The Patent Scam: X-Plane-Macher veröffentlicht Film über Patenttrolle

Mit einer derartigen Verbohrtheit haben Patenttrolle vermutlich nicht gerechnet. Statt klein beizugeben und für das Schweigen und ein Android-Patent zu zahlen, hat sich X-Plane-Macher Austin Meyer gewehrt. Und obendrein einen Film produziert, der die Machenschaften der Patenttrolle dokumentiert.

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Austin Meyer hat einen Film über Patenttrolle geschaffen.
Austin Meyer hat einen Film über Patenttrolle geschaffen. (Bild: Austin Meyer)

Uniloc hätte sich vielleicht nicht mit Austin Meyer anlegen sollen. Der Erfinder des Flugsimulators X-Plane und gleichzeitig fleißig programmierende Pilot hat nämlich nach der Androhung einer Patentklage nicht einfach klein beigegeben, wie so viele Android-Entwickler, sondern wurde sauer und hat sich gewehrt. Ein kostspieliges Unterfangen, für das Meyer vor gut fünf Jahren erste Spenden sammelte, auch wenn er zugab, dass diese nur helfen würden und er selbst die Finanzmittel hätte, um sich gegen den Patenttroll von Uniloc zu wehren.

Selbst als Uniloc anbot, für 50.000 US-Dollar die Sache beizulegen, gab Meyer anscheinend aus Prinzip und Sturheit nicht nach. Die Bedingung wäre laut Meyer nämlich gewesen, dass er über die Sache nicht hätte reden dürfte. Ein beliebtes Mittel, um die Öffentlichkeit im Ungewissen zu lassen.

Im Vergleich zu den Verfahrenskosten wäre das ein geringer Betrag gewesen und viele Patenttrolle machen genau mit dieser Handel-Methode Kasse, weil die Opfer sich ein potenziell kostspieliges Gerichtsverfahren nicht leisten können.

Austin Meyer hat aber zu einem medialen Gegenschlag ausgeholt. Gleich von Beginn an hat er die Öffentlichkeit mit in das Verfahren eingebunden und Uniloc in hohem Maße kritisiert. Die entsprechende Publicity hat er selbst von großen Publikationen wie John Olivers Last Week Tonight bekommen. Herausgekommen ist jetzt zudem ein Film über den Fall, den Meyer über diverse Video-on-Demand-Plattformen verkauft.

The Patent Scam ist ein Film über Patenttrolle und ihre Methoden. Auch die Opfer spielen eine Rolle in dem Film. Das Werk selbst wird über zahlreiche Vertriebswege verbreitet. Der Film wird unter anderem über Vimeo, Xbox, Youtube, iTunes, Google Play und weitere Dienste angeboten. Die vollständige Liste findet sich auf der Film-Webseite. Diese listet auch diverse Extras auf, TV-Ausstrahlungen und die Möglichkeit, den Film als Blu-ray oder DVD zu kaufen. Auch eine Ausstrahlung auf Netflix und HBO ist geplant.

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GenXRoad 18. Aug 2017

Thx Google hatte mir nur links zu itunes US und amazon US ausgespuckt

/mecki78 17. Aug 2017

Hast du schon mal versucht eines zu bekommen? Nein? Kennst du jemand, der eines hat oder...

VigarLunaris 17. Aug 2017

Ist das doch der Beweis dafür das man Geld haben MUSS um Ende "Recht" zu erhalten. Wäre...

FreiGeistler 17. Aug 2017

Das System selbst ist das Problem, weil ihr nicht andere Politiker wählt. O.o...



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