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The Secret of Monkey Island: "Ich bin ein übelriechender, groggurgelnder Pirat!"

Das wunderbare The Secret of Monkey Island feiert seinen 30. Geburtstag. Golem.de hat einen neuen Durchgang gewagt - und wüst geschimpft.

Artikel von Benedikt Plass-Fleßenkämper veröffentlicht am
Guybrush Threepwood in The Secret of Monkey Island
Guybrush Threepwood in The Secret of Monkey Island (Bild: Lucas Arts)

Achtung, Spoiler: Wir gehen in unserer Rückschau auf nahezu alle Details der Handlung ein!

Inhalt:
  1. The Secret of Monkey Island: "Ich bin ein übelriechender, groggurgelnder Pirat!"
  2. Auf eine Runde Grog in die Bar
  3. Duell der Beleidigungsmeister
  4. Happy End mit Affe

Das US-Entwicklerstudio Lucas Arts hatte von 1986 bis 2000 einen unglaublichen Lauf. In diesem Zeitraum lieferte das von Star-Wars-Regisseur George Lucas gegründete Studio 15 Adventures ab, die in der deutschen Fachpresse fast durchweg Höchstwertungen kassierten.

Und das zu Recht! Kaum ein Konkurrenzprodukt reichte auch nur annähernd an die Qualität eines Indiana Jones and the Fate of Atlantis (1992), Day of the Tentacle (1993) oder Grim Fandango (1998) heran.

Ich habe die beispiellose Karriere der Kalifornier fast von Anfang an miterlebt. Lediglich das erste Lucas-Arts-Abenteuer Labyrinth - die 1986 erschienene Adaption des gleichnamigen Kinofilms - musste ich ein paar Jahre nach seiner Veröffentlichung auf meinem C64 nachholen. Ansonsten habe ich sogar eher umstrittene Werke wie Loom (1990), The Dig oder Full Throttle (beide 1995) gefeiert, weil auch sie trotz diverser Schwächen einen eigenen Charme besaßen.

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Unter all diesen Highlights nimmt The Secret of Monkey Island von 1990 eine ganz besondere Ausnahmestellung ein: Spieledesigner Ron Gilbert übernahm darin einerseits sämtliche Stärken der vormals veröffentlichten Lucas-Arts-Adventures. Andererseits entschlackte er gekonnt die komfortable Point-and-Click-Steuerung seines 1987 veröffentlichten Hits Maniac Mansion und packte alles zusammen in eine aberwitzige Geschichte rund um den Möchtegern-Piraten Guybrush Threepwood. Hinzu kamen die bis dato abstrusesten, komischsten, aber auch logischsten Rätsel des Genres. Fertig war ein Spielemeilenstein, den bis heute Millionen Fans kultisch verehren.

So auch ich. Für mich zählte The Secret of Monkey Island zu den prägendsten Erfahrungen meiner Spielerlaufbahn. Aus diesem Grund habe ich das Adventure immer wieder mal aus meiner Sammlung hervorgeholt und durchgespielt, obwohl sich aufgrund der linearen Struktur der Story von Durchlauf zu Durchlauf so gut wie nichts ändert. Mein letztes Mal ist inzwischen gute zehn Jahre her - es kam im Zuge der 2009 veröffentlichten Special Edition (Test auf Golem.de) zustande.

Ursprünglich wollte ich für diesen Artikel zu eben dieser Version greifen und aus Nostalgiegründen den Classic-Modus aktivieren, der die meiner Meinung nach unglücklich modernisierte Grafik gegen den klassischen Pixellook austauscht.

Allerdings stieß ich dabei auf ein Problem: Ich hätte im Classic-Modus auf die deutschen Texte verzichten müssen. Weil mir das Spiel jedoch unter anderem wegen der meisterhaften deutschen Übersetzung von Boris Schneider-Johne in Erinnerung geblieben ist, schloss ich das englischsprachige Original von vornherein aus.

