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The Orville Staffel 2: Weniger Family Guy, mehr Tiefe

In der zweiten Staffel seiner Science-Fiction-Serie The Orville übertüncht Seth MacFarlane das hervorragende Storytelling nicht mehr mit Pimmelwitzchen aus der Grundschule. Dadurch zeigt die Serie viel besser, was in ihr steckt. Achtung, Spoiler!

Eine Rezension von veröffentlicht am
Seth MacFarlane als Captain Ed Mercer, Adrianne Palicki als Commander Kelly Grayson
Seth MacFarlane als Captain Ed Mercer, Adrianne Palicki als Commander Kelly Grayson (Bild: Fox)

Achtung! Wir schreiben in dieser Rezension so wenig wie möglich über die allgemeine Handlung der zweiten Staffel von The Orville, aber ganz ohne Spoiler geht es nicht. Wer gar nichts wissen möchte, bevor er die neuen Folgen selbst schaut, sollte ab hier nicht mehr weiterlesen.

Inhalt:
  1. The Orville Staffel 2: Weniger Family Guy, mehr Tiefe
  2. Starke Themensetzung, weniger alberner Humor

Seth MacFarlane ist nicht nur der Erfinder der mitunter sehr pubertären Serien Family Guy und American Dad sowie Regisseur der Ted-Filmreihe um einen versoffenen Teddybären, sondern auch Star-Trek-Fan. Diese Leidenschaft lebt er seit 2017 in seiner Serie The Orville aus, in der eine Crew mit ihrem Raumschiff reihenweise Abenteuer erlebt.

Am 25. April 2019 lief die letzte Folge der zweiten Staffel der Serie in den USA im Fernsehen, die gesamte Staffel ist in Deutschland bei Amazon als Kauftitel erhältlich (Englisch mit deutschen Untertiteln). Wir haben sie uns angesehen und finden: Die 35 Euro für 14 Folgen lohnen sich durchaus: MacFarlane fokussiert sich in der zweiten Staffel viel mehr auf die sehr guten Inhalte und deutlich weniger auf Pimmelwitzchen. Dadurch kommt die große Stärke von The Orville viel besser zutage: hervorragendes Storytelling und eine gute Einbindung der verschiedenen Charaktere in die Geschichte.

Dass MacFarlane gute Science-Fiction-Geschichten in klassischer Star-Trek-Manier erzählen kann - also in sich abgeschlossene Folgen, die keinem staffelübergreifenden roten Faden folgen -, hat der Produzent bereits in der ersten Staffel von The Orville gezeigt. Die zweite Staffel wirkt viel gereifter, im positiven Sinn: Anstatt auf einen schnellen Lacher zu setzen, bindet MacFarlane lieber brandaktuelle Themen wie Geschlechterrollen, Gleichberechtigung, die Auswirkung wirtschaftlicher Verbindungen auf politische Entscheidungen oder auch Impfverweigerung in seine Serie ein.

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The Orville bleibt dabei jedoch auch eine Serie, die Zuschauer zum Lachen bringt - etwa wenn Lieutenant Malloy Bortus Styling-Tipps gibt oder Captain Mercer in bekannter Manier auf dem Schlauch steht. Auch das "Jar of Pickles" (Gurkenglas) aus der ersten Staffel hat einen Auftritt. Die Serie erhält sich auch in der zweiten Staffel eine gewisse Leichtigkeit im Umgang mit ernsten Themen, der Humor ist aber wesentlich feiner als in der ersten Staffel - vielleicht einmal abgesehen von der ersten Folge, die mit ihrem Pipi-Thema noch stärker auf derben Humor setzt.

Starke Themensetzung, weniger alberner Humor 
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Katharina... 09. Mai 2019

Nein,, TOS ist ein totalausfall. z.B. Reno

Katharina... 06. Mai 2019

Ich würde mal sagen: so wie es in den Wald hinein schallt, so kommt es auch heraus...

Katharina... 06. Mai 2019

@dee wahre Hannes Jup S31 gab es bereits in ENT und DS9. S31 ist also älter als die UFP.

gfa-g 05. Mai 2019

Einige stellen sich offensichtlich diese Frage. Ich nie und musste das auch nicht wissen.

gfa-g 05. Mai 2019

Das ist doch wirklich Geschmackssache. Ich empfinde es als einen nicht endenwollenden...


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