Zum Hauptinhalt Zur Navigation

The NFT Bay: Entwickler hat doch keine NFTs gestohlen

Geoff Huntley hatte angekündigt, alle Ethereum - und Solana-NFTs heruntergeladen zu haben – am Ende handelt es sich aber nur um Medienkritik.
/ Tobias Költzsch
3 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Mit NFTs lässt sich durchaus Geld machen. (Bild: Pixabay)
Mit NFTs lässt sich durchaus Geld machen. Bild: Pixabay / Pixabay-Lizenz

Der Programmierer Geoff Huntley hat offenbar nicht wie angekündigt alle NFTs (Non-Fungible Token) der Ethereum- und Solana-Blockchains heruntergeladen. Huntley hatte dies auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) angekündigt und eine 20-TByte-Datei mit den angeblichen Daten auf der Webseite The NFT Bay zum Download angeboten.

Daraufhin hatten zahlreiche Medien berichtet, dass Huntley quasi alle NFTs gestohlen hätte und diese daraufhin wohl wertlos seien. Die Webseite Club NFT allerdings wurde misstrauisch bei Huntleys Äußerung, dass er drei Tage für den Download gebraucht habe.

Die berichtenden Medienunternehmen hatten offenbar nicht überprüft, ob Huntleys Datensatz tatsächlich die Daten der NFTs enthält. Die Webseite Club NFT(öffnet im neuen Fenster) hat daher eine 40-TByte-Instanz bei AWS gebucht, um die Datei herunterzuladen und zu analysieren.

Huntleys NFT-Datensatz ist leer

Dabei haben die Macher der Seite festgestellt, dass es sich bei Huntleys Coup offenbar um einen Hoax handelt. Club NFT zufolge ist die Datei leer und enthält keine Daten zu irgendwelchen NFTs. Huntley hat die Datei wohl angekündigt, um zu überprüfen, inwieweit Medienunternehmen die Behauptung prüfen würden.

Im Medienbereich von The NFT Bay(öffnet im neuen Fenster) hat Huntley eine Reihe von Medienberichten gesammelt, die über seinen Coup berichten. In einigen Presseberichten steht zumindest, dass der Wahrheitsgehalt der Aussage nicht überprüft werden kann. Viele Berichte legen sich aber recht eindeutig darauf fest, dass Huntley NFT-Inhalte gestohlen und die NFTs damit wertlos gemacht hat.

NFTs sind Token, die digitale Dateien wie beispielsweise Kunstwerke als Einzelstücke kennzeichnen und in einer Blockchain eintragen. Ein NFT kann nur einen Besitzer haben, weshalb die Token mittlerweile zu Sammelobjekten geworden sind. Künstler beispielsweise können ihre Werke als NFT vermarkten, was neue Umsatzmöglichkeiten für sie schafft. Das System steht aber auch stark in der Kritik .


Relevante Themen