  • Die meiste Zeit redet der gestrandete Herman Toothrot wirres Zeug, doch den ominösen Bananenpflücker gibt es wirklich. (Bild: Lucas Arts/Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Guybrush versucht, mit eher zweifelhaften Methoden die Kannibalen abzulenken. (Bild: Lucas Arts/Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Gruselig, hilft aber im Labyrinth: der Kopf des Navigators (Bild: Lucas Arts/Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Chaos am Altar: Das Finale von The Secret of Monkey Island toppt jede hirnrissige Beziehungskomödie. (Bild: Lucas Arts/Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Was Guybrush aus diesem Abenteuer gelernt hat ... (Bild: Lucas Arts/Screenshot: Medienagentur plassma)
  • An manchen Stellen mag es Protagonist Guybrush Threepwood selbst nicht glauben, welche verrückten Aufgaben er lösen muss. (Bild: Lucas Arts/Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Die VGA-Pixelgrafik der PC-Version ist auch nach 30 Jahren noch sehenswert. (Bild: Lucas Arts/Screenshot: Medienagentur plassma)
  • "Haben Sie auch was gegen Mundgeruch?" - der Krämer von Monkey Island hat zum Glück mehr als nur Schwerter im Lager. (Bild: Lucas Arts/Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Die Beleidigungsduelle sind legendär. In The Secret of Monkey Island ist das Wort tatsächlich mächtiger als das Schwert. (Bild: Lucas Arts/Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Geisterpirat LeChuck musste ganz offensichtlich zu harschen Methoden greifen, um seine Crew zur Loyalität zu bewegen. (Bild: Lucas Arts/Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Labertasche Stan ist ohne jeden Zweifel das größte Verkaufsgenie in der ganzen Karibik. (Bild: Lucas Arts/Screenshot: Medienagentur plassma)
Die meiste Zeit redet der gestrandete Herman Toothrot wirres Zeug, doch den ominösen Bananenpflücker gibt es wirklich. (Bild: Lucas Arts/Screenshot: Medienagentur plassma)

Immerhin bietet die deutsche Version unvergessene Zitate wie "Ich bin ein übelriechender, groggurgelnder Pirat!", die längst zum Gamer-Kulturgut gehören (sollten).

Also muss eines meiner physischen Exemplare herhalten. Ich entscheide mich für die 1992 veröffentlichte CD-Version für den PC. Diese ist gegenüber der Urfassung leicht verbessert, weshalb glasklare Synthie- anstelle von Midi-Musik ertönt und Objekte im Inventar ähnlich wie im Nachfolger Monkey Island 2: LeChuck's Revenge (1991) grafisch dargestellt werden.

Freilich ist das Spielen alter PC-Titel stets mit Aufwand verbunden, dank ScummVM hält er sich aber in Grenzen. Ich muss nur das gesamte Spiel auf die Festplatte kopieren und die CD-Audiotracks in MP3-Dateien konvertieren, damit meine Reise in die frühen 1990er Jahre gelingt.

The Secret of Monkey Island : Special Edition [PC Code - Steam]

Auf in die Karibik!

Das Intro von The Secret of Monkey Island beschränkt sich auf einen malerischen Titelbildschirm samt schwungvoller Musikbegleitung, die mich sofort in die Karibik des 18. Jahrhunderts versetzt. Hauptfigur ist der legendäre Guybrush Threepwood, der wie aus dem Nichts auf Mêlée Island auftaucht und ein festes Ziel vor Augen hat: Er will Pirat werden!

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Auf eine Runde Grog in die Bar 
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wingi 04. Nov 2020 / Themenstart

Ok, gefunden https://csdb.dk/release/?id=139527

splash42 22. Okt 2020 / Themenstart

Genau das wäre mir auch eingefallen. "Wie viel Holz würde ein Bieber fällen, wenn ein...

Manto82 21. Okt 2020 / Themenstart

Gestern habe ich es mal getestet. Läuft sehr sauber und flüssig. Auch die Steuerung per...

Dino13 20. Okt 2020 / Themenstart

Das ist ja Perfekt. Danke für die Info.

mwr87 20. Okt 2020 / Themenstart

Diese "Passagen" finden sich auch FoA und haben sie mich ebenfalls genervt - Atlantis äu...

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