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The Veilguard Vorschau: Dragon Age im Rausch der Farben

Summer Game Fest 2024
Ist das noch ein Fantasy-Rollenspiel? Wir haben die erste Stunde von Dragon Age – The Veilguard gesehen – und sind irritiert.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Dragon Age - The Veilguard (Bild: Electronic Arts)
Artwork von Dragon Age - The Veilguard Bild: Electronic Arts

Mittelalter und Fantasy stellen wir uns dreckig, schlammig, braun, grau und dunkelgrün vor – Höhlen, Matsch, Burgmauern, finstere Wälder. Ungefähr so erinnern wir uns an die bisherigen Spiele der Dragon-Age-Reihe. Mit Rittern in Rüstungen, Dieben in leichtem Lederwams und Magiern in derbem Tuch.

Ähnlich stellten wir uns auch das nächste Dragon Age vor – doch dann kam alles anders: Beim Summer Game Fest 2024 zeigte uns Bioware knapp die erste Stunde des Rollenspiels. Und wir staunten!

Das Spiel schickt uns bei Nachtschwärze in eine Welt voller Monster mit stahlblauen und giftgrünen Applikationen.

Die Outfits des Heldentrupps erinnern an Modenschauen, inklusive keck-schräg sitzendem Hütchen und viel Lila. Schön? Wir finden ja – und liebäugeln mit dem Kauf eines AMOLED-Monitors für maximalen Schwarz-Kontrast bei der fertigen Version.

Aber: Nach Dragon Age sieht das nicht so richtig aus. Wir sind gespannt, wie die Community auf den ungewöhnlichen Stil reagieren wird. Unser sehr vorläufiges Fazit zur Optik lautet: ungewöhnlich, mutig – und technisch sowie künstlerisch gut gemacht!

Auch bei der Handlung traut sich Bioware was

Was uns in The Veilguard nach dem ersten Abschnitt alles erwartet? Laut Bioware soll es mehr Umgebungen und Biome als in allen früheren Teilen geben.

Dragon Age – The Veilguard (20 Minuten Gameplay)
Dragon Age – The Veilguard (20 Minuten Gameplay) (20:17)

Auch bei der Handlung traut sich Bioware was. Die erste Stunde wirkt fast schon so wie das Finale. Wie wir das genau meinen, verraten wir aus Spoilergründen natürlich nicht.

Die Story beginnt in der dezent an Steampunk-Metropolen erinnernden Stadt Minrathous mit einer Kneipenschlägerei. Wenige Augenblicke später steht schon das Schicksal der Fantasywelt Thedas auf dem Spiel.

Gefechte sollen deutlich taktischer sein

Der Untertitel The Veilguard bezieht sich auf eine Figur aus früheren Serienteilen. Es geht um eingesperrte Dämonen und um ebenso düstere wie magische Geheimnisse.

Wir steuern einen Helden, den wir zu Beginn im Charaktergenerator basteln. Erst bestimmen wir, ob wir einen Elf, einen Qunari (große Wesen mit Hörnern), einen Menschen oder einen Zwerg steuern wollen. Dann wählen wir zwischen den Hauptklassen Krieger, Magier und Schurke.

Für alle gibt es Unterklassen, den Schurken etwa können wir auf Schleichen und Tricksen, auf Fallen und Sabotage sowie auf den Kampf über sehr große Distanzen spezialisieren.

Es gibt weitere Optionen, außerdem können wir den Schwierigkeitsgrad granular an unsere Vorlieben anpassen. Wer etwa immer Schwierigkeiten mit dem Parieren von Klingen hat, sollte sich im Optionsmenü zusätzliche Sekunden zum Reagieren gewähren.

Wie in früheren Serienteilen gibt es von Anfang an Dialoge, in denen wir per Multiple Choice den Verlauf der Handlung beeinflussen können. Das gilt auch für den Umgang mit unseren Begleitern. Von Anfang an dabei ist Varric mit seiner Armbrust Bianca, nach und nach gesellen sich weitere Charaktere dazu.

Zwei können wir aktiv an unserer Seite haben, die anderen werden irgendwo in einem virtuellen Lager geparkt. Auf Tastendruck rufen wir ein neues Kreismenü auf: Unten befinden sich drei Spezialangriffe für unsere Hauptfigur, rechts und links gibt es für jeden Begleiter jeweils dessen drei Superfähigkeiten.

Nach ein paar Augenblicken in Minrathous kommt es zu den ersten echten, interaktiven Kämpfen – gegen feindliche Magier und Monster mit den genannten, quietschbunten Applikationen.

Auf Tastendruck können wir serientypisch das Geschehen pausieren, um unter anderem über das Kreismenü unsere Befehle zu erteilen. Wahlweise können wir auch einfach Schwert oder Axt ziehen und fast wie in einem Actionspiel zuschlagen.

Bioware sagte uns, die Gefechte seien wieder deutlich taktischer als in den vergangenen Dragon Age. Wir finden: gut so! Beim Zuschauen sah das Ganze teils sehr schick aus, auch mit der Übersicht hatten wir keine Probleme.

Die Begleiter sollen eine größere Rolle spielen als in den Vorgängern. Insgesamt schließen sich uns sieben Kompagnons an, alle sollen ausgefeilte Hintergrundgeschichten und eigene Nebenquests haben.

Dragon Age – The Veilguard basiert auf der Frostbyte-Engine. Das Spiel soll im Herbst 2024 für Playstation 5, Xbox Series X/S und Windows-PC erscheinen. Laut Pressemitteilung erscheint die PC-Fassung über Steam und den Epic Games Store, der EA-eigene Shop wird kurioserweise nicht genannt.


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