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The Next Generation: Als Patrick Stewart vom Star-Trek-Set stürmte

Bei Dreharbeiten hat man keinen Spaß – meinte Patrick Stewart. Aber seine Kollegen sahen das anders.
/ Peter Osteried
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Captain Picard ganz ernst - so kennt man die Figur. Patrick Stewart war am Set auch so. (Bild: Paramount)
Captain Picard ganz ernst - so kennt man die Figur. Patrick Stewart war am Set auch so. Bild: Paramount

Patrick Stewarts Autobiographie Making It So(öffnet im neuen Fenster) ist vor kurzem auch in deutscher Übersetzung erschienen. Darin erzählt Stewart einige Anekdoten zu Star Trek, darunter jene, als seine Kollegen bei den Dreharbeiten Witze über Stewarts Arbeitsauffassung machten. In der ersten Staffel lachten Jonathan Frakes, Denise Crosby und Brent Spiner, wenn sie ihren Text verhauten und brachten direkt ein paar Witze ein. Das erzürnte den Captain der Enterprise, der den Kollegen eine Standpauke hielt. (öffnet im neuen Fenster)

Eine Lektion von Captain Picard

"Ich konnte damals ein echter Bastard sein," schreibt Stewart, dessen Erfahrungen in Sachen Schauspiel ganz anders waren. Er kam von der Royal Shakespeare Company und dem Royal National Theatre in London. "Beim TNG-Set wurde ich wegen des Benehmens meiner Kollegen immer wütender, weswegen ich ein Treffen einberief und alle ermahnte, weil sie bei der Arbeit herumalberten. Denise Crosby meinte, dass wir auch manchmal Spaß haben müssen. Worauf ich antwortete: Wir sind nicht hier, Denise, um Spaß zu haben."

Allerdings war das Ergebnis nicht wie gewünscht. Nach Stewarts Rede fingen die Kollegen zu lachen an. Da sah Stewart rot, stürmte vom Set zu seinem Wohnwagen und schlug die Tür hinter sich zu.

Die Aussöhnung

Dort brütete er dann, bis Jonathan Frakes und Brent Spiner an die Tür klopften und ihm erklärten, dass alle größten Respekt für ihn hätten, aber auch glaubten, dass er die Situation fehlinterpretiert haben könnte. Frakes erkannte auch an, dass er vielleicht zu viel herumalberte und versprach, sich zurückzunehmen. Aber sie erklärten Stewart auch, dass seine Vorgehensweise, die Kollegen zusammenzurufen und zu ermahnen, nicht unbedingt bester Führungsstil war.

Das Problem war, dass Stewart die Standards der Royal Shakespeare Company auf Leute anlegte, die es gewohnt waren, amerikanisches Serienfernsehen zu machen. "Heute finden wir die Geschichte alle zum Schreien komisch" , sagte Stewart abschließend.


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