Verfügbarkeit und Fazit

Nach und nach kommen wir dann durch Gesprächsnotizen oder einfach Unterhaltungen dahinter, was in der Welt von The Surge passiert ist. Auch dabei ist Mitdenken gefragt. So vielschichtige und mysteriöse Welten wie die von Dark Souls oder Bloodborne hat Deck 13 zwar nicht erschaffen, dafür wirkt das Actionspiel hier zugänglicher. Auch sonst finden sich übrigens Anleihen an die Titel von From Software: Etwa die Möglichkeit, Wiederholungen von Kämpfen nach dem Ableben durch das Freischalten von Abkürzungen zu vermeiden.

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Auch das Rollenspiel- und Charaktersystem orientiert sich an Dark Souls, allerdings sammeln wir Altmetall statt Seelen. Schön: Es gibt öfter Verbesserungen bei den Waffen und der sonstigen Ausrüstung, und diese Optimierungen sind dann auch relativ deutlich in den Kämpfen zu spüren. Das hat aber auch die unmittelbare Folge, dass sich das wiederholte Zerdeppern von Gegnern auf der Jagd nach Schrott lohnt, was wiederum Grinding aus spielerischer Sicht relativ attraktiv macht. Wirklich nötig hat The Surge das nicht: Selbst wer sich beeilt, dürfte die Kampagne auf dem einzigen verfügbaren Schwierigkeitsgrad kaum unter 25 bis 30 Stunden (eher mehr) schaffen.

Grafisch macht das Programm mit seinen detailreichen Umgebungen, den gelungenen Animationen und den schönen Licht- und Schatteneffekten eine gute Figur. Die meisten Umgebungen sind recht hell gehalten und - obwohl wir eigentlich immer im gleichen Gebiet bleiben - relativ abwechslungsreich: Wir besuchen Biolabore, Fabrikanlagen und riesige Hallen, schleichen aber auch mal durch finstere Gänge. Auf der Playstation 4 Pro können wir per Menü übrigens entscheiden, ob wir mit höherer Bildqualität oder 60 statt 30 FPS antreten.

  • Mit einem Finishing-Move erledigen wir in Zeitlupe einen Gegner. (Bild: Deck 13/Screenshot: Golem.de)
  • Die Umgebungen sind teils sehr detailreich gestaltet. (Bild: Deck 13/Screenshot: Golem.de)
  • Menüs wie das vom Inventar wirken übersichtlich.(Bild: Deck 13/Screenshot: Golem.de)
  • Mit Altmetall erhöhen wir die Leistungsfähigkeit unserer Systeme. (Bild: Deck 13/Screenshot: Golem.de)
  • Ab und zu gibt es simple Unterhaltungen. (Bild: Deck 13/Screenshot: Golem.de)
  • Zum Spielstart sitzt Hauptfigur Warren noch im Rollstuhl.(Bild: Deck 13/Screenshot: Golem.de)
  • Die Charakterwerte in der Übersicht (Bild: Deck 13/Screenshot: Golem.de)
  • Dank eines Exoskeletts kann Warren kämpfen. (Bild: Deck 13/Screenshot: Golem.de)
Zum Spielstart sitzt Hauptfigur Warren noch im Rollstuhl.(Bild: Deck 13/Screenshot: Golem.de)

The Surge ist für Windows-PC (rund 50 Euro) sowie für Playstation 4 und Xbox One (je rund 60 Euro) erhältlich. Auf allen Plattformen stehen mehrere Sprachversionen zur Verfügung, auch eine sehr gute deutsche. Multiplayer- oder Koop-Modi gibt es nicht. Von der USK hat das Spiel eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten.

Fazit

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Trotz der tollen Grafik und dem motivierenden Charaktersystem ist The Surge für den Gelegenheits- und Feierabendspieler schon nach der ersten Welt viel zu herausfordernd - insbesondere, wenn es in die aufwendig gestalteten, aber eben extrem knackigen Bosskämpfe geht. Die hohen Ansprüche der Hardcorezocker wiederum erfüllen die Abenteuer von Hauptfigur Warren zwar zum großen Teil, aber nicht ganz.

Auf der einen Seite macht etwa die Steuerung vor allem per Gamepad einen hervorragenden Eindruck, die Kämpfe fühlen sich stimmig und wuchtig an. Auf der anderen Seite sind die Kloppereien mit den Standardgegnern aber auch repetitiv, der Finishing Move nervt irgendwann und es gibt auf der Suche nach Altmetall viel Grinding.

Auch mit der Handlung und der Atmosphäre von Dark Souls kann The Surge nicht ganz mithalten. Dafür gefallen uns Sachen wie der Levelaufbau, Ausrüstungen und Gadgets sowie die Benutzeroberfläche sogar besser. Unterm Strich: Wem die schicke Zukunftswelt gefällt, und wer Spaß an wirklich fordernden Gefechten hat, sollte trotz der Schwächen unbedingt einen Blick auf The Surge werfen.

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 The Surge im Test: Frust und Feiern in der Zukunft
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