The Rogue: Prince of Persia für Punkrocker
Wenige Monate nach dem hervorragenden Actionspiel The Lost Crown ( Test auf Golem.de ) schickt Ubisoft seinen Prince of Persia in ein neues Abenteuer. Das trägt den Untertitel The Rogue – und trotz spielerischer Parallelen unterscheidet es sich in Sachen Optik und Anmutung von allen bisherigen Serienteilen.
Dafür gibt es einen Grund: The Rogue ist nicht bei Ubisoft entstanden, sondern beim unabhängigen französischen Entwicklerstudio Evil Empire(öffnet im neuen Fenster) . Das ist bislang nur für die hochgelobte Reihe Dead Cells bekannt, dem Prince of Persia hat das Team einen sehr an Indiegames erinnernden Look verpasst.
Beim Gameplay verbindet The Rogue die Mechaniken von The Lost Crown – seitwärts scrollendes Metroidvania – mit ein paar grundlegenden Änderungen bei der Steuerung und im Kampf. Außerdem werden die Umgebungen bei jedem Durchgang neu prozedural generiert.
Ubisoft will das Spiel am 14. Mai 2024 für Windows-PC über Steam im Early Access veröffentlichen; Details zum Preis und zum weiteren Verlauf der Entwicklung liegen uns nicht vor. Später soll der Titel auch für andere Plattformen auf den Markt kommen.
Beim Anspielen sind wir sofort mit The Rogue klargekommen, ein Teil der grundlegenden Steuerung in Sachen Laufen, Springen und Zuschlagen erinnert sowieso an The Crown. Ein wichtiger Unterschied: Mit der LT-Taste am Gamepad können wir einen Wallrun ausführen, etwa um den sonst zu großen Abstand zwischen zwei Plattformen zu überwinden.
Der Prinz läuft dann selbstständig an der Wand. Weitere Manöver mit dem Analogstick oder Ähnliches sind nicht nötig. Kleine Einschränkung: Es gibt nicht überall Wände. Etwa dann nicht, wenn uns das Spiel auf einen ganz anderen Weg schubsen will – aus welchen Gründen auch immer.
Neben dem Wallrun gibt es beim Bewegen noch kleine Änderungen in The Rogue gegenüber The Lost Crown, die aber nicht so sehr ins Gewicht fallen. Beispielsweise ist es möglich, mit einer Mischung aus Hüpfen, Springen und Laufen auf mittelhohe Plattformen zu gelangen, was dem Spielfluss zugutekommt.
Unser Prinz in The Rogue muss mehr kämpfen als der Protagonist im etwas älteren Spiel, wir haben aber auch fast von Anfang an mehr Möglichkeiten. Besonders wichtig ist der Fußtritt, mit dem wir Gegner aus der Nahkampfdistanz schleudern können. Darauf bauen dann weitere Extras auf: Bestimmte Feinde etwa fangen an zu brennen, wenn sie gegen Wände prallen. So können wir teils für schön viel Chaos und Zerstörung sorgen.
Als weitere Extras gibt es Medaillons, die wir in Schatzkisten finden und die unsere Fähigkeiten ein bisschen verstärken. Uns waren beim Anspielen allerdings die Erklärungen, was genau optimiert wird, viel zu umständlich – wir haben die Dinger recht schnell ignoriert. In diesem Punkt wünschen wir uns, dass die Entwickler nachbessern.
Nach dem Sterben sind wir in einer Art Zeltlager gelandet, von dem aus wir halbwegs schnell in den gerade besuchten Level zurückkonnten. Der war dann genau so aufgebaut, wie wir ihn schon kannten – er wurde also nicht neu generiert. Welche Rolle die per Zufall erstellten Umgebungen haben und welchen Umfang The Rogue bieten wird, wissen wir nicht.
Prince of Persia – The Rogue: Story und Grafik
Auch zur Handlung können wir wenig sagen. Aus dem Trailer geht hervor, dass wir in dem Spiel tatsächlich den Prince of Persia steuern – anders als in The Lost Crown, wo wir seine Hoheit ja mit einem anderen Krieger retten sollen. Ob es neben dem Intro weitere längere Zwischensequenzen gibt, ist unklar.
Ein wesentlicher Unterschied zwischen den beiden Games ist natürlich die Grafik. The Rogue sieht wesentlich poppiger, aber auch künstlicher aus als The Lost Crown. Uns hat die Optik anfangs nicht angesprochen.
Nach einer halben Stunde im Spiel haben wir wegen der stimmigen Aufbereitung und immer wieder neuen Elementen aber allmählich Gefallen an dem sehr eigenen Stil gefunden. Es soll noch weitere Biome neben den angespielten geben, allerdings haben wir davon noch nichts gesehen.
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