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The Tomorrow Children: Rettung der Menschlichkeit mit Raytracing

Gamescom 2014
The Tomorrow Children ist ein Sandbox-Spiel in einem marxistischen Zukunftsszenario, das Matrjoschka-Puppen, Metall-Godzillas und Raytracing-Grafik kombiniert. Verrückt? Nein: anders.
/ Marc Sauter
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Die Material-Shader von The Tomorrow Children sind beeindruckend. (Bild: Q-Games)
Die Material-Shader von The Tomorrow Children sind beeindruckend. Bild: Q-Games

Es gibt Spiele, die sind faszinierend, einzigartig – anders. The Tomorrow Children von Q-Games ist so ein Titel, schwer zu erfassen, schwer zu erklären – und sieht auch noch wahnsinnig gut aus.

In der Welt von übermorgen ist der Kalte Krieg zwar vorbei, das fehlgeschlagene Experiment eines globalen Gedächtnisses aber hat die meisten Menschen ausgelöscht. Was nach dem üblichen Endzeitszenario klingt, überrascht: In den wenigen Städtchen hat der Marxismus überlebt, drumherum ist die Natur verschwunden und leere Flächen dominieren das Bild.

The Tomorrow Children – Trailer (Gamescom 2014)
The Tomorrow Children – Trailer (Gamescom 2014) (02:16)

Um die Zivilisation voranzutreiben, wagt sich die Spielfigur – ein kleines Mädchen – in die Leere hinaus. Die Reisen dauern meist nur eine halbe Minute, kleinen Autos oder Gemeinschaftsbussen (Kommunismus!) sei Dank. Draußen in der Leere erforscht die Kleine Inseln aus bekannten wie unbekannten Materialien.

Mit Schaufel und Hacke baut sie Treppen in goldene Strukturen, sammelt Rohstoffe und Schätze. Möglich wird dies durch sogenanntes Cascaded Voxel Cone Raytracing: Licht wird ausgehend von seiner Quelle bis zu dreimal reflektiert, was neben einer tollen Echtzeit-Beleuchtung auch sehr schöne Spiegelungen und Farbverläufe ermöglicht.

Mecha-Godzilla gegen goldenen Raketenwerfer

Nicht unbeabsichtigt buddelt Q-Games in der Präsentation in einem Berg aus Gold, denn das Edelmetall zeigt die Vorzüge der Voxel- und Raytracing-Engine besonders gut.

Tief in der Insel schließlich steht eine Matrjoschka-Puppe. Sammelt sie diese ein, erhält sie wie für alle anderen Aktionen Anerkennungspunkte und erhöht zudem die Menschlichkeit in der Stadt – diese wird nach und nach von wohlgesinnten NPCs bevölkert.

Auf dem Rückweg zur Stadt treffen wir auf die dunkle Seite der Leere: Monster greifen unsere Heimatstadt an! Ein gigantischer, silberner Godzilla stapft dem kleinen Mädchen entgegen, wir begrüßen den Metallriesen mit einem goldenen Raketenwerfer – gefolgt von den Geschossen anderer Spieler.

The Tomorrow Children ist kein reiner Singleplayer-Titel, andere Mitstreiter sehen, was wir aus unseren Rohstoffen bauen und helfen uns dabei, die Monster mit dem Namen Izverg abzuwehren und die Städtchen auszubauen. Die Anerkennungspunkte tauschen wir in Rationsmarken um, die unsere Fähigkeiten verbessern, für abgelieferte Matrjoschkas erhalten wir Baupläne.

Die Anerkennungspunkte dienen alternativ als Lebensversicherung, um den Spielfortschritt zu speichern, denn stirbt das kleine Mädchen, verfällt die Menschlichkeit wieder. Die kommunistische Komponente von The Tomorrow Children ist übrigens begrenzt: Das Spiel erscheint exklusiv für Sonys Playstation 4.


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