Auf eine Runde Grog in die Bar

Seine Reise führt ihn in die nächstbeste Bar, in der es nur so vor Freibeutern wimmelt. Darunter sind auch die drei Anführer, die von Guybrushs naivem Auftreten wenig beeindruckt sind. Weil sich jedoch Ärger mit dem niederträchtigen Geisterpirat LeChuck anbahnt, geben sie Guybrush eine Chance - sofern er sämtliche erforderlichen Piraten-Prüfungen besteht, versteht sich.

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Natürlich sind mir diese allzu gut bekannt: Ich soll den Schwertmeister besiegen, die Gouverneurin von Mêlée Island bestehlen und einen Schatz heben.

Eigentlich könnte ich die Bar nun verlassen. Ich erinnere mich jedoch an zwei wichtige Objekte, die sich in der Küche befinden. Um sie einsammeln zu können, muss ich warten, bis der Koch herausmarschiert und seine Gäste bedient. Dann kann ich hineinschleichen und mir einen Kochtopf sowie einen roten Hering schnappen. Frei nach dem Motto: Vielleicht kann man den Quatsch irgendwann noch einmal gebrauchen ...

Im Stadtinneren stoße ich auf einen mysteriösen Mann mit dickem Mantel, der Schatzkarten verkauft. Leider habe ich kein Geld. Ich muss also vorerst passen. Dafür gewährt mir die korpulente Wahrsagerin im Geschäft um die Ecke einen Blick in meine ungewisse Zukunft und schenkt mir gar das Gummihuhn, das ich beim Betreten ihres Ladens stibitzt habe.

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Wie gesagt: Mein letztes Mal mit The Secret of Monkey Island ist über zehn Jahre her. Ich komme kurz ins Grübeln ... Ich möchte mich zuerst um den Schwertmeister kümmern, muss dafür jedoch in Erfahrung bringen, wo er wohnt. Und hier kommt eine meiner allerliebsten Figuren ins Spiel: der griesgrämige Krämer.

Der alte Mann ist die Unfreundlichkeit in Person, kennt jedoch den geheimen Aufenthaltsort des Schwertmeisters. Er darf ihn allerdings nur verraten, wenn er die Erlaubnis dafür hat. Also setzt er sich sogleich in Bewegung und lässt mich allein in seinem Laden zurück.

Während ich vor 30 Jahren erst einmal in Ruhe das Geschäft inspizierte und mich wunderte, dass der Krämer augenblicklich auftauchte, wenn ich einen Gegenstand einstecken wollte, weiß ich es heute besser: Ich muss dem Kerl heimlich folgen, während er die Stadt verlässt und durch einen dichten Wald spaziert. Gesagt, getan.

The Secret of Monkey Island : Special Edition [PC Code - Steam]

Vor Ort erfährt man im Übrigen, warum der Krämer mir überhaupt den Gefallen erweist: Der Schwertmeister ist eine Frau namens Carla, für die er offenbar eine große Schwäche hat, weshalb er jeden noch so banalen Grund als Rechtfertigung missbraucht, um ihr nachzustellen.

Nun gut, mir soll's recht sein: Ich weiß nun, wo der, pardon, die Schwertmeisterin wohnt. Sie lehnt jedoch ein Fechtkampfduell ab, schlicht, weil ich keine Waffe bei mir trage. Bin ich also den ganzen Weg umsonst gelatscht? Nein, denn fortan darf ich Carlas Haus direkt auf der Übersichtskarte von Mêlée Island anklicken und gelange innerhalb von Sekunden zu ihr. Ich erinnere mich: Kleine Komfort-Goodies wie diese hoben die Lucas-Arts-Spiele damals von der Konkurrenz ab.

Ich sollte nun beim Krämer ein Schwert erstehen, doch dafür benötige ich wiederum Geld. Also muss ich mich um Arbeit bemühen. Ich erinnere mich an das Zirkuszelt der Fettucini-Brüder. Die beiden stellen mich sogleich als Versuchskaninchen ein und schießen mich per Kanone gegen einen dicken Holzpfosten.

Das machen sie aber nur, wenn ich den aus der Bar geklauten Kochtopf als Helm nutze. Die Bezahlung ist jedenfalls großzügig genug, so dass ich mir für das restliche Spiel keine Geldsorgen mehr machen muss.

