Thief-Entwickler über Mantle: "20 Prozent mehr GPU-Leistung nicht unrealistisch"

Der Präsident des niederländischen Studios Nixxes, Jorjen Katsman, hat sich gegenüber Techreport zur möglichen Geschwindigkeitssteigerung durch AMDs Mantle-Schnittstelle geäußert. Laut dem Entwickler würde die Verringerung des API-Overheads etwa ein Fünftel mehr Performance aus der GPU kitzeln.

Katsman ist damit der erste Entwickler, der Details zur möglichen Leistungssteigerung durch Mantle benennt. Nach der Präsentation der Schnittstelle durch Johan Andersson hat Techreport mit dem Nixxes-Präsidenten gesprochen und erfahren, dass der API-Overhead unter Direct3D bei etwa 40 Prozent liegt. Mit Mantle verringert er sich auf nur noch 8 Prozent.
Durch dieses deutlich schlankere API, man spricht hier von "low level"-Programmierung, seien "20 Prozent mehr GPU-Leistung nicht unrealistisch" , sagt Jorjen Katsman(öffnet im neuen Fenster) . Dies entspricht beispielsweise 36 statt 30 fps bei gleicher Auflösung oder bei größeren Reserven des Spiels der Möglichkeit, eine höhere Auflösung zu verwenden. Auch spielinternes Downsampling , wie es Battlefield 4 verwendet, könnte so weiter verbreitet werden. Umgelegt auf die Geschwindigkeitsunterschiede bei Grafikkarten würde Mantle eine Ersparnis von rund 100 Euro bedeuten – so viel schneller respektive teurer ist R9 290 im Vergleich zu einer R9 280X.
Nixxes arbeitet derzeit an der PC-Version von Thief , einem von drei bestätigten Titeln mit Unterstützung für das Mantle-API. Nixxes hatte bereits für Tomb Raider mit AMD zusammengearbeitet und gemeinsam mit Confetti FX die Haartechnik TressFX in das Spiel implementiert. Eine neue Version von TressFX hat AMD auf der APU13 vorgestellt .



