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Theo de Raadt: OpenBSD-Foundation geht das Geld aus

Wegen fehlender Einnahmen sieht sich die OpenBSD-Foundation nicht in der Lage, ihre Stromkosten zu zahlen. Ändert sich daran nichts, müssten schlimmstenfalls die Server abgeschaltet werden.
/ Sebastian Grüner
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Die OpenBSD-Foundation kann ihre Stromrechnung nicht begleichen. (Bild: OpenBSD.org)
Die OpenBSD-Foundation kann ihre Stromrechnung nicht begleichen. Bild: OpenBSD.org

Die OpenBSD-Foundation(öffnet im neuen Fenster) bildet den rechtlichen Rahmen für das auf Sicherheit ausgerichtete Betriebssystem OpenBSD sowie daraus hervorgegangene Projekte wie OpenSSH oder OpenBGPD. Doch wie OpenBSD-Gründer und -Leiter Theo de Raadt(öffnet im neuen Fenster) und Foundation-Vorstand Bob Beck(öffnet im neuen Fenster) nun mitteilen, hat die gemeinnützige Organisation ein akutes Finanzproblem für das laufende Jahr. Sollten die 20.000 kanadischen Dollar, etwa 13.500 Euro, für die Stromkosten nicht bereitstehen, müssten die Projekte wohl die Server abschalten.

Viele verschiedene Architekturen

Die hohen Kosten werden vor allem durch die vielen verschiedenen und teils sehr alten Server verursacht, die OpenBSD zum Bauen und Testen der Software nutzt. Aus logistischen Gründen ließen sich die Geräte aber nicht an einen Ort versetzen, der eine kostenlose Stromversorgung als Sponsoring-Maßnahme anböte.

Ebenfalls nicht zur Debatte steht die Möglichkeit, die unterstützten Rechnerarchitekturen weitgehend zu reduzieren, um dadurch Kosten zu senken. Denn einige Software-Bugs(öffnet im neuen Fenster), die alle Plattformen betreffen, werden erst durch das Kompilieren auf unterschiedlichen Rechnern entdeckt. Zudem könnte OpenBSD dadurch Entwickler verlieren, die ein spezielles Interesse an diesen Plattformen haben, was sich auch negativ auf weitere Teilbereiche der Systementwicklung auswirken könnte.

Großsponsor gesucht

In dem Mailing-Listen-Thread werden wenig sinnvolle Lösungen für das Finanzierungsproblem angeboten, etwa ein Kuchenbasar, oder Strom eines projekteigenen Geothermie-Generators zu nutzen, worauf de Raadt wenig amüsiert reagiert(öffnet im neuen Fenster). Aber auch eine Crowdfunding-Kampagne via Kickstarter lehnt der Kanadier ab(öffnet im neuen Fenster). Das würde einen erheblichen Mehraufwand für alle Beteiligten bedeuten.

Vielmehr sucht das Team nach einem Unternehmen, das bereit ist, die Kosten zu übernehmen oder einen großen Betrag Geld spendet. In den vergangenen zwei Jahren hat Google die Projektfinanzen auf diese Weise gestützt.

Neben Spenden sind der Verkauf von CDs, T-Shirts, Postern und ähnlichen Merchandise-Artikeln derzeit die einzige Einnahmequelle für OpenBSD.


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