Wer soll das Rollable kaufen?
Gerade die CPU-Seite des Intel Core Ultra 7 258V ist in synthetischen Benchmarks sicher nicht die Referenz. Die vier P-Cores und vier E-Cores sind aber bei der Single-Core-Performance ziemlich überzeugend.
In Cinebench 2024 messen wir 122 Punkte im Single-Core, aber nur 551 Punkte im Multicore-Benchmark. Zum Vergleich: Der Apple M5 im Macbook Pro 14 (Test) kommt auf 192 Punkte im Single-Core- und 1.101 Punkte im Multicore-Benchmarks. In Geekbench 6 schafft der Intel-Chip im Thinkbook 10.347 Punkte. Er liegt damit in etwa auf dem Niveau eines älteren AMD Ryzen 7 7840U.
Die integrierte Grafikeinheit überrascht uns eher positiv, vor allem in Games. In Shadow of the Tomb Raider messen wir etwa bei einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln und bei niedrigen Details 55 fps. In Counter-Strike 2 sind es bei gleichen Einstellungen 107 fps. Das anspruchsvolle Cyberpunk 2077 liegt hier bei 50 fps.
Dabei ist uns ein mehr oder weniger großes Problem aufgefallen: Die Displayauflösung lässt sich in einigen Spielen und ohne Änderungen im Treiber nicht einfach so ändern. Stattdessen will Shadow of the Tomb Raider etwa die ungewöhnliche Hochkantauflösung von 2.000 x 2.350 Pixel festlegen, was natürlich wenig praktisch ist. So ganz Plug and Play ist das Rollable unter anderem deshalb noch nicht.























Der Core Ultra 7 258V ist für die meisten praktischen Anwendungen ausreichend schnell und kann gerade bei der Grafikleistung gut mithalten. Beim Thema Akkulaufzeit reiht sich das Thinkbook Rollable im Mittelfeld ein. Bei einer Verteilung von 80 Prozent leichter und 20 Prozent schwerer Last kommen wir auf 8 Stunden. Im ausgefahrenen Zustand sinkt dieser Wert um etwa 30 Minuten – weniger als erwartet. Für einen Arbeitstag reicht die Ausdauer also aus.
| Geekbench 6 GPU Single/Multi | 2.806/10.347 Punkte |
| Cinebench 2024 (Single/Multi) | 122/551 cb |
| Shadow of the Tomb Raider (FHD) fps medium/high | 55/44/33 fps |
| Counter-Strike 2 (FHD) fps medium/high | 107/90/57 fps |
| Cyberpunk 2077 (FHD) fps medium/high | 50/44/32 fps |
| Blender Benchmark (Monster-Preset) CPU/GPU | 65/322 Punkte |
| SSD-Geschwindigkeit (R/W) | 6.161/4761 MByte/s |
| Displayhelligkeit in cd/m² (Durchschnitt aus neun Zonen) | 386 cd/m² |
| Display Farbabdeckung SRGB/Adobe RGB/DCI-P3 | 100/100/100 Prozent |
| Akkulaufzeit 80/20, 200 cd/m² (Youtube 4K/Benchmark) | 8:00 Stunden |
Unter Volllast ist unser Testsystem zudem deutlich, aber nicht nervig, zu hören. Hier hat Lenovo eine solide Kühllösung verbaut. Allerdings halten wir die viele vorinstallierte Bloatware weiterhin für unnötig – vor allem bei einem so teuren Laptop.
Das Büro für unterwegs
Da stellt sich die Frage: Wer braucht ein solches Gerät? Das fragen wir uns vor allem, weil der Preis mit etwa 3.560 Euro so enorm hoch ist, dass wir uns stattdessen auch einen sehr guten anderen Laptop für 2.000 Euro und zusätzlich einen High-End-Bildschirm kaufen können.























Der Exklusivitätsfaktor des Roll-Displays ist vor allem ein Blickfang und könnte techaffine Menschen begeistern, die mit ihrem Laptop auch eine Art Statement abgeben wollen. Auch gibt es natürlich kaum einen Laptop, der im 14-Zoll-Formfaktor kompakt und auf Knopfdruck fast 17 Zoll Bildfläche bieten kann. Das kann interessant sein für Menschen, die fast ausschließlich mobil arbeiten und ihr Büro immer mitnehmen.
Dafür können wir aber auch einen mobilen Zusatzmonitor kaufen. Der ist dann vielleicht nicht so besonders und etwas uncooler. Dafür sparen wir aber eine Menge Geld ein.



