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Theremin: Geistermusik mit dem Arduino

Kaum ein britischer Krimi oder Sci-Fi-Film wäre ohne dieses Instrument denkbar: Jetzt gibt es ein Theremin als Aufsatz für Arduinos – zum Selberbauen oder Kaufen.
/ Alexander Merz
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Das Open-Theremin-Uno mit Frontplatte (Bild: Open.Theremin-Projekt)
Das Open-Theremin-Uno mit Frontplatte Bild: Open.Theremin-Projekt

Ob Inspektor Barnaby(öffnet im neuen Fenster) oder Der Tag, an dem die Erde stillstand(öffnet im neuen Fenster) , selbst in der monumentalen Bibelverfilmung Die zehn Gebote(öffnet im neuen Fenster) ist der geisterhafte Sound des Theremins stets sofort erkennbar. Wer selbst damit musizieren oder Soundeffekte erzeugen will, bislang aber vor den Preisen für dieses Instrument zurückschreckte oder einfach neugierig auf die zugrundeliegende elektronische Schaltung ist, für den gibt es einen Aufsatz für den Arduino Uno.

Das Theremin(öffnet im neuen Fenster) gehört zu den ersten rein elektronischen Instrumenten. Gespielt wird es, indem mit den Händen die elektromagnetischen Felder um zwei Antennen beeinflusst werden. Eine Antenne steuert dabei die Tonhöhe, die andere Antenne beeinflusst die Lautstärke.

Open.Theremin.Uno angespielt
Open.Theremin.Uno angespielt (01:07)

Der Open-Theremin-Uno(öffnet im neuen Fenster) genannte Aufsatz enthält die erforderliche Audioelektronik inklusive eines Klinkensteckers für die Tonausgabe. Die eigentliche Tonerzeugung erfolgt über ein Programm für den Arduino, das die Macher hinter dem Projekt in Quellcode(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung stellen. Der Quellcode steht unter einer Open-Source-Lizenz, ist ausführlich dokumentiert und soll so zu eigenen Experimenten animieren.

Der Schaltplan(öffnet im neuen Fenster) wie das Layout der Platine stehen ebenfalls unter offener Lizenz und dürfen – und sollen – nachgebaut werden. Wer vor dem Selbstbau zurückschreckt, kann die teilbestückte Platine zum Preis von 48 Euro auch kaufen(öffnet im neuen Fenster) , lediglich die Pinreihen zur Verbindung mit dem Arduino müssen selbst angelötet werden. Für 68 Euro gibt es die Platine inklusive Erweiterungsset, das neben einer Abdeckung und Stativgewinde auch zusätzliche Bedienungselemente zum Selbstauflöten enthält. In beiden Fällen muss der Käufer aber trotzdem die beiden erforderlichen Antennen selbst beisteuern.

Der Erfinder und Namensgeber des Theremins, Lew Termen beziehungsweise Leon Theremin(öffnet im neuen Fenster) , studierte sowohl Musik als auch Physik. Er erfand und entwickelte nicht nur elektronische Musikinstrumente, sondern konstruierte während seiner wechselhaften Karriere auch Abhörequipment für den KGB.


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