Schöne Kämpfe und unverständliche Handlungsteile

Die Biester sind technisch gut umgesetzt, die meisten Kämpfe finden wir gelungen. Überhaupt bietet The Witcher einige sehenswerte Gefechte mit originellen Ideen und viel Akrobatik. Merkwürdigerweise dreht die Kamera vor allem in der ersten Episode das Bild vor Enthauptungen und Ähnlichem rechtzeitig ab. Später ändert sich das, und wir sehen auch mal einen explodierenden Schädel vor laufender Kamera.

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Auch sonst gibt es für eine derartige Serie gewisse Schwankungen, die etwas über das gewohnte Maß hinausgehen. Meist geht es düster und geheimnisvoll zu, zwischendurch wird aber auch mal hemmungslos gefeiert und geblödelt. Wir hatten den Eindruck, dass die Macher noch auf der Suche nach der richtigen Formel für The Witcher sind. Die Folgen sind jeweils ungefähr eine Stunde lang, die längste dauert sogar 67 Minuten.

Die meisten Episoden sind spürbar sorgfältig und verständlich erzählt. Zwischendurch gibt es aber ein paar Abschnitte, in denen die Handlung so rasch vorangetrieben werden soll, dass wir mutmaßlich wichtige Entwicklungen nicht kapiert haben - selbst beim wiederholten Anschauen nicht.

Ebenfalls gestört haben uns die teils sehr billigen Kostüme und Bauten. Die Community hatte das bereits vorab auf Basis der Trailer kritisiert. Leider zu Recht: Auch wir haben angesichts von teils kulissenhaft wirkenden Burgwänden und klinisch sauberen Provinzdorfhütten immer wieder den Kopf geschüttelt, einige Kostüme sehen regelrecht nach Karneval aus. Hier wünschen wir uns für die bereits angekündigte zweite Staffel ein wesentlich höheres Budget!

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Die meisten Szenen sind offensichtlich im Studio entstanden, dazu kommen immerhin ein paar Außenaufnahmen - längst nicht so viele wie in Game of Thrones allerdings. Gedreht wurde in Rumänien, Polen, Ungarn und auf der spanischen Insel La Palma. Ab und an darf Geralt vor einer mutmaßlich computergenerierten Berg- und Tallandschaft zusammen mit Pferd Plötze durchs Bild marschieren, das sieht dann leider ebenfalls künstlich aus. Ansonsten gibt's sehr viel Nebel und Nacht, was das Gefühl von Weite und Echtheit ebenfalls schmälert.

Der Soundtrack von The Witcher setzt primär auf mittelalterlich angehauchte Musik. In der Abteilung Audio fällt davon abgesehen vor allem die sehr tiefgelegte Originalstimme von Geralt auf, was speziell in der deutschen Sprachfassung allerdings eher brummelig statt düster klingt. Davon abgesehen geht die Synchronisation aber in Ordnung.

Fazit

Netflix liefert mit The Witcher eine ordentlich gemachte und abwechslungsreiche Fantasyserie ab. Die Darstellerriege um den von Henry Cavill gespielten Geralt von Riva ist überzeugend, aber Ausstattung und die allgemeine Umsetzung leiden unter einem mutmaßlich zu knappen Budget. Die sehenswerten und mit viel Tempo und einigen originellen Ideen inszenierten Kampfszenen können das aber ein Stück weit ausgleichen.

Die eher episodenhaften Abenteuer des Hexers finden wir größtenteils gelungen. Zur Entwicklung des langfristigen Handlungsbogens können wir keine Aussage treffen. Wer Geralt vor allem aus Games kennt, entdeckt einige schöne Anspielungen und hat auch sonst verhext viel Spaß mit dieser Verfilmung.

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 The Witcher: Zwischen Badewanne und Bambimord
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Y0rg0 27. Dez 2019

der Bericht geht soweit in Ordnung, allerdings wurde das Töten des Rehkitzes komplett...

George99 27. Dez 2019

Meine Freundin hat bereits alle acht Episoden durch und meint, dass die Serie bei ihr...

Muhaha 27. Dez 2019

Das liegt daran, dass Du den enormen Qualitätssprung nicht nachvollziehen kannst, den...

Targi 23. Dez 2019

Nee, eigentlich nicht. Testosteron bewirkt nicht nur Haarausfall, es schwächt auch das...

rapunzel666 23. Dez 2019

Grundsätzlich stimme ich Dir zu (also der Doppler holt Sie ein, und fesselt Ciri, kann...



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