Nicht weit vom Zirkuszelt entfernt steht ein Troll auf einer Brücke und verlangt einen Wegzoll. Genau genommen wünscht er sich etwas, das irgendwie nützlich aussieht und doch total nutzlos ist. Die Lösung dieses Rätsels ist eine der gemeinsten Aufgaben des ganzen Spieles - zumindest, wenn man sich nicht großartig mit Adventures auskennt.

  • Die meiste Zeit redet der gestrandete Herman Toothrot wirres Zeug, doch den ominösen Bananenpflücker gibt es wirklich. (Bild: Lucas Arts/Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Guybrush versucht, mit eher zweifelhaften Methoden die Kannibalen abzulenken. (Bild: Lucas Arts/Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Gruselig, hilft aber im Labyrinth: der Kopf des Navigators (Bild: Lucas Arts/Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Chaos am Altar: Das Finale von The Secret of Monkey Island toppt jede hirnrissige Beziehungskomödie. (Bild: Lucas Arts/Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Was Guybrush aus diesem Abenteuer gelernt hat ... (Bild: Lucas Arts/Screenshot: Medienagentur plassma)
  • An manchen Stellen mag es Protagonist Guybrush Threepwood selbst nicht glauben, welche verrückten Aufgaben er lösen muss. (Bild: Lucas Arts/Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Die VGA-Pixelgrafik der PC-Version ist auch nach 30 Jahren noch sehenswert. (Bild: Lucas Arts/Screenshot: Medienagentur plassma)
  • "Haben Sie auch was gegen Mundgeruch?" - der Krämer von Monkey Island hat zum Glück mehr als nur Schwerter im Lager. (Bild: Lucas Arts/Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Die Beleidigungsduelle sind legendär. In The Secret of Monkey Island ist das Wort tatsächlich mächtiger als das Schwert. (Bild: Lucas Arts/Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Geisterpirat LeChuck musste ganz offensichtlich zu harschen Methoden greifen, um seine Crew zur Loyalität zu bewegen. (Bild: Lucas Arts/Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Labertasche Stan ist ohne jeden Zweifel das größte Verkaufsgenie in der ganzen Karibik. (Bild: Lucas Arts/Screenshot: Medienagentur plassma)
Chaos am Altar: Das Finale von The Secret of Monkey Island toppt jede hirnrissige Beziehungskomödie. (Bild: Lucas Arts/Screenshot: Medienagentur plassma)

Denn nur der Genre-Kenner weiß, dass man wichtig aussehende Objekte, die nirgends im Spiel zu gebrauchen sind, als "Red Herring" (Roter Hering) bezeichnet. Und in der Tat lässt mich der Troll passieren, sobald ich ihm den Fisch aus der Bar überreiche.

"Du kämpfst wie ein dummer Bauer!"

Nachdem ich mir das Schwert beim Krämer besorgt habe, muss ich einen Trainer namens General Smirk aufsuchen. Der verrät mir den wichtigsten Kniff, um aus einem Kampf als Sieger hervorzugehen: Man muss seinen Gegner richtig beleidigen können!

Smirk lehrt mich leider nur ein paar Phrasen, was für Carla nie und nimmer ausreicht. Für weitere Beleidigungen muss ich fortan wahllos Piraten ansprechen und herausfordern, die durch die Straßen von Mêlée Island spazieren.

An all jene, die The Secret of Monkey Island noch nie gespielt haben: Das Schwertkampftraining ist damit der abgedrehteste und berühmteste Abschnitt des Adventures. Nur kann ich ihn persönlich kaum mehr sehen, weil er sich mit jedem weiteren Durchspielen zäher anfühlt.

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 The Secret of Monkey Island: "Ich bin ein übelriechender, groggurgelnder Pirat!"Duell der Beleidigungsmeister 
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wingi 04. Nov 2020

Ok, gefunden https://csdb.dk/release/?id=139527

splash42 22. Okt 2020

Genau das wäre mir auch eingefallen. "Wie viel Holz würde ein Bieber fällen, wenn ein...

Manto82 21. Okt 2020

Gestern habe ich es mal getestet. Läuft sehr sauber und flüssig. Auch die Steuerung per...

Dino13 20. Okt 2020

Das ist ja Perfekt. Danke für die Info.



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