnet im neuen Fenster) ein neues kleines Thinkcentre mit AMDs Prozessoren auf den Markt. Rein äußerlich unterscheiden sich die AMD-basierten Minirechner kaum von den Intel-Varianten, mit denen Lenovo seit Jahren erfolgreich ist und deren Minirechner-Konkurrenz von Dell, HP und Fujitsu wir 2015 getestet haben.

Anschlüsse und Innenleben des Lenovo Tiny M93p
Anschlüsse und Innenleben des Lenovo Tiny M93p (01:09)

Die Systeme gibt es entweder mit einer Dual-Core- oder Quad-Core-APU von AMD der neuen Bristol-Ridge-Generation. Einige Modelle werden auch mit den Business-APUs von AMD angeboten. Die Varianten mit 8000er-APUs basieren auf der Carrizo-Architektur.

AMD konkurriert mit den Tiny-Systemen mit Skylake-Pentiums

Preise nennt Lenovo noch nicht, es ist aber zu erwarten, dass die Systeme günstiger als die Intel-Konkurrenz sein werden. Auf CPU-Seite sind die AMD-Lösungen schwächer, dafür kann die Grafikeinheit mehr. Allerdings werden die Lenovo-Tiny-Systeme auch mit Celerons und sogar Pentiums (Skylake und Braswell) angeboten und sind dann mit 300 bis 400 Euro recht günstig.

Bei der Ausstattung gibt es in Details ein paar Besonderheiten, bedingt durch die AMD-Basis. Statt auch auf Intels WLAN-Karten setzt Lenovo beim M715q nur auf Realtek- und Qualcomm-Karten im M.2-Format. In der Regel befindet sich Bluetooth mit auf dem Board und 802.11ac wird auch unterstützt, aber nicht immer in der 2x2-Ausführung. Ein zweiter M.2-Schacht steht für eine NVMe-SSD bereit. Das System wird aber auch mit herkömmlichen 2,5-Zoll-Festplatten angeboten.

Anschlussseitig bietet Lenovo auch bei der AMD-Variante viel: Jeweils drei USB-3.0- und USB-2.0-Anschlüsse gibt es, zwei Displayport-Buchsen und einen Anschluss für die Lenovo-Netzteile. Zudem gibt es Gigabit-Ethernet und für das Projektgeschäft ist ein weiterer konfigurierbarer Anschluss vorgesehen. Manch ein Kunde wird dort vermutlich einen seriellen Anschluss (RS232) erwarten. Solche Anschlüsse, wie auch PS/2-Ports, gibt es aber auch mit einer andockbaren Box. Auch ein optisches Laufwerk gibt es als Option im Tiny-Design.

Die Arbeitsspeicherkonfiguration hängt stark von dem Modell ab. Üblich sind 4 bis 8 GByte. Lenovo lässt dabei immer einen SO-DIMM-Steckplatz frei. Das Maximum liegt bei 32 GByte. Von Lenovo gibt es das als Sonderanfertigung, was nach begrenzter Kompatibilität mit großen RAM-Modulen klingt.

Lenovo hat die Systeme bisher nur über seine Produktdatenbank angekündigt. Seitens AMD gibt es aber die Informationen(öffnet im neuen Fenster), dass die Systeme ab sofort verfügbar sind. Im Handel finden sie sich jedoch noch nicht.


Relevante Themen