The Snappening: 13 GByte privater Fotos von Snapchat im Umlauf
Eine Drittanbieter-App könnte für einen brisanten Datenverlust gesorgt haben, der Snapchat-Anwender getroffen hat. Auf diversen Kanälen wird seit kurzem ein ungefähr 13 GByte großes Archiv mit angeblich Hunderttausenden von Fotos und Nutzernamen des Chat-Anbieters öffentlich gemacht. Darunter sollen nach diversen Medienberichten auch zahlreiche Bilder von Minderjährigen sein, die unter den Straftatbestand der Kinderpornografie fallen sollen. Dementsprechend sollte sicherheitshalber auch niemand versuchen, dieses Archiv herunterzuladen, um sich nicht strafbar zu machen.
Nach einem Bericht(öffnet im neuen Fenster) von Business Insider haben Hacker Zugriff auf eine Bilderbibliothek erhalten, die von einer App stammt, mit der Anwender Snapchat-Fotos speichern können, ohne dass dies der Absender bemerkt. Die Server, die zur App gehören, hatten dabei offenbar eine Kopie der Fotos aufbewahrt. Hacker erbeuteten angeblich den Datenbestand.
Einem Bericht(öffnet im neuen Fenster) der norwegischen Zeitung Dagbladet nach handelte es sich mutmaßlich um den inoffiziellen Snapchat-Client Snapsave. Diese Android-App erlaubt es Anwendern, Fotos und Videos zu sichern, die eigentlich automatisch gelöscht werden, wenn sie über die offizielle Snapchat-App betrachtet werden.
Gegenüber Engadget(öffnet im neuen Fenster) verneinte Snapsave-Entwickler Georgie Casey allerdings, dass seine App verantwortlich sei. Man habe auch niemals Usernamen und Passwörter gespeichert. Außerdem speichere Snapsave die Bilder nicht online. Möglicherweise handelt es sich bei dem inoffiziellen Snapchat-Client auch um eine Website. Nach Informationen von Business Insider, die von einem Unbekannten kontaktiert wurden, handelt es sich um Snapsaved.com. Die Website arbeitet als inoffizieller Webclient für Snapchat.
Business Insider spekuliert(öffnet im neuen Fenster) aber auch, dass es sich um einen Hoax des Chat-Forum 4chan handeln könnte. Dort wurden die Download-Links zu den Daten veröffentlicht. Einige der Bilder sollen nach Usermeinungen(öffnet im neuen Fenster) schon seit Jahren kursieren und keineswegs neu sein. Bei 4 Chan entstand auch der Begriff "The Snappening" in Anlehnung an den als "The Fappening" bekanntgewordenen iCloud-Bilderdiebstahl. Angeblich soll ein nach Benutzernamen durchsuchbares Archiv am 12. Oktober veröffentlicht werden.
Snapchat teilte gegenüber diversen Medien(öffnet im neuen Fenster) mit, dass seine Server nicht gehackt worden seien und nicht die Quelle des Leaks seien. Schuld seien vermutlich Drittanbieter-Apps, die Snaps verschicken oder empfangen. Deren Verwendung ist laut den Nutzungsbedingungen des Dienstes untersagt.
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