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The Ocean Cleanup: Ein Müllfänger für die Meere

Es klingt utopisch: Ein junger Niederländer will kilometerlange Filter bauen, die den Plastikmüll aus den Meeren holen. Der Berliner Informatiker Tim Landgraf hat mit rund 100 Forschern die Machbarkeit geprüft - und hält das Vorhaben keineswegs für Spinnerei.

Artikel von Jennifer Fraczek veröffentlicht am
The Ocean Cleanup will den Plastikmüll aus den Meeren filtern.
The Ocean Cleanup will den Plastikmüll aus den Meeren filtern. (Bild: The Ocean Cleanup)

Das Problem des Plastikmülls in den Meeren beschäftigt Tim Landgraf schon lange. Bereits als Kind wollte er einen Roboterwal bauen, der das Plastik aus den Ozeanen holt. Mittlerweile ist er 34 und arbeitet als Informatiker an der Freien Universität (FU) Berlin. Im vergangenen Jahr konnte er sich an einem Vorhaben beteiligen, das das gleiche Ziel hat wie einst der Roboterwal, aber einen etwas erfolgversprechenderen Ansatz: The Ocean Cleanup.

Inhalt:
  1. The Ocean Cleanup: Ein Müllfänger für die Meere
  2. Die optimale Position des Müllfängers
  3. Große Idee, großer Widerstand

Die Unterstützer des Projekts wollen die Meere vom Plastik befreien - und zwar mit einem Filter oder Abscheider, also einer Vorrichtung, die die an der Oberfläche schwimmenden Teile abfängt. Er soll im Meeresboden verankert werden, die Strömung soll die Plastikteile in den Filter spülen. Die Dimensionen wären enorm: Die Filter sollen mehrere Kilometer lang sein. Aber es geht ja auch um viel Müll.

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) schätzte 2005, dass pro Jahr rund sechseinhalb Millionen Tonnen PET-Flaschen, Tüten, Kanister und anderes Plastik in die Meere abgeladen werden (PDF). Es treibt durch die Ozeane, wird zerkleinert, zersetzt sich und landet früher oder später in einem der globalen Meeresstrudel. Dort bildet es eine Art Müllinsel aus kleinen und kleinsten Plastikteilen.

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Die größte dieser Ansammlungen ist der Great Pacific Garbage Patch im Nordpazifik. Wie groß er genau ist, ist schwer zu sagen. Manche Fachleute vergleichen seine Fläche mit der von Texas, andere sagen, er sei doppelt so groß wie die USA. In jedem Fall ist er ein Problem. Für die Meerestiere, die die Teile schlucken und verenden. Oder verhungern, weil sie mehr Plastik als normale Nahrung zu sich nehmen. Oder sich schlechter fortpflanzen können, weil im Wasser freigesetzte Stoffe die Geschlechterverteilung in der Population verändern. Ein Problem ist er aber auch für die Menschen, die wiederum die Meerestiere essen.

Erfinder von The Ocean Cleanup ist Boyan Slat, ein 20 Jahre alter Student aus den Niederlanden. Seine Idee wird von einigen Experten belächelt, findet aber auch viele Unterstützer - wie eben Tim Landgraf. Die Natur ist seit der Roboterwal-Idee Landgrafs Thema geblieben. Als Leiter des Biorobotics-Labors am Institut für Informatik der FU beschäftigt er sich unter anderem mit Schwarmverhalten. Als er mitbekam, dass Slat eine Machbarkeitsstudie für sein Projekt plant, bot er seine - ehrenamtliche - Mithilfe an.

Insgesamt behandelten rund 100 Fachleute für die Studie ganz unterschiedliche Fragestellungen. Unter ihnen waren weitere Informatiker sowie Ozeanographen, Elektrotechniker, Ingenieure und Materialforscher.

Die optimale Position des Müllfängers 
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Eheran 28. Apr 2015

Hast du den Link überhaupt gelesen? Peinlich sowas, wirklich.

lyom 25. Apr 2015

Nennt sich Peer Review, bei jeder Konferenz. Je nach Konferenz wird bei einem Peer...

der_wahre_hannes 22. Apr 2015

Wie groß soll denn der schwimmende Müllcontainer sein, den man da ins Wasser schmeißt?

cry88 22. Apr 2015

Verbrannt oder wiederverwertet. Leider ist das nicht bei allen Kommunen der Fall und zu...

Baron Münchhausen. 22. Apr 2015

Ja, das nennt sich Tagträumerei. Weniger Filme schauen. Habe den Müll versehentlich auf...


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